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BELZ on tour


Internationaler Studientag zu literarischen Repräsentationen Ostbelgiens am 07.12.2018 in Brüssel

Poster zur Veranstaltung

Am 07.12.2018 fand in der Vertretung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens in Brüssel ein internationaler Studientag statt. Dieser nahm unter dem Motto "Ostbelgische Querverbindungen: Literarische Repräsentationen einer Grenzregion" die ostbelgische Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts in den Fokus. Organisiert wurde diese Veranstaltung von Prof. Arvi Sepp (Vrije Universiteit Brussel) und Dr. Lesley Penné (Vrije Universiteit Brussel). Sechs Referierende unterschiedlicher Fachdisziplinen (Literaturwissenschaft, Geschichte usw.), darunter auch meine Wenigkeit, wurden zu dem Studientag eingeladen.
Folgende Themen wurden präsentiert:

Christoph Brüll (Université du Luxembourg, Luxemburg): Ein (un)möglicher Dialog? Überlegungen zum Verhältnis von Historikern und Schriftstellern in Ostbelgien

Philippe Beck (Université catholique de Louvain, Louvain-la-Neuve): Interkulturalität und Kriegserfahrung. Grenzlandromane im Vergleich

Lesley Penné (Vrije Universiteit Brussel, Brüssel): Ostbelgien als europäische Miniatur? Die Darstellung einer Grenzregion in der Gegenwartsliteratur

Alfred Strasser (Université de Lille, Lille): Ostbelgische Lyrik zwischen Heimatverbundenheit und Weltoffenheit - Die Beispiele Robert Schaus und Bruno Kartheuser

Donato Morelli (Universität Paderborn, Paderborn): Kollektive Identitäten im belgischen Roman am Beispiel von Bosch in Belgien (2006) von Freddy Derwahl und Le bonheur des Belges (2012) von Patrick Roegiers

Adam Kubik (Universität Heidelberg, Heidelberg): Wir als die Fremden bei uns: Hanyska, Die Walsche, Bosch in Belgien. Über die Entfremdung der eigenen Heimat in Romanen zu Schlesien, Südtirol und Ostbelgien

Nach jedem Vortrag erfolgte eine Diskussion im Plenum. Gerade bei einer solchen Themenvielfalt und durch den Austausch der unterschiedlichen Fachdisziplinen kam ich im Rahmen dieses Studientags zu neuen Erkenntnissen und Sichtweisen. Der Dialog erwies sich somit als sehr fruchtbar. Im Anschluss daran fand eine Autorenlesung statt. Freddy Derwahl las höchstpersönlich aus seinem Roman Bosch in Belgien, welcher 2006 beim Grenz-Echo-Verlag erschienen ist.

Ich möchte an dieser Stelle dem Organisationsteam, den Referierenden sowie der Vertretung der Deutschsprachigen Gemeinschaft vielmals für die Einladung, den herzlichen Empfang und den erfolgreichen Studientag danken.

Donato Morelli

„Belgien im Gepäck“ – Teilnahme des BELZ an der 9. Jahrestagung für Europaschulen im Landtag Nordrhein-Westfalen

Themen- und Museumskoffer für das Forum (rechts: der Schmuggelkoffer). Foto: (c) Donato Morelli
Prof. Sabine Schmitz erläutert das Konzept des Museumskoffers. Foto: (c) Donato Morelli
Marie Weyrich erklärt den Aufbau des Museumskoffers. Foto: (c) Donato Morelli
Der BELZ-Stand auf dem Markt der Möglichkeiten: (v.l.n.r) Donato Morelli, Resul Karaca, Marie Weyrich, Prof. Sabine Schmitz. Foto: (c) Selay Karaca

„Unsere EU: gemeinsame Werte – gemeinsame Zukunft“. So lautete das diesjährige Motto der 9. Jahrestagung für Europaschulen am 19.11.2018 im Landtag Nordrhein-Westfalen, welche deutlich im Zeichen der europapolitischen Bildungsarbeit stand und bei welcher die neuen Europaschulen in Nordrhein-Westfalen zertifiziert wurden. Das Partnerland in diesem Jahr war Belgien, weshalb auch das BELZ an der Tagung teilnahm und eines der sechs Foren für interessierte Lehrkräfte anbieten durfte.

„Belgien im Gepäck – Museums- und Themenkoffer für den Französisch- und Geschichtsunterricht in Sek I und II“, so hieß das Forum des BELZ, knüpft inhaltlich an das bereits am Belgientag 2018 vorgestellte Museumskofferprojekt an. Prof. Sabine Schmitz und Marie Weyrich stellten zunächst die Theorie des Museumskoffers vor, wobei auch didaktische Aspekte der Konzeption dieses Koffers genannt wurden. Im Anschluss konnten die ForumsteilnehmerInnen selbst in Gruppenarbeit einen Museums- bzw. Themenkoffer planen, wobei sie sich für ein spezielles Thema, beispielsweise für die Roten Teufel oder die Mehrsprachigkeit, entscheiden mussten.

Nach den Foren fand in der Wandelhalle des Landtags der Markt der Möglichkeiten statt, wo sich die neuen Europaschulen sowie einige europapolitische Organisationen vorstellten. Auch das BELZ hatte dort seinen Stand, wo es sowohl über derzeitige und zukünftige Projekte als auch über Belgien selbst informierte. Der Stand wirkte bei SchülerInnen, LehrerInnen und PolitikerInnen lebhaftes Interesse. Um 14.20 Uhr fand schließlich die Zertifizierung der Europaschulen statt.

Das BELZ dankt dem Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales und dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen für die Einladung zur Jahrestagung sowie den TeilnehmerInnen des Forums „Belgien im Gepäck“ für ihre rege Teilnahme.

Hier geht es zur Bildergalerie.

 

Meine „Cours de vacances“ an der Université Libre de Bruxelles im Sommer 2018

Foto: (c) Vanessa Kaden

Von Mitte Juli bis Anfang August 2018 nahm ich drei Wochen lang an den „Cours de vacances de perfectionnement en langue et littérature françaises“ an der Université Libre de Bruxelles teil, die jedes Jahr im Sommer angeboten werden. Für meinen Sprachaufenthalt erhielt ich ein Stipendium der Wallonie-Bruxelles-International, auf die ich über das Belgienzentrum der Universität Paderborn aufmerksam geworden war.

Die „Cours de vacances“ waren sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet. Sie bestanden aus Literatur- und Grammatikkursen sowie aus Kursen zur Verbesserung der Sprech- und Schreibkompetenz und Vorlesungen zu verschiedenen belgienspezifischen Themen. Vor Kursbeginn mussten die aus 44 verschiedenen Nationen stammenden Kursteilnehmer_innen einen Einstufungstest absolvieren und wurden anschließend in verschiedene Gruppen eingeteilt. Dank der geringen Gruppengröße war die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm und man wurde individuell gefördert. Es wurden täglich vier bis sechs Stunden Unterricht erteilt.

Untergebracht waren wir in einem sehr schönen Studentenwohnheim mit Einzelzimmern und Gemeinschaftsküche. Bis zu den Unterrichtsräumen waren es nur fünf Minuten Fußweg. Brüssels Innenstadt war mit Bus und Tram ebenfalls in nur wenigen Minuten erreichbar.

Neben dem regulären Unterricht fand ein interkultureller Abend zum gegenseitigen Kennenlernen statt, der mit viel Liebe zum Detail organisiert war. Darüber hinaus wurden drei lohnenswerte Tagesausflüge nach Brügge, Gent und Bouillon und außerdem eine Besichtigung des Parlaments sowie des Musée Horta, das seine Besucher_innen für Brüssels zahlreiche Gebäude im Jugendstil sensibilisiert, angeboten.

Am 21. Juli, dem belgischen Nationalfeiertag, hatten wir frei und konnten an den Feierlichkeiten in der Innenstadt teilnehmen. Diese reichten von abwechslungsreichen Veranstaltungen über zahlreiche Stände bis hin zu einer eindrucksvollen Militärparade.

Besonders gut gefallen haben mir die „Marolles“, Brüssels volkstümliches, buntes Trödelviertel, in dem man zahlreiche kleine Restaurants findet. So auch das „Restobières“, dessen Gerichte allesamt mit belgischem Bier zubereitet sind. Ein Muss für all diejenigen, die das plat pays über Schokolade, Fritten und Waffeln hinaus kulinarisch entdecken möchten.

Wem die belgische Hauptstadt trotz seiner zahlreichen Parks nicht grün genug ist, dem sei ein Tagesausflug zu der nur wenige Kilometer entfernten Fondation Folon empfohlen: Dieses Museum befindet sich inmitten eines großflächigen Waldes umgeben von idyllischen Teichen, wo man Frösche und Libellen beobachten kann.

Alles in allem kann ich die „Cours de vacances“ wärmstens weiterempfehlen. 

Vanessa Kaden
 

 

Die Vertretung von Ostbelgien, Wallonie-Brüssel und der Wallonie in Berlin feiert ihr 10-jähriges Bestehen

Prof. Christoph Ehland, Frau Ackermann und Prof. Sabine Schmitz (v.l.n.r.) beim Empfang anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Vertretung Ostbelgiens, der Föderation Wallonie-Brüssel und der Wallonie in Berlin, Foto: (c) Frank-Michael Arndt

In Berlin hat Botschaftsrat Alexander Homann am 18.10.2018 zur Feier des zehnjährigen Bestehens der diplomatischen Vertretung von Ostbelgien, der Förderation Wallonie-Brüssel und der Wallonie in Deutschland ins Rote Rathaus geladen. Prof. Christoph Ehland und Prof. Sabine Schmitz vom BELZ nahmen an den Feierlichkeiten teil. Im Namen des BELZ gratulierten sie der Vertretung von Ostbelgien, der Förderation Wallonie-Brüssel und der Wallonie herzlich zu dem runden Geburtstag und wünschen ihr weitere erfolgreiche Jahre im Zeichen der deutsch-belgischen Freundschaft.

 

Besuch im Königlichen Museum Mariemont

Inhalt der Koffer über den Ersten Weltkrieg, (c) Marie Weyrich
Wie ein überdimensionaler Nähkasten: der Museumskoffer zum Zweiten Weltkrieg, (c) Marie Weyrich
Museumskoffer entstanden im Rahmen des Museumskofferprojekts. Gestaltung : Laura Herbert / Çağla Gürcan. Thema : J´avais 20 ans en 1945, à Soest, (c) Marie Weyrich

Am 7. März 2018 war das BELZ auf der Suche nach Museumskofferbeispielen im Musée Royale de Mariemont in der belgischen Provinz Hennegau. Ziel des Besuchs war die Vorbereitung des Museumskofferprojekts, welches erfolgreich im Sommersemester 2018 begonnen hat. Aline Peremans von der pädagogischen Abteilung des Museums zeigte Marie Weyrich zwei sog. pädagogische Koffer, die in Mariemont auf Anfrage ausgeliehen werden können. Die besichtigten Koffer hatten den Ersten Weltkrieg (zwei kleine Koffer) und den Zweiten Weltkrieg (Riesenkoffer) zum Gegenstand. Auf diese Weise konnte das BELZ sich über die Erfahrungen des Museums mit Museumskoffern informieren. Marie Weyrich erhielt interessante Tipps zur Struktur und zu Inhalten dieser Koffer, die sie in die Planung des Projekts einbrachte und im Unterricht gewinnbringend weitergab.

Mariemont ist übrigens ein Besuch wert. Auch online! http://www.musee-mariemont.be/index.php?id=1019



Welkom terug in Leuven! Mein zweiter Niederländischkurs in Löwen

Der Blumenteppich auf der Grand-Place in Brüssel, (c) Donato Morelli

Letztes Jahr war ich für vier Wochen im Rahmen eines Sommerkurses in Löwen, um die niederländische Sprache zu lernen, wobei ich seitdem auch unser Nachbarland Belgien mit einem erweiterten Blick sehe, dank der wertvollen Erfahrungen während jenen Monats. Dieses Erlebnis wollte ich direkt nach Abschließen des Sommerkurses wiederholen, so dass ich auch dieses Jahr vom 30.07.2018 bis zum 24.08.2018 am diesjährigen Niederländisch-Sommerkurs des ILT der KU Leuven teilnahm.

Wie letztes Jahr schlüpfte ich in die Rolle des Schülers, denn von Montag bis Donnerstag hatte ich von 9 bis 16 (bzw. 13) Uhr Unterricht und es gab stets Hausaufgaben, die erledigt werden mussten, sowie die wöchentlichen Tests, die Wortschatz und Grammatik abprüften. Allerdings kann ich auch nach dem zweiten Sommerkurs betonen, dass die Lehre am ILT hervorragend ist. All die verschiedenen Sprachkompetenzen (z.B. Sprechen, Schreiben, Hören usw.) wurden gleichermaßen berücksichtigt und der Lernerfolg war natürlich dank einer motivierten Dozentin und des guten Klassenklimas sichtbar.

Dieses Jahr hatten sich über 300 Teilnehmende von ingesamt 68 Nationalitäten für den Kurs angemeldet. Bei der Abschlussrede während der Zertifikatsvergabe am 24.08. wurde kommentiert, dass das Niederländische zwar auf dem ersten Blick eine "kleine Sprache" im Vergleich zu den "großen" Weltsprachen sei, doch die Teilnehmenden hätten dieses Jahr genau das Gegenteil bewiesen. Während des Kurses kam ich mit Klassenkameraden unterschiedlichster Nationalitäten und Altersgruppen ins Gespräch und bekam noch weitere Einblicke, besonders was Europa und die Weltpolitik betrifft, was in Diskussionen im Unterricht oder auf dem Pausenhof, natuurlijk in het Nederlands, deutlich wurde.

Desweiteren kann ich betonen, dass sich der Sommerkurs das Attribut "Sommer" redlich verdient hat, denn tatsächlich wurden wir die meiste Zeit über mit fabelhaftem Sommerwetter verwöhnt, was für Exkursionen und Freizeitaktivitäten, die das ILT darüber hinaus organisierte, ideal war. Ein Highlight war die Exkursion nach Brüssel am 17.08., während der ich mit meiner Klasse nicht nur das föderale Parlament, das Museum des Königlichen Palasts und das Kanaal, Museum für moderne Kunst besichtigte, sondern auch die einmalige Möglichkeit hatte, den Blumenteppich auf der Grand-Place hautnah mitzuerleben, ein Event, dass alle zwei Jahre stattfindet und Menschen aus aller Welt verzaubert und begeistert.

Nach erfolgreichem Abschließen des zweiten Kurses bin ich fest entschlossen, nächstes Jahr den Kurs auf der letzten Niveaustufe zu abslovieren. Falls Sie ebenfalls Interesse bzgl. des Sommerkurses am ILT haben, können Sie auf der Homepage des Sprachinstituts mehr erfahren: http://ilt.kuleuven.be/

Veel plezier bij het leren van het Nederlands!
Donato Morelli



Mitten im Geschehen!

Marie Weyrich und der Chein jaune, (c) Marie Weyrich
Titwane beim Signieren, (c) Marie Weyrich
Ausstellungsmaterial, (c) Marie Weyrich

Concarneau, Quai de l´Aiguillon. Ein Mord, ein gelber Hund. Le chien jaune, Titel des bekannten Romans von Simenon, ist auch der Name des Krimi-Festivals, das jährlich in Concarneau stattfindet. Quai de l´Aiguillon, versteht sich!  Auch in diesem Jahr konnten die Besucher mit zahlreichen Autoren ins Gespräch kommen und bei dieser Gelegenheit Bücher signieren lassen. Der Comic war mit Autoren wie Luc Monnerais, Emmanuel Beaudry und Titwane, der das diesjährige Festivalplakat gezeichnet hat, sehr gut vertreten.

Die Teilnahme an dem Festival bot einen mysteriöser Besuch voller Spannung und Geheimnisse... Nicht nur für das BELZ, sondern auch für Kinder, die einen Mord anhand von versteckten Hinweisen aufklären konnten. Und das alles unter der Aufsicht des gelben Hundes, der stolz den Eingang des Krimihappenings bewachte. Le Festival du Polar de Concarneau fand vom 20. Juli bis zum 22. Juli 2018 statt. Wir waren dabei!

Marie Weyrich



Das BELZ erklärt unseren Nachbarn im Westen

Marie Weyrich erstellt eine Mindmap zum Comic, (c) Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH
Im Vordergrund: der belgische Comickoffer (Valise BD, Belgische stripkoffer), (c) Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH
Assoziationen der Teilnehmenden zu Belgien, (c) Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH

Im Rahmen des europapolitischen Seminars "Unser Nachbar im Westen: Belgien", das vom 09.04.2018 bis zum 13.04.2018 von der Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH organisiert wurde und im Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter stattfand, gaben Prof. Sabine Schmitz, Marie Weyrich und Donato Morelli in den ersten beiden Tagen des Seminars verschiedene Workshops. Diese umfassen die Erinnerungsorte Belgiens (Schmitz / Morelli), den Islam in Belgien (Schmitz) und den belgischen Comic (Weyrich). Sowohl bei den Lehrenden als auch bei den Teilnehmenden stießen die Workshops auf eine positive Resonanz.

Hier finden Sie das vollständige Programm des Seminars: "Unser Nachbar im Westen: Belgien. Europapolitisches Seminar" (PDF)

 

 

Tomographische Untersuchungen von Rektifikationskolonnen in Liège

Ein Forschungsschwerpunkt am Lehrstuhl für Fluidverfahrenstechnik von Prof. Kenig ist die Untersuchung von Apparaten, die in der Prozessindustrie eingesetzt werden, um einzelne Stoffe aus Gemischen abzutrennen. Ein dazu häufig verwendeter Apparat ist die Rektifikationskolonne, in der eine Flüssigkeit und ein Dampf aneinander vorbeiströmen und die einzelnen Komponenten aufgrund ihrer unterschiedlichen Siedetemperaturen sich in einem der beiden Ströme anreichern. Um einen möglichst effizienten Kontakt der beiden Phasen zu gewährleisten, werden die Ströme durch besondere Einbauten, sog. strukturierte Packungen, geleitet. Die Leistung einer Rektifikationskolonne ist stark von der Strömung der Flüssigkeit innerhalb dieser Packung abhängig. Die Strömung kann jedoch nur sehr schwer experimentell untersucht werden, da sie von Messsensoren beeinflusst wird.

Eine Kooperation mit Prof. Dominique Toye an der Université de Liège ermöglicht es uns den dort befindlichen Röntgentomograph zur Untersuchung von Rektifikationskolonnen zu nutzen. Im Gegensatz zu konventionellen Messmethoden stellt die Röntgentomographie ein nichtinvasives Analyseverfahren zur Identifizierung des Strömungsverhaltens der Flüssigkeit im Inneren von Rektifikationskolonnen dar. Anhand von Querschnittsbilder können typische Strömungsmuster in Packungen abgebildet werden, wie beispielweise in Abbildung 1 zu sehen.

 

In der Zusammenarbeit zwischen dem Lehrstuhl für Fluidverfahrenstechnik (Paderborn) und dem Team von Prof. Toye (Liège) wurde untersucht, wie sich verschiedene Einflussgrößen, z. B. die Viskosität der Flüssigkeit, auf die Strömung auswirken [1]. Auch in einem derzeit aktuellen DFG-Projekt wird der Tomograph wieder für die Forschung an Rektifikationskolonnen genutzt. Es wird untersucht, wie sich die Strömungen verändern, wenn die Viskosität der Flüssigkeit signifikant erhöht wird. Um eine bessere Vergleichbarkeit mit für die Prozessindustrie relevanten Stoffgemischen zu gewährleisten, wird außerdem die Oberflächenspannung der Flüssigkeit durch die Zugabe von Tensiden deutlich abgesenkt.

Quelle:

[1] Janzen, A., Steube, J., Aferka, S., Kenig, E. Y., Crine, M., Marchot, P., Toye, D., Chemical Engineering Science (2013) 102, 451–460.


IODA project collaboration between the Paderborn University and the Von Karman Institute for Fluid Dynamics

IODA (Industrial Optimal Design using Adjoint CFD) is Marie Sklodowska-Curie Innovative Training Network funded by European Commission from January 2015 to December 2018, under Grant Agreement No. 642959. Within this network, 15 PhD students ('Early Stage Researchers') are working at universities, research institutes and industries, and collaborating with each other to develop new methods mostly in the area of aerodynamic shape optimization of industrial components. One of such collaborations is between the Paderborn University and the Von Karman Institute for Fluid Dynamics (VKI) in Sint-Genesius-Rode, Belgium.

VKI develops the in-house Computer Aided Design (CAD) tool named 'CADO' that is used to design and manipulate the geometry of turbomachinery components. To incorporate CADO into optimization workflows using the derivative-based methods, one requires the calculation of geometrical derivatives. To retrieve this information, a technique named automatic differentiation (AD) has been applied to the CADO source code. In particular, the AD software tool being used by VKI's researchers to differentiate the CADO sources is called ADOL-C (Automatic Differentiation by OverLoading in C++) and it has been developed in the group of Prof. Dr. Andrea Walther.

In January 2018, Mladen Banovic visited VKI for two weeks to investigate possibilities of improving the differentiated code efficiency using the advanced ADOL-C capabilities. To achieve that, the original CADO code structure has to be modified and this is an ongoing process continued at the Paderborn University. Finally, the results will be described in a form of a conference paper.

Mladen Banovic (PhD student), Prof. Dr. Andrea Walther

 

Prof. Dr. Sabine Schmitz zu Gast in Louvain-la-Neuve: Veranstaltungen an der UCL im Dezember 2017

 

Im Dezember vergangenen Jahres wurde Prof. Sabine Schmitz an die Université catholique de Louvain (UCL) in Louvain-la-Neuve (Belgien) eingeladen, um dort in Zusammenarbeit mit verschiedenen Instituten der Partneruniversität die zwei folgenden Veranstaltungen anzubieten:

Am 05.12.2017 fand der Workshop (atelier) mit dem Titel "Le théâtre comme machinerie émotionnelle. La mise en scène du Sabinus (1695) par François Passerat sur la base de l'édition bruxelloise de Georges de Backer" statt, welcher auch durch Ralph Dekoninck von der GEMCA (Group for Early Modern Cultural Analysis) ermöglicht wurde.

Am 07.12.2017 hielt Prof. Sabine Schmitz einen Vortrag zu dem Thema "Des identités musulmanes dans la littérature contemporaine en Belgique et en France: des narrations explicites", welcher in Zusammenarbeit mit CISMOC (Centre interdisciplinaire d'études de l'Islam dans le monde contemporain) und LaRHis (Laboratoire de recherches historiques) an der UCL angeboten wurde.

Ferner traf sich Prof. Sabine Schmitz unter der Leitung von Dr. Geneviève Warland mit Vertretern der Praktikumsbörse der Université catholique de Louvain und der deutschen Botschaft in Belgien, um über den Austausch von Praktikanten, die Einwerbung von Praktikumsplätzen und weitere Kooperationen des Belgienzentrums zu sprechen.

Weitere Informationen können Sie den Veranstaltungsplakaten (siehe oben) entnehmen.

 

 

Allez, venez à Bruxelles, une fois! Ein Erfahrungsbericht über die „Cours de vacances“ der Université Libre de Bruxelles

v.r. Kirsten Behr und zwei Teilnehmerinnen des Cours de vacances vor der ULB, (c) Kirsten Behr

Wer nach Brüssel geht, wird drei Dinge schnell zu schätzen wissen: Seinen Regenschirm, knusprige Fritten und ausdauernde Gastfreundschaft.

Drei Wochen habe ich in diesem Sommer in der belgischen Hauptstadt verbracht: An einem Sprach- und Literaturkurs für ausländische Studierende teilgenommen, Land und Leute vor Ort studiert, mein Französisch kräftig aufpoliert. Die Université Libre de Bruxelles bietet seit vielen Jahren einen „Cours de vacances de perfectionnement en langue et littérature françaises“ an. Als eine von 80 Teilnehmern aus insgesamt 27 Nationen zog es im Juli 2017 auch mich an die ULB, um Einblick in die belgische Kultur und Literatur zu gewinnen. Unterstützt wurde mein Aufenthalt von der „Wallonie-Bruxelles-International“, die auf der ganzen Welt Stipendien an belgieninteressierte Studierende vergibt. Aufmerksam geworden bin ich auf Kurs und Stipendium über das Belgienzentrum der Universität Paderborn.

Mein belgisches Interesse konnte bei den „Cours de Vacances“ auf drei Ebenen ausgelebt werden: Neben der kulturellen und kulinarischen Entdeckung der Stadt und des Landes spielte das Kennenlernen belgischer und Brüsseler Spracheigenheiten des Französischen eine große Rolle. Das erste Wort, das wir nicht nur erlernen, sondern auch erleben durften, war der drache, mit dem der frankophone Belgier den typischen, andauernden und fadenziehenden Regen seines Landes beschreibt. Einen Regenschirm dabei zu haben – das ist in Brüssel Pflicht. Gut, dass die Regenzeiten zumeist am Vormittag und Nachmittag waren, wenn wir ohnehin im Unterricht saßen. Aufgeteilt wurden wir nach einem schriftlichen und einem mündlichen Test in drei Kenntnisstufen. Ich habe an der Perfectionnement 3 Gruppe teilnehmen dürfen. Für uns stand nur wenig grammatikalischer brols, sondern viel mündliche Sprachpraxis, kreatives Schreiben sowie Literatur- und Kulturgeschichte auf dem Programm. So haben wir Debatten, Moderationen und Vorträge geübt, spannende Kriminalgeschichten im wohl belgischsten Viertel Brüssels – den Marolles – geschrieben, Texte berühmter belgischer Literaten gelesen und uns mit der belgischen Chanson-Tradition, der Erzählweise der Bande Dessinée und der Interkulturalität des Landes auseinandergesetzt. Eh bien, ça c’était tof!

Daneben galt es natürlich, Brüssel kulinarisch zu erleben und sich in den Wettstreit um die besten baraques à frites der Stadt zu stürzen. (Die sich übrigens gar nicht weit von der Universität am Place Flagey oder hinter der Bourse verbergen.) Da wir in den kot der Studentenwohnheime untergebracht waren, hatten wir aber auch die Möglichkeit vor Ort zu kochen. Die Einzelzimmer mit eigenem Bad boten für die drei Wochen einen absolut ausreichenden Komfort.

Nach dem Unterricht und an den wéék-ends stand die Erkundung der Stadt im Vordergrund. Ein besonderes Erlebnis war der belgische Nationalfeiertag am 21. Juli, der vor allem in Brüssel groß gefeiert wird. Konzerte, Straßenkünstler und eine Militärparade prägten das Stadtbild. Nicht nur hier galt die Maßgabe: Sobald wir einen Brüsseler in ein Gespräch verwickelt hatten, verwickelte seine oder ihre Gastfreundschaft uns – au vogelpijk – in einen langen Abend, an dem bereitwillig nicht nur eine pintje ausgegeben wurde. Und das waren sicher die lehrreichsten und spannendsten Momente des Aufenthalts!

Deshalb bleibt mir nur eines hinzuzufügen: „Allez, venez à Bruxelles, une fois!“, wie die Belgier sagen würden, um sich über ihre eigenen sprachlichen Besonderheiten zu amüsieren. Informationen zur ULB und den „Cours de vacances“ finden sich auf: Stipendien und Sprachkurse wird außerdem regelmäßig auf den Seiten des BELZ informiert!

Kirsten Behr

 

 

Spreek je al Nederlands? Ein Erfahrungsbericht über einen Niederländischkurs in Flandern

Universitätsbibliothek von Löwen, (c) Donato Morelli, 2017

Belgien hat drei Landessprachen, von denen eine das Niederländische ist, welches in Flandern und neben dem Französischen in der Hauptstadt Brüssel gesprochen wird. In meinen bisherigen Tätigkeiten, die sich mit der Kultur und Literatur unseren Nachbarlandes befassen, gebrauchte ich bisher nur das Französische. Doch kann ich behaupten, Belgien zu kennen, wenn ich das Niederländische nicht beherrsche? Während des Sommersemesters fasste ich einen Entschluss und meldete mich für einen Niederländischintensivkurs an, der vom 28.07.2017 bis zum 25.08.2017 am Sprachinstitut (Institut voor levende talen) der KU Leuven stattfand.

Ich wohnte für vier Wochen in der Innenstadt von Löwen und hatte montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr Unterricht. Die anderen TeilnehmerInnen des Kurses kamen aus unterschiedlichen Ländern, doch in der Klasse sprachen wir einzig und allein Niederländisch. Die Tatsache, dass wir regelmäßig Hausaufgaben aufbekamen, jeden Donnerstag einen Test schrieben und am Ende des Kurses an einer Prüfung (schriftlich und mündlich) teilnehmen mussten, ließ mich in die Rolle eines Schülers zurückversetzen. Allerdings war der Unterricht mit solch einer Vielseitigkeit organisiert, dass alle verschiedenen Sprachfertigkeiten (Lesen, Schreiben, Sprechen, Hören) gleichermaßen ausgebildet wurden. Ein positives Klassenklima sowie motivierte und kompetente Dozenten trugen dazu bei, dass das Erlernen der Sprache zu einer schönen Erfahrung werden konnte.

Allerdings lernten wir nicht nur im Klassenraum. Das Sprachinstitut legte ebenfalls Wert darauf, dass wir die Kultur Flanderns kennenlernten. Darum wurden u.a. Workshops (z.B. zu flämischen Volkstänzen), eine Führung durch Löwen oder eine Exkursion nach Mecheln (Provinz Antwerpen) inklusive Bootstour angeboten. Somit konnten wir mit dem Niederländisch, das wir nach und nach erlernt haben, auch nach und nach die Vielseitigkeit dieser Region entdecken und die Freundlichkeit ihrer Menschen kennenlernen.

Als ich am Ende mein Zertifikat in den Händen hielt, war ich traurig, dass die vier Wochen so schnell vergangen waren, aber ich blickte und blicke sogar heute noch auf ein wundervolles Erlebnis zurück, das ich im nächsten Jahr gern wiederholen möchte.

Falls Sie in Erwägung ziehen, in den Semesterferien Niederländisch zu lernen, kann ich Ihnen die Kurse des Sprachinstituts der KU Leuven dringend weiterempfehlen. Auf der Homepage wird stets über neue Angebote informiert. Es lohnt sich!

Hier finden Sie den Link zum Sprachinstitut: http://ilt.kuleuven.be/

 

Veel plezier met het leren van het Nederlands!
Donato Morelli

Die Universität der Informationsgesellschaft