Ver­öf­fent­li­chung | „Pro­vi­dence as ‚Re­spon­si­ble Risk-Ta­king‘“

 |  Systematische Theologie

Prof. Dr. Johannes Grössl hat einen Aufsatz mit dem Titel „Providence as ‚Responsible Risk-Taking‘: A Discussion of the Methodological Framework of Open Theism“ im internationalen Journal für Religionsphilosophie und philosophische Theologie „TheoLogica“ der Universität Löwen veröffentlicht.

Dieser behandelt das Konzept der göttlichen Vorsehung im Rahmen des offenen Theismus und konzentriert sich dabei auf das Gleichgewicht zwischen Gottes Souveränität und dem freien Willen der Geschöpfe. Er untersucht, inwieweit Gott bei der Schöpfung und Herrschaft Risiken eingeht, und bewertet verschiedene Strategien zur Risikominimierung. Die Diskussion beleuchtet die methodologischen Annahmen, die diesen Perspektiven zugrunde liegen, insbesondere die theologischen Prämissen eines persönlichen, risikofreudigen Gottes und die metaphysischen Implikationen des Präsentismus. Der Beitrag argumentiert, dass ein kohärentes Modell der Vorsehung im offenen Theismus eine starke Sichtweise der göttlichen Persönlichkeit erfordert, während gleichzeitig ein differenzierter Ansatz in Bezug auf göttliche Intervention beibehalten wird. Letztendlich wird vorgeschlagen, dass Gottes Vorsehung am besten als Einflussnahme auf die Geschichte durch Geschöpfe verstanden wird, die frei mit göttlichen Absichten kooperieren, und nicht als einseitige Intervention. Dieser Rahmen bietet eine Möglichkeit, göttliche Liebe, menschliche Freiheit und die Realität des Risikos innerhalb eines Paradigmas des offenen Theismus in Einklang zu bringen.

Der Aufsatz ist hier zu finden.