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Foto: (C) Donato Morelli

BELZ on tour


„Gelobt und geprobt“ – Testeinsatz des BelgienNet in der Europaschule ASPE

Testen der Bausteine im Unterricht. Foto: (c) Resul Karaca
Gruppenfoto in der Europaschule ASPE, mit Resul Karaca (l.) und Yonathan Seban (r.). Foto: (c) Resul Karaca
Beispiel eines Museumskoffers. Foto: (c) Resul Karaca

Seit Anfang 2019 arbeitet das Belgienzentrum an der interaktiven Plattform Belgien.net, die neben allgemeinen Informationen zu Belgien auch didaktische Inhalte für LehrerInnen und SchülerInnen zur Verfügung stellen wird. Weil Belgien im Hinblick auf das Abitur ab 2020 Gegenstand für den Oberstufenunterricht im Fach Französisch sein wird, erarbeitete das BelgienNet-Team Bausteine über die belgische Geschichte, Kultur, Musik und Jugend. Um diese Materialien in einer Französischklasse zu erproben, besuchten die beiden Mitglieder des BelgienNet-Teams Resul Karaca und Yonathan Seban die Französischgrundkurse der Einführungs- und Qualifizierungsphase in der Europaschule ASPE in Bad Salzuflen.

In zwei Doppelstunden kamen Teile der Bausteine „Diables Rouges“ und „Islam en Belgique“ zum Einsatz. Die anschließende Feedback-Runde erwies sich durch die kritische Rückmeldung der beteiligten SchülerInnen sowie der LehrerInnen als äußerst hilfreich, um die didaktischen Materialien kurz vor ihrer baldigen Zurverfügungstellung auf der Plattform Belgien.net zu überarbeiten. Durch diesen Austausch und die Probe der Bausteine im Unterricht werden die didaktischen Bausteine noch eine letzte wichtige Optimalisierung vor ihrem Einsatz in der schulischen Praxis erfahren, betonte Resul Karaca.

Der anregende Besuch endete mit einem Gruppenfoto vor der Ausstellung #Spirou4Rights-Spirou erklärt die Menschrechte, die das Belgienzentrum an die Gesamtschule ASPE für Ihre Europa-Themenwoche ausgeliehen hatte. Am 19. August 2019 wird das BelgienNet freigeschaltet.

Resul Karaca

 

Studierende erforschen die vielfältige Erinnerungskultur Belgiens in Antwerpen, Brüssel, Charleroi und Tervuren

Die Exkursionsgruppe beim Besuch des Parlaments der französischen Gemeinschaft Belgiens. Foto: (c) Tim Sienert
Das Atomium in Brüssel. Foto: (c) Tim Sienert

Im Rahmen des Masterseminars „Lieux de memoire en Belgique“ fand in der Lesewoche vom 11. bis zum 13.06.2019 eine Exkursion nach Belgien statt. Nach einer spannenden alternativen Stadtführung mit zwei sehr engagierten Brüsseler Greeter trafen wir uns zu einer anspruchsvollen einführenden Diskussion mit den Historikern Prof. Nathalie Tousignant und Prof. Eric Bousmar in der Université Saint-Louis, Brüssel. Ihre Sicht auf das Thema hat uns viele neue Aspekte eröffnet. Im Anschluss haben die Studierenden in Kleingruppen verschiedene Erinnerungsorte in Belgien erkundet. In Antwerpen standen unter Leitung von Yves Huybrechts, Mitarbeiter im BELZ, die Börse und der Hafen auf dem Plan, in Charleroi galt das Interesse dem Bergbaumuseum von Bois du Cazier, in Tervuren wurde das neue AFRICAmuseum, ehemals Musée Royal de l'Afrique Centrale, besichtigt und in Brüssel das Atomium erkundet. Vor Ort trafen sich die Studierenden jeweils mit Interviewpartnern und Experten, um mit ihnen zu diskutieren, ob es sich bei den besuchten Orten um Erinnerungsorte in Belgien handelt. Abschließend wurden wir noch von Parlamentspräsident Philippe Courard persönlich im Parlement de la Communauté française de Belgique empfangen. Er stand für einen sehr interessanten Einblick über das aktuelle Belgien, seine politische und gesellschaftliche Verfasstheit sowie die aktuelle Entwicklung der Wallonie zur Verfügung. Neben diesen eng getakteten Aktivitäten fanden wir aber dann zu späterer Stunde stets dennoch Zeit, auch das kulinarische Belgien noch zu erkunden.

Es war eine spannende Exkursion mit sehr engagierten Studierenden, die ihre Interviewpartner mit fachlicher und sprachlicher Kompetenz sehr beeindruckt und ob ihres Engagements begeistert haben.

Das Ziel der Exkursion war es, das Konzept der Erinnerungsorte kritisch zu beleuchten und in kurzen Videos, die dann ab August auf der neuen Internetplattform www.belgien.net zu sehen sein werden, darzustellen. Im Ergebnis führte die Feldforschung zu einem vertieften Verständnis der besonderen staatlichen Verfasstheit aber auch des Kulturreichtums des Königreichs Belgien.

Wir danken dem Institut für Romanistik, der Fakultät für Kulturwissenschaft und dem International Office sehr herzlich für die großartige Unterstützung, ohne die diese Exkursion nicht möglich gewesen wäre.

Hier geht es zur Bildergalerie mit weiteren Impressionen von der Exkursion.

 

Workshop "Narrations sur le fait religieux dans la bande dessinée francophone" am 21.05.2019 an der Université Saint-Louis in Brüssel

Teilnehmende des Workshops an der Université Saint-Louis, darunter (v.l.n.r.) Prof. Dominique Avon, Marie Weyrich, Prof. Eric Bousmar, Prof. Sabine Schmitz, Prof. Fabrice Preyart, Resul Karaca. Foto: (c) BELZ

Auf Initiative von Prof. Dominique Avon (EPHE, Sorbonne), Prof. Eric Bousmar (Université Saint-Louis, Brüssel) sowie Prof. Sabine Schmitz (Universität Paderborn) und in Zusammenarbeit mit Prof. Fabrice Preyart (Université Libre de Bruxelles) fand am 21. Mai 2019 ein erster Workshop zum Thema „Narrations sur le fait religieux dans la bande dessinée francophone“ statt. Ziel war es, mit weiteren Kollegen der Université Saint-Louis sowie mit den Doktoranden Hajar Oulab ben Taïb und Nissaf Sghaïer (Université Saint-Louis) sowie Resul Karaca und Marie Weyrich (Universität Paderborn), ein Textkorpus zu erarbeiten, auf dessen Grundlage die Erzählungen der drei abrahamitischen Religionen bzw. ein kritischer Diskurs über den fait religieux im Comic analysiert werden kann. Neben der Erstellung dieser Textgrundlage wurde zudem diskutiert und festgelegt, welche Inhalte der im Forschungskontext relevanten Fragestellungen für didaktische Einheiten in Schule und Hochschule wichtig sein können. Abschließend wurde ein Workshop im Studienjahr 2019/2020 geplant, in dessen Rahmen Studierende der Université Saint-Louis und der Universität Paderborn gemeinsam an drei ausgewählten Comics über Narrationen des Religiösen unter Anleitung der Forschergruppe arbeiten und diskutieren werden.

 

Belgien im Gepäck! - Das Museumskofferprojekt des BELZ kommt in die Schule

Hendrik Peeters (BELZ, links) und Französischlehrerin Michaela Gelke (ASPE, rechts) mit den SchülerInnen des Französisch-GK. Foto: (c) Marie Weyrich

Das Museumskofferprojekt, das im Sommersemester 2019 an der Uni Paderborn umgesetzt und federführend vom Belgienzentrum (BELZ) organisiert wurde, wird einer immer größeren Öffentlichkeit bekannt und zugänglich gemacht. Am 09.05.19 waren Marie Weyrich und Hendrik Peeters vom Belgienzentrum in Bad Salzuflen an der ASPE Schule, um mit Schülern eines Französischgrundkurses der Q-Phase eine Einführung in das Thema "Museumskoffer" zu erarbeiten. Nach einem kurzen theoretischen Input wurden den Schülern die Möglichkeit gegeben, erste praktische Erfahrungen anhand eines konkreten Museumskofferbeispiels zu sammeln. Die Schüler werden nun mit Unterstützung ihrer Lehrerin Michaela Gelke und mit Hilfe des vom BELZ-Team mitgebrachten Readers Museumskoffer zu verschiedenen belgischen Themen realisieren und diese als Grundlage für eine mündliche Prüfung verwenden. Auf die Endergebnisse sind wir vom BELZ sehr gespannt.

 

100 Jahre Ostbelgien - Festakt im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Prof. Sabine Schmitz (1. v. l.) beim Festakt im Parlament. Foto: (c) Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens/Serge Heinen
Ehrengast beim Festakt war S.M. König Philippe von Belgien (Mitte). Foto: (c) Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens/Serge Heinen

Der belgische König Philippe ist Ehrengast des Festakts „100 JAHRE OSTBELGIEN (1920-2020) – das Belgienzentrum der Universität Paderborn war als aktiver Teilnehmer ebenfalls eingeladen.

Zum Jahrestag des Beginns der Pariser Friedenskonferenz, an deren Ende das heutige Ostbelgien dem Königreich Belgien zugeschlagen worden ist, fand im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG), ein Festakt statt, dessen Ehrengast König Philippe war. Zudem war hochrangige Politprominenz aus Belgien, Luxemburg, Deutschland etc. anwesend. Dem Belgienzentrum (BELZ) der Universität Paderborn wurde in Person von Frau Prof. Sabine Schmitz die große Ehre zu teil, neben drei belgischen Historikern eingeladen zu sein, um in einem Redebeitrag auf 100 Jahre Geschichte Ostbelgiens zurück zu blicken.

 

 

Die Universität der Informationsgesellschaft