1977 wurden anlässlich der 1200-Jahrfeier Paderborns unter anderem auch zwei Tücher in Braun und Blau hergestellt. Sie zeigen ein Motiv nach einem historischen Kupferstich aus Matthäus Merians Topographia Westphaliae von 1647. Als Teil einer Serie von Souvenirartikeln spiegeln sie den Zeitgeist der 1970er Jahre wider.
Wie pflegte man Kleidung, bevor es Strom, Waschmaschinen und Dampfbügeleisen gab? Im Stadtmuseum Paderborn zeigt ein beeindruckendes Bügeleisen aus Messing, wie mühsam Textilpflege einst war. Statt Kabel und Knöpfen sorgte ein glühender Eisenbolzen – die „Ochsenzunge“ – für die nötige Hitze. Der hölzerne Griff schützte vor Verbrennungen, während das Gewicht von rund vier Kilogramm Stoffe glättete.
Ein schlichtes, weißes Taschentuch aus Leinen, fein bestickt mit den Initialen „SM“ – mehr als ein Alltagsgegenstand, wird es zum Träger persönlicher Geschichte und kollektiver Erinnerung. Das Tuch gehörte Sara Windmüller (1855–1903), einer jüdischen Kaufmannsfrau, die nach ihrer Heirat mit Joseph Rosenstern in Höxter lebte. Gemeinsam betrieben sie ein Geschäft für „Manufactur & Modewaren“.
Ein Bügeleisen für kleine Hände – Spielzeug oder Realität?
Auf den ersten Blick wirkt es wie ein echtes Haushaltsgerät: glänzendes Messing, ein stabiler Holzgriff – und tatsächlich konnte es sogar erhitzt werden! Doch dieses Bügeleisen aus dem 19. Jahrhundert war kein Arbeitswerkzeug, sondern ein Spielzeug. Speziell für Mädchen gefertigt, sollte es sie spielerisch auf ihre spätere Rolle als Hausfrau vorbereiten. Schon im Kindesalter wurde der…
Was macht ein Paar schlichte Halbschuhe museumsreif? Erst durch die Recherche wird klar: Diese schwarzen Lederschuhe gehörten zur Oberstuniform des Schützen Heinrich Nolte und wurden 1995 vom „Bürgerschützenbund 1926“ dem Stadtmuseum Paderborn übergeben. Sie stehen symbolisch für eine lebendige Schützentradition, die in Paderborn fest verwurzelt ist.