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Collage
Detailaufnahme aus dem Werkstattbereich des Silos.
Kopfschutz-Kopfschmuck Bildinformationen anzeigen

Collage Detailaufnahme aus dem Werkstattbereich des Silos. Kopfschutz-Kopfschmuck

Foto: Lisa Kuntze-Fechner, Julia Schäfer

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SILOGESPRÄCHE

„BESUCH IM ATELIER IM 21. JAHRHUNDERT“ Wintersemester 2020/21

Was bedeutet der Einzug der sogenannten „Digitalen Revolution“ in die Ateliers von Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart? Inwieweit dominiert und homogenisiert der Computer zunehmend den Atelierraum? 

Wie prägt die Digitaltechnik den Atelieralltag und verschiebt dadurch Gewichtungen innerhalb des Ateliers? Ist das Atelier zugleich Unternehmen, Werkstatt, Labor, Archiv und Büro und setzt Künstlerinnen und Künstler dadurch auch unter einen enormen Organisationsdruck?

Diese und weitere Fragen standen zu Beginn des Jahres im Mittelpunkt der Überlegungen zu den Silogesprächen im Sommersemester 2020: 

„ATELIER IM 21. JAHRUNDERT - Offen, Digital, Spezialisiert?“ sollte ein produktiver Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern aus unterschiedlichen Bereichen, Genres und Gattungen, mit internationalen Kuratorinnen und Kuratoren sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über den vielschichtigen Strukturwandel des Ateliers eröffnet werden. Beabsichtigt war, mit dieser Reihe thematisch zugleich an die Silogespräche von 2011/12 „Vier Wände und ein Oberlicht“ anzuknüpfen und strukturelle Entwicklungen von künstlerischer Produktion, Identität und Raum in den Blick zu nehmen. 

Denn unbestritten ist, dass im Zuge von Globalisierung und Digitalisierung die Atelierform eine tiefgreifende Umgestaltung erfahren hat, womit Tendenzen von Spezialisierung und Ausdifferenzierung sowie rigide Exklusionsmechanismen eng verbunden sind, zugleich aber auch Kohärenzen und Konstanzen sichtbar werden.

Und dann kam Corona. Alles stand für lange Zeit sehr still. 

Universitäten, Museen und Galerien waren geschlossen, Kunstmessen wurden abgesagt, Arbeitsplätze im Kunstbetrieb gingen verloren. Die Wirklichkeit sah und sieht für viele Kunstschaffende dramatisch aus; die Zukunft gestaltet sich noch unsicherer. Die Krise hat aber auch zu Solidarität geführt, neue kreative Räume eröffnet und auch ein kritisches Nachdenken über bestehende institutionelle Strukturen und Mechanismen initiiert. Für das Sommersemester 2020 haben wir spontan auf die neue, zugleich immens einschränkende und vielfach existenziell fatale Situation durch Covid-19 reagiert: Künstlerinnen und Künstler der bisherigen Veranstaltungen der Silogespräche wurden gebeten, aktuelle Essays aus ihrem Atelier zu senden, mit dem Ziel, Auswirkungen und Folgen des Shutdowns sichtbar zu machen.

Die Ergebnisse sind einsehbar unter

https://kw.uni-paderborn.de/fach-kunst/kunstkunstgeschichte-und-ihre-didaktik/forschung/silogespraeche-atelier-projekt-sose-20/ und https://www.instagram.com/silogespraeche/). Die Reihe wird fortgesetzt.

Darüber hinaus möchten wir mit der aktuellen Ausgabe der Silogespräche im Wintersemester 20/21 an die Verschaltung von digitalem Strukturwandel und kreativer Produktion ansetzen, dabei vor allem den „Besuch" näher in den Blick nehmen. Auffällig in kunst-, kultur- und medienwissenschaftlichen Abhandlungen über das Künstleratelier ist, dass Aussagen und Beschreibungen vielfach eng an einen „Besuch“ geknüpft sind, zugleich aber unklar ist, welche Kriterien dafür ausschlaggebend sind und methodisch zugrunde gelegt werden. Wie kommt ein Besuch im Atelier überhaupt zustande (Gastfreundschaft, Bekanntschaft, Einladung), was sind die Hintergründe und auf welcher Basis findet er statt (Eröffnung, Interview)? Inwieweit prägt der Atelierbesuch zugleich die Sicht von Autor*innen und lenkt so die Aussagen und damit auch eine Atelierikonografie, die zugleich Eingang in den wissenschaftlichen Diskurs findet? Was bedeutet es gleichzeitig für Künstlerinnen und Künstler, jemanden ins Atelier einzulassen und Einblicke in die oft sehr intimen Produktionsweisen zu gewähren? Wo fängt die Inszenierung an und wann setzt ein voyeuristisches Interesse ein? Und: wer hat es in der Hand, was, wie dargestellt wird?

Gemeinsam mit Künstler*innen und Wissenschaftler*innen wollen uns daher in den aktuellen Silogesprächen mit beiden thematischen Schwerpunkten intensiver beschäftigen und haben Gäste aus unterschiedlichen Disziplinen und künstlerischen Gattungen eingeladen.

 

PROGRAMM 
10.11.2020, 16-18 UhrProf. Dr. Stefanie Bürkle (Berlin)
24.11.2020, 16-18 Uhr  Heiner Thiel (Wiesbaden)
01.12.2020, 18-20 Uhr Johannes Bendzulla (Düsseldorf)
15.12.2020, 18-20 Uhr Christine Moldrickx (Amsterdam)
12.01.2021, 16-18 Uhr Prof. Dr. Knut Ebeling (Berlin)
26.01.2021, 16-18 Uhr Prof. Uschi Huber (Köln)

 

Die Silogespräche finden als digitale Veranstaltungen jeweils dienstags von 16-18 Uhr (Prof. Dr. S. Autsch) und zwei Mal auch dienstags von 18-20 Uhr (Prof. M. Schulze) statt. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage des Faches Kunst.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Sabiene Autsch (Kunst/Kunstgeschichte und ihre Didaktik), s. unter

https://kw.uni-paderborn.de/fach-kunst/kunst/kunstgeschichte-und-ihre-didaktik/

und

Prof. Max Schulze (Malerei), s. unter

https://kw.uni-paderborn.de/fach-kunst/malerei

 

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