Neuer­schein­ung: Beitrag von Frau Prof.in Dr.in Taschl-Er­ber im ak­tuel­len The­men­heft von „Theo­lo­gie und Glaube“: Theo­lo­gie nach der an­thro­po­lo­gis­chen Wende?

In ihrem 113. Erscheinungsjahr setzt sich die Zeitschrift „Theologie und Glaube“ der Theologischen Fakultät Paderborn mit aktuellen Fragen des Anthropozentrismus in der Zeit der ökologischen Vielfachkrise auseinander. Dabei werden Positionen von Vertreter*innen verschiedener Fachbereiche mit einbezogen, um das Problemfeld aus verschiedenen Sichtweisen zu reflektieren und zugänglich zu machen.  

Innerhalb dieses Problemfeldes bringt Frau Prof.in Dr.in Taschl-Erber eine neutestamentliche Perspektive ein und betrachtet in ihrem Aufsatz „Kosmische Christologie: Schöpfung und Erlösung in Kol 1,15-20“ die kosmische Dimension der hier reflektierten Christologie. Im Rekurs auf Schöpfungsnarrative und ihre Interpretationslogiken kritisiert sie die problematische Rezeptionsgeschichte des Interpretaments der Sonderstellung des Menschen. Hier kann die Schöpfungstheologie des Kolosserbriefs alternative Ansätze bieten, die eine anthropozentrische (oft androzentrische) Perspektive aufbrechen und den Blick auf das Ganze, die Verwoben- und Verbundenheit mit dem Nichtmenschlichen und damit eine entsprechende Verantwortung lenken. 

Einen weiteren Blickwinkel bringt Frau Vertr.-Prof.in Dr.in Weidner, die in diesem Semester den Lehrstuhl für Systematische Theologie am Institut vertritt, ein. In ihrem Aufsatz „Was für eine prozessorientierte Wende spricht“ würdigt sie die mit der anthropologischen Wende in Philosophie und Theologie verbundenen Errungenschaften auf kritische Weise und plädiert im Anschluss für einen von der Auseinandersetzung mit dem Prozessparadigma inspirierten Perspektivwechsel, um etablierte Anthropozentrismen zu überwinden.

Das von Prof. Dr. Aaron Langenfeld, Rektor der Theologischen Fakultät, herausgegebene Themenheft ist kostenlos zugänglich unter: https://www.thf-paderborn.de/fakultaet/publikationen/theologie-und-glaube/