Kreuzzüge, Außen­politik und it­ali­en­is­che Fin­an­zi­ers. Die fran­zös­is­chen Könige und das Geld im 13. Jahrhun­dert, Dr. Nils Bock (Uni­versität Mün­ster) (IE­MAN-Vor­trag)

Di., 31.01.2017, 18 Uhr c.t.
Ort: Universität Paderborn, Raum W1.101

Zusammenfassung:

Die kommerzielle Expansion des lateinischen Westens und die Öffnung von Handelsverbindungen sind seit den Kreuzzügen eng mit politischer Projekten verbunden, die einen Meilenstein und eine Umkehr der Kräfteverhältnisse im Mittelmeer zugunsten des lateinischen Westens darstellen. Dies verknüpft den lateinischen Westen umso stärker mit den Waren- und Geldströmen des Mittelmeers und setze Westeuropa den Konjunkturen des Mittelmeers aus. Für die Vorbereitung und Durchführung ihrer Projekte treten Könige und Fürsten in Kontakt mit Finanziers, die bei der Akkumulation, beim Transfer und bei der Verwendung große Geldsummen beraten und unterstützen. Den Fürsten wie den Finanzexperten eröffnen die Manipulation der Gelder zwar Handlungsoptionen, sie beeinflussen aber immer auch die Eigenschaften des Geldes selbst, was die künftigen Handlungsmöglichkeiten einschränkt. Einige Einblicke in dieses Verhältnis sollen anhand von Beispielen aus den Herrschaften der Könige Ludwig IX., Philipp III. und Philipp IV. von Frankreich gegeben werden.