Lehr­be­reich He­te­ro­ge­ni­tät

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Lehrbereich Heterogenität - In der Philosophie zu Hause 

Der Lehrbereich Heterogenität ging aus dem 2011 von Prof. Dr. Ruth Hagengruber initiierten Projekt In der Philosophie zu Hause hervor. Dieses entstand im Rahmen des Programms Qualität der Lehre – Heterogenität als Chance: Weichen stellen in entscheidenden Phasen des Student-Life-Cycles und wurde bis 2020 von Ana Rodrigues weiterentwickelt und betreut.

Ziel des Projekts war es, Räume für philosophische Reflexion und Diskussion zu historischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen von Heterogenität zu schaffen. Unterschiedliche Formate – etwa Seminare zur interkulturellen Philosophie, Workshops zu Geschlecht, Ethnie und Religion oder projektorientierte Veranstaltungen – verbanden fundierten Wissenserwerb mit lebendigem Dialog. Die Teilnehmenden gestalteten Inhalte und Didaktik aktiv mit; Lehramtsstudierende konnten ihre erworbenen interkulturellen Kompetenzen zertifizieren lassen. Ergänzt wurde das Angebot durch eine interkulturelle Sprechstunde und individuelle Beratung.

Ein zentraler Bestandteil waren Kleingruppenarbeiten, deren Ergebnisse öffentlich präsentiert wurden. Daraus gingen Initiativen wie die studentische Gruppe PEGASUS und die Arbeitsgruppe Muslima in der Philosophie hervor, die eigene Veranstaltungsreihen entwickelten.

Das Projekt war eingebunden in das Profilstudium Heterogenität des Zentrums für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) sowie in den Masterstudiengang Gender Studies. Enge Kooperationen bestanden mit dem Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK) und der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn. Formate wie der Philosophische Frauensalon oder Beiträge zum Internationalen Frauentag förderten den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und stärkten das Kompetenzprofil der Universität im Umgang mit Diversität.

Nach erfolgreicher Evaluation wurde das Projekt 2020 als Lehrbereich Heterogenität dauerhaft in die Fachstruktur integriert. Die Philosophie bietet damit ein nachhaltiges, interdisziplinär anschlussfähiges Angebot für eine weltanschaulich und religiös unabhängige Auseinandersetzung mit Vielfalt.