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Sa­re Kurt: Mei­ne Au­gen schrei­ben Istan­bul

Sare Kurt: Meine Augen schreiben Istanbul. Ein introspektiv-malerischer Blick zwischen Selbstfindung und kultureller Auseinandersetzung

Die Ausstellung Meine Augen schreiben Istanbul zeigt eine malerische Dokumentation, die während eines temporären Aufenthalts in Istanbul entstanden ist. Im Fokus stehen scheinbar unspektakuläre Alltagsszenen, flüchtige Momente und urbane Ansichten, die sich nachhaltig ins visuelle Gedächtnis eingeschrieben haben. Diese Eindrücke bilden den Ausgangspunkt für eine künstlerische Auseinandersetzung, in der das Beobachten, Erinnern und Reflektieren miteinander verschmelzen.

Die Arbeiten verstehen sich als visuelle Erzählung, in der Istanbul nicht literarisch beschrieben, sondern malerisch „geschrieben“ wird. Der urbane Alltag der Stadt dient dabei als Medium für Introspektion und als Resonanzraum für Emotionen, Wahrnehmungen und persönliche Erfahrungen. Durch den bewussten Blick auf das Profane und Alltägliche wird der Stadtraum zur Projektionsfläche für Fragen nach Identität, kultureller Zugehörigkeit und Selbstverortung.

Die Ausstellung basiert auf einer kunstpraktischen Bachelorarbeit und thematisiert das Spannungsfeld zwischen Herkunft und gelebter Alltagsrealität aus der Perspektive einer in Deutschland aufgewachsenen Künstlerin mit türkischen Wurzeln. Istanbul wird dabei zum Erfahrungsraum, in dem kulturelle Prägungen sichtbar, hinterfragt und neu verhandelt werden. Die malerischen Arbeiten verbinden subjektive Wahrnehmung mit künstlerischem Ausdruck und eröffnen einen vielschichtigen Blick auf Themen wie Heimat, Fremdheit und kulturelle Identität. Ziel ist es, durch introspektive und gestalterische Mittel ein erweitertes Verständnis dieser Begriffe zu entwickeln und den eigenen künstlerischen Prozess zu aktivieren.

 

Vernissage: Samstag, 23. Januar 2026, 17:00 Uhr
Öffnungszeiten: 24.-25. Januar 2026, 14:00 - 17:00 Uhr
Villa [V-Gebäude]
Warburgerstr. 100, 33098 Paderborn