Lehrbereich Heterogenität
Internationaler Frauentag
Seit 2014 ist das Diversity-Projekt der Philosophie In der Philosophie zu Hause mit einem Event im Veranstaltungsprogramm der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn anlässlich des internationalen Frauentages vertreten.
Auch dieses Jahr macht eine Arbeitsgruppe des Projektseminars "Klassische Texte der feministischen Theorie" unter der Leitung von Ana Rodrigues ein Angebot zum Programmthema.
Die Projektgruppe der Universität Paderborn nimmt die Rahmenthemen des internationalen Frauentages der Stadt Paderborn zum Anlass für eine multimediale Inszenierung verschiedener Einschränkungen des Selbstbestimmungsrechts, denen Frauen ausgesetzt waren und sind.
Das Recht auf sexuelle, reproduktive und geschlechtliche Selbstbestimmung, das vor allem seit den 70er Jahren ganz vorne auf der Agenda feministischer Forderungen stand, meint nichts Geringeres als den Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben, das frau nach eigenen Vorstellungen über die persönliche Identität und Lebensführung leben will. Dieser Anspruch wird durch verschiedenste gesellschaftlich aggressiv kommunizierte Fremdansprüche torpediert. Schönheitsideale, Muttermythos, religiös legitimierte repressive Sexualmoral sind nur einige der offensichtlichen Einschränkungen. Diese und weitere Themen stellt die Projektgruppe am internationalen Frauentag in Form einer multimedialen Inszenierung zur Rede, zur Schau und zur Diskussion.
Ort der Veranstaltung: Großer Sitzungssaal, Historisches Rathaus Paderborn
Termin der Veranstaltung: Samstag, den 09.03.18 14:15 – 15:45 Uhr
Interessierte jeglicher Geschlechtszugehörigkeit sind herzlich eingeladen!
Seit geraumer Zeit ist nicht mehr die Rede von „sexueller“, sondern von „sexualisierter“ Gewalt. Diese neue Bezeichnung zeugt von einem Bewusstseinswandel im Hinblick auf sexuell konnotierte Gewalthandlungen. Die neue Bezeichnung soll ausdrücken, dass es sich dabei nicht um sexuelle Akte handelt, sondern um Gewalt, die in sexualisierter Form ausgeübt wird. Mit dieser Neubezeichnung wird versucht, eine klare Grenze zwischen Sexualität und Gewalt zu ziehen. Der Versuch der klaren Unterscheidung untergräbt allerdings, dass Sexualität und Gewalt in unserer nach wie vor patriarchalen Kultur eng verwoben sind. Die Sozialisation von Jungen und Männern in einer Ordnung ungleicher Geschlechterverhältnisse macht Macht und Gewalt zum nicht zu vernachlässigenden Bestandteil ihrer sexuellen Identität und zwingt uns anzuerkennen, dass es sexuelle Gewalt als geschlechtsspezifisches Verbrechen gibt. Damit bestätigen wir aber jene kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen der bestehenden Geschlechterverhältnisse und damit männlichen Selbstauffassung, die es zu überwinden gilt, soll denn die beschriebene Problemlage abgeschafft werden.
Zum internationalen Frauentag 2018 bringen TeilnehmerInnen des Projektseminars "Philosophie der Sexualität" der Universität Paderborn zunächst die genannte Kontroverse in Form einer Debatte zur Darstellung. Im Anschluss lädt die Studierendengruppe PEGASUS dazu ein, an verschiedenen runden Tischen zu einzelnen Aspekten der Debatte weiter zu diskutieren.
Ort der Veranstaltung: Großer Sitzungssaal, Historisches Rathaus Paderborn
Termin der Veranstaltung: Samstag, den 03.03.18 14:45 – 16:15 Uhr
Interessierte jeglicher Geschlechtszugehörigkeit sind herzlich eingeladen!
Mit der HeForShe Kampagne der UN scheint ein historischer Meilenstein im Kampf um die Gleichstellung der Geschlechter erreicht zu sein. Die Einbeziehung von Männern und Jungen in eine Bewegung, die ursprünglich als Kampf von Frauen für Frauen geführt wurde, zeugt von einem grundlegend veränderten Bewusstsein: Die Gleichstellung der Geschlechter ist eine Aufgabe, die alle Menschen betrifft und genauso im Interesse der Männer wie der Frauen ist! Zugleich wird diese Solidarität der Geschlechter systematisch durch eine reaktionäre Gegenbewegung untergraben, wie sie z.B. im "Grab her by the pussy"-Skandal im US Präsidentschaftswahlkampf eminent zu Tage trat. So stehen in unserer vermeintlich aufgeklärten Gesellschaft zurzeit geschlechtersolidarische Bewegungen extremsten Formen der Frauenverachtung gegenüber. TeilnehmerInnen des Projektseminars "Philosophische Geschlechtertheorien" an der Universität Paderborn beleuchten diesen aktuellen Clash der Extreme vor dem Hintergrund der Geschichte der Geschlechterfrage. Zum internationalen Frauentag stellen sie ihre Recherche- und Diskussionsergebnisse in Form einer Talkrunde vor, die im Anschluss mit dem Publikum fortgesetzt wird.
Veranstalter: Projektseminar „Philosophische Geschlechtertheorien“ der Universität Paderborn unter der Leitung von Ana Rodrigues am Lehrstuhl von Prof. Dr. Hagengruber im Rahmen des Projekts In der Philosophie zu Hause
Ort der Veranstaltung: Kleiner Sitzungssaal, Historisches Rathaus Paderborn
Uhrzeit der Veranstaltung: 15 Uhr
Interessierte jeglicher Geschlechtszugehörigkeit sind herzlich eingeladen!
Veranstalter: Projektseminar „Säkularer Feminismus und Gender-Jihad“ der Universität Paderborn unter der Leitung von Ana Rodrigues am Lehrstuhl von Prof. Dr. Hagengruber im Rahmen des Projekts In der Philosophie zu Hause
Inhalt der Veranstaltung: Der „Topless Jihad Day“ am 4. April 2013, mit dem die feministische Gruppe Femen für die Freiheit der Frauen in islamischen Ländern eintreten wollte, löste unter islamischen Feministinnen einen Sturm der Empörung aus. Sie werfen Femen eine imperialistische Grundhaltung und Islamophobie vor. Das Projektseminar „Säkularer Feminismus und Gender-Jihad“ im Fach Philosophie an der Universität Paderborn nahm diese Auseinandersetzung zum Anlass, die Frage nach der Vereinbarkeit von Religion und Feminismus, die im Zentrum dieses aktuellen Konflikts steht, genauer zu beleuchten. Zum internationalen Frauentag stellen die TeilnehmerInnen des Projekts nun ihre Recherche- und Diskussionsergebnisse in Form einer Debatte vor, um im Anschluss die Diskussion mit dem Publikum fort zu setzen.
Ort der Veranstaltung: Kleiner Sitzungssaal, Historisches Rathaus Paderborn
Uhrzeit der Veranstaltung: 14 Uhr
Interessierte jeglicher Geschlechts- und Religionszugehörigkeit sind herzlich eingeladen!
Philosophischer Frauensalon
Der Philosophische Frauensalon ist eine Initiative von Prof. Dr. Hagengruber, den akademischen Diskurs um Frauen- bzw. Geschlechterfragen für eine breitere Öffentlichkeit zu öffnen. Es kooperieren In der Philosophie zu Hause, das Archiv für Philosophinnen aber auch MIA, die Ortsgruppe des deutschen Akademikerinnenbundes und die Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn. Der Philosophische Frauensalon findet im Semester um 16 Uhr im Café Röhren an der Mühlenstraße in Paderborn statt.
07.11.2014
Jannica Budde
"Und was ist mit Emine aus Malatya?" Geschlechtsspezifische Migrationsdiskurse im Kontext der deutsch-türkischen Literatur von Frauen
05.12.2014
Sarah Henze
Tagebuch einer Depression. Terézia Mora „Das Ungeheuer“
09.01.2015
Leonie Süwolto
Neue Perspektiven auf das Verhältnis von Alter(n) und Krankheit in Michael Hanekes "Liebe“
06.02.2015
Prof. Dr. Miriam Strube
Stereotype, Sex und Befreiung: Weiblichkeit in den Romanen Toni Morrisons
Am 09.05.14 um 16 Uhr eröffnet Elke Süsselbeck die Sommersaison 2014 des philosophischen Frauensalons mit einen Vortrag zum Thema: „Über die Folgen der Legalisierung der Prostitution in Deutschland“.
Am 06.06.14 um 16 Uhr hält Tanja Reiffenrath (Universität Paderborn) im Philosophischen Frauensalon einen Vortrag zum Thema: „Siri Hustvedts The Shaking Woman or A History of My Nerves“.
Am 04.07.14 um 16 Uhr findet das Sommerprogram des Philosophischen Frauensalons im Café Röhren seinen Abschluss in einer Präsentation des Projektseminars "Klassikerinnen der feministischen Theorie" von Ana Rodrigues. Die Präsentation hat das Thema "Geschlecht – Eine Kategorie im Kreuzfeuer der feministischen Theorie"
Der Impulsvortrag mit anschließender Diskussion findet wie alle Vorträge des Philosophischen Frauensalons im Café Röhren an der Mühlenstraße in Paderborn statt.
Mit dieser Veranstaltung verabschiedet sich der Philosophische Frauensalon bis zum Sommer 2015. Als Angebot des Lehrstuhls für Praktische Philosophie der Universität Paderborn, Prof. Dr. Ruth Hagengruber, initiiert, wechselt der Philosophische Frauensalon sich fortan mit dem Literarischen Frauensalon ab. Letzterer bieten nun in der Wintersaison, ebenfalls am ersten Freitag im Monat im Café Röhren, ein eigenes Veranstaltungsprogramm an. Gastgeber ist dann die Professur für Vergleichende Literaturwissenschaft/Intermedialität, Prof. Dr. Claudia Öhlschläger.
Prof. Dr. Ruth Hagengruber initiierte den Philosophischen Frauensalon im Wintersemester 2012/2013. In der Tradition der Salonkultur der Aufklärung wollte sie damit ein offenes Forum schaffen, in dem akademische Diskurse, insbes. diejenigen um Frauen- bzw. Geschlechterfragen, einer breiteren Öffentlichkeit eröffnet und zur Diskussion gestellt werden können.
Dieses offene Angebot erfreut sich seit dem Eröffnungsvortrag am 01.02.13 einer steigenden Akzeptanz und wird diese Saison erstmalig durch die Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn gefördert.
Am 22.11.13 um 16 Uhr eröffnet die Organisatorin des Philosophischen Frauensalons, Ana Rodrigues, das Winterprogramm 2013/2014 mit einem Vortrag zum Thema: „Denken Frauen anders? Fußnoten zur Geschichte der Philosophinnen“. Der Salon, der in der Regel am 1. Freitag im Monat im Semester stattfindet, beginnt dieses Semester anlässlich des UNESCO Welttages der Philosophie drei Wochen später. Die Vorträge mit anschließender Diskussion des Philosophischen Frauensalons finden auch in dieser Saison im Café Röhren an der Mühlenstraße in Paderborn statt.
Am 06.12.13 um 16 Uhr hält Dr. Sara Strauß (Universität Paderborn) im Philosophischen Frauensalon einen Vortrag zum Thema: „Alterungsprozesse und Identitätsfindung im Werk Eva Figes'“.
Am 10.01.14 um 16 Uhr trägt Dr. Daniela Ringkamp zum Thema „Feinde, Gegner, Identität. Zur Transformation politischer Konfliktaustragung" vor.
Am Freitag, den 07. Februar 2014, präsentiert der philosophische Frauensalon in Kooperation mit dem CINEPLEX Paderborn Alejandro Amenábars „AGORA – Die Säulen des Himmels“.
Nach der Auftaktveranstaltung am 1. Februar und einer Sonderveranstaltung anlässlich des Weltfrauentages im März eröffnet der Philosophische Frauensalon diese Woche sein Sommerprogramm.
Am Freitag, den 3. Mai, trägt Dr. Stefanie Dick (Universität Kassel) zum Thema "Paarbeziehungen im Mittelalter. Geschlechterbeziehungen und Herrschaftsverhältnisse" vor. Im gewohnten Format dient dieser Vortrag als Input für eine sich anschließende Diskussionsrunde.
Der Philosophische Frauensalon ist eine Initiative von Prof. Dr. Hagengruber, den akademischen Diskurs um Frauen- bzw. Geschlechterfragen für eine breitere Öffentlichkeit zu öffnen. Es kooperieren In der Philosophie zu Hause, das Archiv für Philosophinnen aber auch MIA, die Ortsgruppe des deutschen Akademikerinnenbundes und die Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn. Der Philosophische Frauensalon findet jeden 1. Freitag im Monat im Semester um 16 Uhr im Café Röhren an der Mühlenstraße in Paderborn statt.
03.05.2013
Dr. Stefanie Dick
Paarbeziehungen im Mittelalter. Geschlechterbeziehungen und Herrschaftsverhältnisse.
07.06.2013
Dipl. Theol. Wolfgang Walter
"Ist die Armut weiblich?"
Schlaglichter auf geschlechtsbezogene Armutsrisiken.
05.07.2013
Prof. Dr. Claudia Öhlschläger
Imaginationsräume des Weiblichen in der Literatur.