Ak­tuelle (Forschungs-)Pro­jekte

Forschungsprojekt:

„Digitale Elternschaft. Zur Praxis von App-Nutzung in Schwangerschaft und Kleinkinderziehung“

Gemeinsam mit Prof’in Dr. Eva Sänger, Universität zu Köln

Das Projekt wird von der DFG gefördert und startet im Januar 2027, Laufzeit 3 Jahre

Das Projekt untersucht zeitgenössische Praktiken der Herstellung von Familie (,doing familyʻ) unter der Beteiligung von Parenting-Apps im Kontext stratifizierter Reproduktion. Fokussiert werden die alltägliche Nutzung von Apps während der Schwangerschaft, bei der Säuglingsversorgung und Erziehung sowie Prozesse des ,designing inʻ bzw. ,designing outʻ von Nutzer*innengruppen bei der Entwicklung von Parenting-Apps. Das Ziel der Studie ist es, die ermächtigenden und normierenden Effekte sowie selektive Aneignungsweisen von Parenting-Apps aufzuzeigen. Die Studie arbeitet heraus, welche Skripte in das Design der App eingelassen sind und wie mittels der Nutzung von Apps Selbstverhältnisse sowie Eltern-Kind-Beziehungen ermöglicht und reguliert werden. Insbesondere hin­sichtlich Klasse und natio-ethno-kultureller Zugehörigkeit wird nach inkludierenden und ausgrenzenden Dimensionen der App-Nutzung im Kontext vergeschlechtlichter Ungleichheitsverhältnisse gefragt. Das Projekt leistet einen Beitrag zur intersektionalen Erforschung des Digitalen im Alltag im Schnittfeld erziehungswissenschaftlicher Geschlechterforschung, der Soziologie der Schwangerschaft und Elternschaft und der Science and Technology Studies.

Sänger, E., Langer, A., & Carstensen, T. (2024). Die Pflicht, up-to-date zu sein: Adressierungen (werdender) Eltern durch Schwangerschafts- und Erziehungsapps. GENDER - Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, 16(1), 115-132. https://doi.org/10.3224/gender.v16i1.09

Langer, A. & Sänger, E. (2026): Mehr als Ratgeben – Zur Performativität von Parenting-Apps. In: Sauerbrey, U., Menzel, T.-M & Hemmerich, F. (Hrsg.): Digitale Ratgebermedien. Baden-Baden: Ergon, S. 301-314.

 

2024-2029 Leitung des Projekts „Geschlecht als Analysekategorie in universitären Forschungs- und Wissenszusammenhängen“ (GeFoWiss)

Förderung durch das BMBF in der Förderlinie „Geschlechteraspekte im Blick“

Das Projekt dient dazu, systematisch Schnittstellen, Wissen und Wissenstransfer zwischen den Technik-, Ingenieur- und Kulturwissenschaften zu schaffen und Geschlechteraspekte fachbasiert-reflektiert über alle Disziplinen hinweg als selbstverständliche Analysekategorie in Forschung und Entwicklung zu etablieren. Langfristige Ziele sind institutionell fest verankerte, fakultätsübergreifende Maßnahmen, die zur Sensibilisierung, Sichtbarmachung und Vernetzung beitragen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Forschungskoordinationsstelle: Dr. Susanne Richter

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte:

2022-2023 Leitung des Projekts „Gender und Diversity in den Analysen der Data Society“ (GenDDa)
Förderung durch das BMBF in der Förderlinie „Geschlechteraspekte im Blick“
Erstellung eines Strukturaufbaukonzepts zum stärkeren Einbezug der Geschlechterdimension in die Forschung und des Nachfolgeantrags GeFoWiss
Projektmitarbeiterin: Dr. Anike Krämer

2021-2023 Leitung des Projekts „Gelingensbedingungen von Schule auf Distanz. Zusammenhänge von schulischer Disziplin und pädagogischer Beziehungsgestaltung“, gemeinsam mit Dr. Sophia Richter (Goethe-Universität Frankfurt) – Lehrforschungsprojekt: Interviewstudie mit Schüler*innen und Lehrkräften
 

2011-2014 Leitung des Projekts „Ver(un)eindeutigende Praxen. Zum Verhältnis von Geschlecht, Heteronormativität und Vielfältigkeit in schulischer Sexualpädagogik“ – Diskurs- und praxisanalytische Interviewstudie mit pädagogischen Fachkräften und ehrenamtlich in der sexualpädagogischen Jugendarbeit Tätigen (gefördert durch das Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst)

2009-2011 Mitarbeit im Projekt „GanztagsSchulKulturen – ein Feldforschungsprojekt“ (Leitung: Prof. Dr. Barbara Friebertshäuser und Dr. des Sophia Richter) – Ethnographie zur Entwicklung von Schulkultur

2003-2005 Leitung des Projekts „Körperinszenierungen im Jugendalter – jugendliche und pädagogische Perspektiven – eingefangen mittels ethnographischer Feldforschung und dem Medium der Fotografie“ (gemeinsam mit Prof. Dr. Barbara Friebertshäuser) – Ethnographie zu Körperpraktiken im Übergang von Kindheit zu Jugend im Rahmen von Schule und Unterricht aus der Sicht von Heranwachsenden und Lehrkräften (gefördert durch das Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst)

2001-2005 Mitarbeit im Forschungsprojekt „Diskursverstrickung: Erwachsenenbildung und Nationalsozialismus (DIVERS)“ (Leitung: Dr. Daniel Wrana am Institut für Erwachsenenbildung der Universität Gießen) – Diskursanalyse zur Konstitution des Feldes der Erwachsenen-/Volksbildung von 1928 bis 1933 (gefördert durch die Universität Gießen)

2001-2003 Leitung des Lehrforschungsprojekts „Crack in Frankfurt“ (gemeinsam mit Prof. Dr. Henner Hess und Prof. Dr. Rafael Behr am Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung, Universität Frankfurt) – Interviewstudie zu Drogengebrauch und Szenealltag

1999-2001 Mitarbeit im Lehrforschungsprojekt „Drogenprostitution in Frankfurt“ (Leitung: Prof. Dr. Henner Hess und Prof. Dr. Rafael Behr am Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung, Universität Frankfurt) – Ethnographische Studie zur Lebenswelt von drogenkonsumierenden Sexarbeiterinnen