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Schwerpunkte in der Forschung

  • Geschichte der Globalisierung
  • Geschichte der Migration
  • Geschichte der Mensch-Umwelt-Beziehungen
  • Geschichte von Selbst-, Fremd- und Feindbildern
  • Regionale Fallstudien zur Umwelt- und Wirtschaftsgeschichte

Kolloquien und Tagungen

Tagung: Forschungsdaten in der Geschichtswissenschaft

Die AG Digitale Geschichtswissenschaft veranstaltet mit mehreren Partnern eine Tagung zum Thema Forschungsdaten in der Geschichtswissenschaft. Immer öfter ist die Projektförderung durch Drittmittelgeber mit der Maßgabe verbunden, die gewonnenen Forschungsdaten öffentlich zugänglich zu machen und hierfür einen Datenmanagementplan aufzustellen. Für HistorikerInnen stellt sich dabei die keinesfalls triviale Frage: Was ist im Rahmen der Geschichtswissenschaften überhaupt unter Forschungsdaten zu verstehen?

Tagung: Briten in Westfalen

Bis zum Jahr 2020 werden die britischen Streitkräfte aus Westfalen abgezogen sein – damit geht eine Ära zu Ende. Die Einflüsse der Truppenstationierung auf die politischen, kulturellen, sozialen und ökonomischen Entwicklungen der Länder, Regionen und Städte im ehemaligen britischen Besatzungsgebiet waren vielfältig und werfen zahlreiche Fragen auf: Wie nahmen die eingesetzten Soldaten, Offiziere und ihre Familien die deutschen Städte und Regionen wahr? Welche Möglichkeiten der Begegnung gab es für Deutsche und Briten und wieweit wurden diese genutzt? Welche Konfliktfelder sind in den Garnisonsstädten auszumachen, welche Debatten gab es um die britische Präsenz und wie(weit) konnten Probleme gelöst oder zumindest gemildert werden? Sind hier Unterschiede zur Besatzungs- und Stationierungspraxis der Amerikaner, Franzosen oder Sowjets auszumachen? Eine umfassende und systematische Bearbeitung und Klärung dieser Fragen steht noch aus. Die Tagung „Briten in Westfalen“ ist daher als ein Forum konzipiert, auf dem unterschiedliche Aspekte des britischen Besatzungs- bzw. Stationierungsregimes vorgestellt und diskutiert werden können.

Heinz Nixdorf Kolloquium 2016 - Vernetzte Welten

Das Heinz-Nixdorf-Kolloquium, eine gemeinsame Tagung des Historischen Instituts der Universität Paderborn und das Heinz Nixdorf MuseumsForums, möchte die Faszination der "Vernetzten Welten" interdisziplinär beleuchten. Mit dieser zweitägigen Veranstaltung bieten wir Ihnen eine Plattform zur Information und zum regen Gedankenaustausch.

Kolloquium für Doktoranden und Staatsexamenskandidaten

Auch im Sommersemester 2016 bietet der Arbeitsbereich Zeitgeschichte in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Neueste Geschichte ein Kolloquium für Doktoranden und Staatsexamenskandidaten an. Interessierte Teilnehmer sind herzlich zu den Sitzungen eingeladen.

Laufende Projekte

Zivilgesellschaftliches Engagement im 20. Jahrhundert am Beispiel des Deutschen Jugendherbergswerkes

Forschungs- und Ausstellungsprojekt des Arbeitsbereich Zeitgeschichte der Universität Paderborn  und dem Deutschen Jugendherbergswerk.

Die Verbandsgründung des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) jährt sich im November 2019 zum hundertsten Mal. Gleichzeitig hat der Hauptverband des DJH seit 70 Jahren den Sitz seiner Geschäftsstelle in der Stadt Detmold. Eine Ausstellung soll an dieses Doppeljubiläum erinnern und die Geschichte des DJH erzählen. Das Ausstellungsprojekt will somit einen Beitrag einerseits zum regionalen Geschichtsbewusstsein und andererseits zur Aufarbeitung der Verbandsgeschichte leisten. Umgesetzt wird das Ausstellungsvorhaben im Lippischen Landesmuseum in Detmold, das im zweiten Halbjahr 2019 eine Fläche für die Sonderausstellung zur Verfügung stellt.

Die Ausstellung wird die Ergebnisse einer Forschungskooperation präsentieren, die zwischen dem DJH und dem Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Historischen Instituts der Universität Paderborn geschlossen wurde und unter dem Titel ‚Zivilgesellschaftliches Engagement im 20. Jahrhundert am Beispiel des Deutschen Jugendherbergswerkes‘ aktuell durchgeführt wird. Verschiedene Fragen will das Forschungsprojekt in den Blick nehmen: Welche Entwicklungen, Formen und Wandlungen von bürgerschaftlichem Einsatz im Bereich der Jugendarbeit gab es in den vergangenen 100 Jahren? Wie wurde das Engagement in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Wie hat sich das Selbstverständnis des DJH gewandelt, an welchen Stellen lassen sich Kontinuitäten feststellen? Wo und wie hat das DJH aktuelle Debatten in Gesellschaft, Jugendarbeit, Erziehungs- und Schulwesen aufgenommen oder gar angestoßen?

Die Verwaltung des Illegalen. Migratorische und aufenthaltsrechtliche Illegalität in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert

Dr. Michael Schuberts Forschungsvorhaben zielt auf eine Beschreibung und Erklärung der Ursachen und Folgen sowie der Formen illegaler Migration in Deutschland von 1815 bis 1989/90. Angestrebt wird eine systematische und epochenübergreifende Analyse migratorischer und aufenthaltsrechtlicher Illegalität, die diese zugleich als veränderliches Resultat und als Herausforderung der Wahrnehmung von Migration und der damit zusammenhängenden Einflussnahme auf Migrations- und Aufenthaltsverhältnisse betrachtet. Während Migration eigenen, als 'subsistence' oder 'betterment migration' zum Beispiel vorwiegend ökonomischen Kriterien folgt, versuchen institutionelle staatliche, suprastaatliche und nicht-staatliche Akteure auf Basis weltanschaulicher und politischer Prinzipien und mithilfe ausgewählter Instrumente diese Migration zu regulieren, zu steuern und zu kontrollieren bzw. zumindest einen Einfluss auf die Steuerung, Regulierung und Kontrolle zu erlangen. Durch dieses Wechselverhältnis zwischen Wanderungen und ihrer Verwaltung werden die Regime illegaler Migration geprägt. Sie zeigen auf, dass illegale Migration an den zeitspezifischen weltanschaulichen und politischen Prinzipien von erlaubter/verbotener Migration und Sesshaftigkeit sowie an den jeweiligen Instanzen und Instrumenten, die Migration verwalten, das heißt einen Einfluss auf die Erlaubnis und den Verbot von Wanderungen ausüben, kristallisiert. Durch Rechtsetzungen illegalisierte Wanderungen werden entweder geduldet oder aber ihnen wird repressiv begegnet. Die Analyse des langzeiträumlichen Wandels illegaler Migration in Deutschland soll Regimetypen illegaler Migration herausarbeiten und ihren Charakter zwischen den Polen von starker Repressivität und starker Toleranz ermitteln.Das Forschungsprojekt nimmt ein theoretisch bisher überwiegend unbestimmtes und in der historischen Empirie weithin unbekanntes Feld Historischer Migrationsforschung in den Blick. Es knüpft ganz wesentlich an ein sich gegenwärtig etablierendes Forschungsfeld an, das den Zusammenhang von Staatlichkeit und Migration ergründet. Gleichzeitig bearbeitet es eines der ganz zentralen Zukunftsthemen der gesellschaftspolitischen Diskussion über Migration.

Die Dritte Seerechtskonferenz der Vereinten Nationen als Arena globaler Ressourcenkonflikte (1973-1982)

Johanna Sackels Dissertationsprojekt widmet sich der Frage nach dem Umgang mit der Problematik globaler (Ressourcen-)Gerechtigkeit im Kontext der Dritten UN-Seerechtskonferenz. Vor dem Hintergrund einer wachsenden und zunehmend globalen Zivilgesellschaft, deren Teilhabe an den UNO-Konferenzen in den 1970er Jahren merklich anwuchs, richtet sich der Fokus dabei u.a. auf Strategien und Argumentationen des Lobbying. Dieses stellte während des Seerechtskonferenz sowohl im Verhältnis zwischen Zivilgesellschaft und internationaler Politik als auch hinsichtlich des Konnex zwischen Wirtschaft und regionaler/nationaler sowie internationaler Politik eine Einflussmethode dar.

Abgeschlossene Projekte

Die Pader als Wirtschaftsraum und -faktor vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Im Rahmen des Projekts „Die Pader als Wirtschaftsraum und -faktor vom Mittelalter bis zur Gegenwart” der Stadt Paderborn und dem Arbeitsbereich Zeitgeschichte entstand eine umfangreiche Literatur- und Quellenliste zum Wirtschaftsraum Pader. Sie können auf der Projektseite die ursprüngliche Citavi-Datenbank sowie eine gruppierte Literatur- und Quellenliste im PDF herunterladen.

Dokumentation: Ottilienquelle

Im Rahmen der Stadtentwicklungsplanungen „Urbane Wasserlandschaften Paderborn“ hat das Amt für Umweltschutz und Grünflächen der Stadt Paderborn die Professur für Zeitgeschichte an der Universität Paderborn beauftragt, eine Dokumentation über die Geschichte der Ottilienquelle, des Inselbades sowie der „Curanstalt Inselbad bei Paderborn“ zu erarbeiten.

Download: Dokumentation, Ottilienquelle (pdf)

Die Universität der Informationsgesellschaft