Stu­dien­tag: "West­fa­len und der Deut­sche Or­den"

Kooperation des Historischen Instituts der Universität Paderborn mit dem Altertumsverein, Abt. Paderborn e.V., der Fürstenberg-Stiftung-Eggeringshausen sowie dem LWL Museum in der Kaiserpfalz

Datum: Dienstag, 7.11.2017, 9.15 Uhr-20.00 Uhr

Seit der Gründung des Deutschen Ordens haben sich zahlreiche westfälische Adelige dem Orden angeschlossen und immer wieder bleibende Spuren im Baltikum geschaffen. Im Gegenzug hat auch der Orden Spuren in Westfalen hinterlassen. Beiden Vorgängen möchte der Studientag anlässlich des Geburtstages des Landmeisters Gotthard von Kettler nachgehen. Gotthard von Kettler wurde vor 500 Jahren geboren, vermutlich auf Schloss Eggeringhausen bei Anröchte. Er trat mit 20 Jahren in den Deutschen Orden ein, wurde zunächst Koadjutor und anschließend Nachfolger des Landmeisters Wilhelm von Fürstenberg. Nach der Auflösung des Ordens verblieb er im Baltikum und wurde Herzog von Kurlande und Semgallen als Lehnsmann des polnischen Königs. In seinem Herzogtum führte er 1570 die Reformation ein. Er starb 1587 in seiner Residenz Mitau/Jelgava.

Anmeldung unter j.eberhardt@paderborn.de

Programm

 

Theologische Fakultät:

9.15 Uhr    Einführung

9.30 Uhr    Prof. Dr. Malte Prietzel (Universität Paderborn): Westfälische Seilschaften an der Ostsee. Fürstenbergs, Vietinghoffs und Plettenbergs im Livländischen Zweig des Deutschen Ordens

10.15 Uhr    Dr. Roland Pieper (Münster): Odenskommenden. Bautypen und Baubestände in Westfalen

Exkursion:

11.15 Uhr - 17.30 Uhr    nach Schloss Eggeringhausen (Anröchte) und zur Ordenskommende Mühlheim (Warstein) mit Gelegenheit zum Mittagessen

Museum in der Kaiserpfalz:

19.00 Uhr    PD Dr. Almut Bues (Deutsches Historisches Institut Warschau): Von Westfalen nach Kurland - Die Kettler im Zeitalter der Reformation