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Photo: (C) Donato Morelli

Aktuelles

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BELZ on Tour: Belgienexkursion im Rahmen der Veranstaltung La Belgique, ses régions, ses communautés

Gabrijela Mrsic | November 2018

Im Rahmen der Basisveranstaltung Kulturwissenschaft im Wintersemester 2018/19 wurde unserem Kurs eine Reise nach Belgien gestattet. Diese Reise umfasste die sehenswerten Städte Antwerpen, Brüssel, Eupen und Lüttich. Vom 26. November bis zum 29. November fuhren wir quer durch Belgien mit Bus und Bahn. Ziel der Reise war es, Belgien kennenzulernen und ein Stück Belgien mit nach Paderborn zu nehmen. So teilten wir uns in drei Gruppen auf, in denen wir Podcasts erstellten, die im Voraus mit Frau Weyrich abgesprochen wurden. Die drei Gruppen spezialisierten sich auf jeweils ein Thema der Reise: so dokumentierte eine Gruppe die Stadt Antwerpen, eine andere Brüssel und eine andere sollte die politische Lage Belgiens über die Städte Eupen und Brüssel erklären.

Antwerpen war der erste Stopp der Reise. Meine Podcast-Gruppe dokumentierte Antwerpens Geschichte und vor allem Kunstgeschichte. Prof. Dr. Nils Büttner, der extra aus Stuttgart für dieses Treffen anreiste, führte uns durch das Rubensmuseum, die Liebfrauenkathedrale und die historische Innenstadt. Durch seine Kunstexpertise konnten wir uns interessante und wichtige Erkenntnisse aneignen, die wir während eines normalen Museumsbesuchs nicht gelernt hätten. Der Fokus des fertiggestellten Podcasts lag auf Antwerpen im Allgemeinen, ferner gab es noch einen Einblick ins Rubensmuseum und die Liebfrauenkathedrale.

In Brüssel hatten wir ein strammes kulturelles und politisches Programm. Nach unserer Ankunft führte uns der Weg in das Flämische Parlament, wo uns ein Guide die Geschichte Flanderns aus eigener Perspektive erklärte. Was besonders interessant in Flandern war, war zu erfahren, wie unterschiedlich die Geschichte Belgiens gesehen und an Dritte weitergegeben wird. So wurde doch sehr negativ über die Wallonie geredet, was für unsere Reflexion besonders von Bedeutung war. Uns hat dies dazu motiviert, die Lage objektiv zu betrachten. Anschließend gab es eine Führung durch das föderale Parlament auf Französisch. Der Weg zum Parlament führte durch das Herz Brüssels, was für uns als Sightseeing eine schöne Abwechslung zwischen den geschichtlichen Partien war. Im föderalen Parlament wurden wir durch Räume, in denen Tagungen und Besprechungen stattfinden, geführt und erhielten weitere Einblicke in die Geschichte Belgien.

Weiter führte uns der Weg in den Europäischen Ausschuss, wo wir auf den Präsidenten des Europäischen Ausschusses und des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens trafen, der uns von seiner Arbeit in und um Europa erzählte. Gleichzeitig war er offen für Fragen und interessiert an unseren Meinungen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg ins Comic-Museum – Centre Belge de la Bande Dessinée, wo wir in die Comic-Welt eintauchen konnten und interessante Einblicke in unsere liebsten Comics erhalten konnten, wie Tintin, Lucky Luke und die Stroumpfs. Dort konnten wir die künstlerischen Entstehungsprozesse dieser wichtigen Kulturgüter, von der Idee hin zu der Animation, durch einen Rundgang verfolgen.

Die Abfahrt nach Lüttich erfolgte wenige Stunden später mit dem Zug. Angekommen im wallonischen Teil erwartete uns ein beeindruckender Bahnhof, der einen sehr futuristischen Eindruck auf uns machte. Durch einen kleinen Stadtrundgang machten wir uns vertrauter mit Lüttich. Unser Weg führte uns weiter in die Stahlindustrie, in der wir die Maison de la Métallurgie Liège besuchten. Die Führung durch die Stahlindustrie war sowohl interessant als auch unbekanntes Feld für uns, wodurch wir doppelt gefordert waren, da sie auf Französisch stattfand.

Lange hielten wir uns nicht in Lüttich auf, denn die Weiterfahrt nach Eupen stand an. In dem deutschsprachigen Teil Belgiens angekommen, ging die Reise schnell in den Sitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft weiter. Dort angekommen nahmen wir an einem „Europatalk“ der EU-Kommission teil, ein Diskussionsformat, in dem wir in kleiner Runde (etwa 30 Gäste) über aktuelle relevante europäische Themen sprachen. In diesem Talk über das „Europäische Kulturerbejahr“ tauschten wir unsere Meinungen ungefähr eineinhalb Stunden in einer angenehmen Atmosphäre aus.

Am nächsten Morgen wurden wir vom ostbelgischen Ministerpräsident Oliver Paasch in seinem Amtssitz begrüßt. Danach gingen wir zum Parlament der Deutschen Gesellschaft in Eupen. Diese besichtigten wir, bis uns Parlamentspräsident Alexander Miesen abholte. In einer Gesprächsrunde erklärte er uns die Aufgaben und Funktion des Parlamentspräsidenten im föderalen Staat in Belgien.

Nach diesem ereignisreichen Tag in Ostbelgien endete unsere Exkursion, die uns allen sehr gefallen hat. Noch heute sind wir dankbar für die lehrreichen Einblicke und wertvollen Erinnerungen, die wir sammeln durften. Ich möchte es allen ans Herz legen, im Laufe des Studiums mehr über Belgien zu erfahren und an einer Belgienexkursion teilzunehmen, denn man lernt im Sinne der interkulturellen Kompetenz im außerschulischen Kontext wertvolles dazu.

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