So­zi­a­le Me­di­en: Wie sich das end­lo­se Scrol­len auf Ju­gend­li­che aus­wirkt – Bei­trag in DIE ZEIT

Bei DIE ZEIT ist ein Beitrag erschienen, der die aktuelle Debatte um „endloses Scrollen" und die Social-Media-Nutzung Jugendlicher anhand von Forschungsbefunden einordnet. Prof. Dr. Sven Lindberg von der Universität Paderborn wurde dazu als Experte interviewt und ordnet die Befunde aus entwicklungspsychologischer Perspektive ein.

Der Text greift auf Studien zur täglichen Bildschirm- und Social-Media-Nutzung zurück und stellt heraus, dass die Zusammenhänge mit Wohlbefinden, Schlaf und psychischen Belastungen deutlich komplexer sind, als es die öffentliche Diskussion oft nahelegt – unter anderem, weil in vielen Studien die Kausalitätsfrage offen bleibt: Führt die Nutzung zu Belastungen, oder greifen belastete Jugendliche häufiger zum Smartphone?

Die Effekte fallen im Mittel eher klein aus. Stärker betroffen sind vor allem vulnerable Gruppen – etwa Jugendliche mit bereits bestehenden psychischen Belastungen oder solche, die Cybermobbing ausgesetzt sind. Was der Beitrag darüber hinaus hervorhebt: Entscheidend ist nicht allein, wie lange Jugendliche soziale Medien nutzen, sondern wie sie es tun. Passives Scrollen ohne echte Interaktion und der subjektive Eindruck, die eigene Nutzung nicht mehr steuern zu können, erweisen sich als die eigentlich kritischen Faktoren.

https://www.zeit.de/news/2026-02/16/wie-sich-das-endlose-scrollen-auf-jugendliche-auswirkt

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