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Die Bereiche des Instituts

Foto: Yvonne Ruhose

Publikationen

Auf dieser Seite können Sie sich über wissenschaftliche Publikationen unseres Fachbereichs informieren. Sie finden hier zunächst einen Hinweis auf unsere jeweils aktuellste(n) Veröffentlichung(en). Weiter unten können Sie auf verschiedene Rubriken zugreifen.

In der Rubrik "Einzelveröffentlichungen" haben wir alle einzeln publizierten Monografien und Sammelwerke von Mitarbeitenden unseres Fachbereichs in einer Übersicht aufbereitet. Im Bereich "Reihenveröffentlichungen" finden Sie Informationen zu Publikationsreihen, die von unseren Mitarbeitenden herausgegeben werden. Und unter "Studien der Paderborner Komparatistik" erfahren Sie mehr zur Open-Access-Reihe unseres Fachbereichs.

Schauen Sie außerdem gerne auf unserem Flur auf der vierten Etage des H-Gebäudes vorbei. Dort finden Sie Exemplare unserer Publikationen zur Anschauung in unseren Schaukästen.

Aktuelle Veröffentlichung(en)

Jörn Steigerwald, Burkhard Meyer-Sickendiek (Hg.): Das Theater der Zärtlichkeit. Affektkultur und Inszenierungsstrategien in Tragödie und Komödie des vorbürgerlichen Zeitalters (1630-1760). Wiesbaden: Harrassowitz, 2020.

Die Beiträge des Sammelbands diskutieren die These, dass sich im 17. Jahrhundert das Paradigma der 'Zärtlichkeit' ausbildet, das ein neues Verständnis von Liebe, Familie und Geschlechterbeziehungen hervorbringt und das zugleich die Basis legt für die Genese der empfindsamen Gefühlskultur des 18. Jahrhunderts. Hierzu werden erstmals in einem systematischen und übergreifenden Ansatz Forschungen zur Rolle der 'Zärtlichkeit' in unterschiedlichen sozialen Kontexten (etwa mit Blick auf die galante tendresse der höfischen Gesellschaft Frankreichs oder auf die Zärtlichkeit des zivilen Klassizismus in Deutschland) und in den verschiedenen Ausprägungen des Theaters (Tragödie, Komödie, Oper) zusammengeführt. Damit wird die Möglichkeit eröffnet, die bisherigen nationalen und disziplinären Perspektiven neu zu reflektieren und einschlägige Autoren und Werke (so etwa Corneille, Molière, Racine, Tirso de Molina, Voltaire, Lessing, Goldoni) in jenem interkulturellen Kontext zu verorten, in dem sich die dynamische Transformation von 'Zärtlichkeit' zu 'Empfindsamkeit' vollzieht. Dies wird dadurch geleistet, dass sowohl die Konzeption des Theaters der Zärtlichkeit um 1630 herausgearbeitet als auch dessen Transformationen und Modifikationen bis 1760 paradigmatisch behandelt werden.

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Leonie Süwolto, Hendrik Schlieper (Hg.): Johann Christoph Gottscheds "Versuch einer Critischen Dichtkunst" im europäischen Kontext. Heidelberg: Winter, 2020.

Die Rezeption von Gottscheds "Critischer Dichtkunst" wird bis heute von Lessings Verdikt im "17. Literaturbrief" bestimmt. Dementsprechend sieht man in dieser Schrift ein retardierendes Moment, das mit deren vermeintlich monolithischer Ausrichtung an der französischen Klassik und an der Dramatik begründet wird. Betrachtet man indes die "Critische Dichtkunst" im Ganzen und deren dynamische Entwicklung über die vier zwischen 1729 und 1751 publizierten Auflagen, so wird ersichtlich, dass die Gattung Drama für Gottsched nur eine von vielen im Gattungssystem ist und die Auseinandersetzung mit Frankreich in einem weitergefassten, dezidiert europäischen Kontext situiert ist. Vor diesem Hintergrund revidiert der vorliegende Band die literaturhistorische Bedeutung Gottscheds, indem erstmals systematisch die Vielschichtigkeit der "Critischen Dichtkunst" zwischen Restriktion, Retardation und Progression rekonstruiert und deren europäischer Bezugsrahmen in seiner Valenz für Gottscheds Wirken herausgestellt wird.

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Claudia Öhlschläger (Hg.): Urbane Kulturen und Räume intermedial. Zur Lesbarkeit der Stadt in interdisziplinärer Perspektive. Bielefeld: Transcript, 2020 (= Urban Studies).

Städte sind "Chiffren für Kulturen", Kulminationspunkte sozialer Ordnungen. Der Band fragt nach literarischen, medialen, künstlerischen, ethnologischen und ökonomischen Repräsentationen urbaner Kulturen, Räume, Stile und Handlungen und nimmt Phänomene der in der europäischen Moderne einsetzenden Verstädterung mit Industrialisierung, Technisierung, Zerstreuungskultur in den Blick. Das Spektrum der daraus erwachsenden Neukonditionierungen des Sehens reicht vom Rhythmus des flüchtigen Augenblicks bis zur fotografischen Momentaufnahme, vom Fotobuch der Stadt bis zur digitalen Stadtbegehung und -wahrnehmung. Untersucht werden zugleich Praktiken städtischer Raumerfahrung, soziale Rituale städtischer Präsenz, habituelle Einstellungen sowie urbane Gestaltungen von neuen Arbeitsumgebungen.

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