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Philipp Otto Runge, Farben-Kugel, abgebildet in: Runge, Philipp Otto: Farben-Kugel oder Construction des Verhältnisses aller Mischungen der Farben. Zueinander und ihrer vollständigen Affinität. Mit angehängtem Versuch einer Ableitung der Harmonie in den Zusammenstellungen der Farben, Neudr. d. Ausg. Hamburg 1810, Mittenwald 1977, Farbenkugel, Ansicht des weissen und des schwarzen Poles.

Lehre

Philipp Otto Runge, Tafel zur harmonischen, disharmonischen und monotonen Wirkung von Farben, abgebildet in: Runge, Philipp Otto: Farben-Kugel oder Construction des Verhältnisses aller Mischungen der Farben. Zueinander und ihrer vollständigen Affinität. Mit angehängtem Versuch einer Ableitung der Harmonie in den Zusammenstellungen der Farben, Neudr. d. Ausg. Hamburg 1810, Mittenwald 1977, erste Tafel am Ende des Traktates.

Am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte als Teil des Fachs Kunst am Institut für Kunst, Musik, Textil an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Paderborn wird Kunstgeschichte von den Anfängen der christlichen Kunst in der Spätantike und im frühen Mittelalter bis zur Moderne gelehrt. Vermittelt werden grundlegende Kenntnisse und Überblickswissen der Epochen der Kunstgeschichte und der Gattungen der Kunst wie Malerei und Graphik, Bildhauerei und Architektur, Kunstgewerbe und Design. Fachspezifische Zugänge von Werkanalyse und vergleichender Untersuchung, entwickelt an sachgerecht betrachteten Dokumentationen wie an Originalen und im Rahmen von Feldforschung bestimmen den Lehralltag ebenso wie die Geschichte der Kunsttheorie und Kunsthistoriographie und kritische Lektüren von Quellen und Diskursen von Kunst.

Der geographische Schwerpunkt liegt in Europa, insbesondere in Regionen und Zentren Mittel-, West- und Nordeuropas, wobei auch Zugänge zur Kunstgeschichte der USA und Anschlüsse zur Kunst des Orients und der Levante Berücksichtigung finden. Die Kunstlandschaften Westfalens und die Kunstsammlungen Norddeutschlands werden regelmäßig in die Lehrveranstaltungen einbezogen.  Schwerpunkte des aufbauenden und vertiefenden Studiums und der Forschung liegen unter anderem bei der Skulptur der Gotik, der Geschichte der Wandmalerei (ab dem frühen und hohen Mittelalter), der Bildenden Kunst (Malerei, Graphik, Bildhauerei) des späten Mittelalters und der ‚Schwellenzeit’ um 1500 und der Renaissance des Nordens. In gattungs- und epochenübergreifender Sicht werden Querschnittsfragen wie die Geschichte des Sehens und der Wahrnehmung, des Ornaments und der Kunsttheorie einschließlich der Entstehung und Tradierung von frühen Farbtheorien und den Zusammenhängen der Wissenschafts- und Bildungsgeschichte wie der Aufschließung von Monumenten und Dokumentationen durch ein interaktives digitales Archiv (MonArch-Datenarchivierungssystem) bearbeitet. Weitere Schwerpunkte bildet die Erforschung von Zeit und Erzählung im Bild, von Subgattungen wie Komik, Satire und Allegorie sowie die Aufschließung von Themen der Wissenschafts- und Bildungsgeschichte wie der Tradierung des Aristotelismus in enzyklopädischen Handschriften, Phänomene der Optik, Katoptrik, der Farbenlehre und Mnemotechnik. Fragen von Zeitgenossenschaft und Transkulturalität werden Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte insbesondere in der quellenkritischen und beobachtenden Entwicklung von aktuellen Methoden und Fragestellungen wie der Rezeptionsästhetik, der Erzähltheorie und Analyse von transmedialen Phänomenen und Prozessen der kulturellen Transformation und des Kulturtransfers behandelt.   

Prof. Dr. Ulrike Heinrichs wurde zum Sommersemester 2012 auf den kunsthistorischen Lehrstuhl am Institut für Kunst, Musik, Textil – Fach Kunst berufen und trat hier die Nachfolge von Prof. Dr. Gerd Bauer an.

Studierende der Universität Paderborn erfahren Kunstgeschichte insbesondere als einen wesentlichen Teil der Kunstwissenschaft in den Lehramtsstudiengängen des Unterrichtsfachs Kunst, weiter auch als integrierten Bestandteil der 2-Fach-Bachelor- und Masterstudiengänge der Kulturwissenschaftlichen Fakultät, insbesondere des Bachelorstudiengangs Kunst und Kunstvermittlung, sowie der Sektoralwissenschaft in den Lehramtsstudiengängen des Unterrichtsfachs Geschichte. Im Studium Generale haben auch Studierende anderer Fakultäten immer wieder die Möglichkeit, das geisteswissenschaftliche Fach der Kunstgeschichte am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte kennenzulernen.

Der Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte bietet die Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen und die Betreuung von außerschulischen Praktika und Auslandsaufenthalten an und vermittelt Kooperationen mit Institutionen wie u.a. den Museen und der Denkmalpflege.

Eine detaillierte Anleitung zur Bearbeitung von Studien- und Prüfungsleistungen bietet der kunsthistorische Leitfaden zum Wissenschaftlichen Arbeiten.

Informationen für Studierende
François Morellet, Concrete Erection (La Plate-Bande n°2), 2010, Bochum, Museum unter Tage im Park von Haus Weimar

Allgemeiner Studienverlauf

Die Studierenden absolvieren in den Teilstudiengängen Lehramt an Grundschulen (G) und Lehramt für Sonderpädagogische Förderung (SP) zunächst ein Basismodul „Einführung in das Fach Kunst“ im Umfang von 15 Leistungspunkten (LP). Dieses Modul wird in der Regel in den ersten beiden Semestern absolviert und umfasst einführende Lehrveranstaltungen zur Kunstgeschichte, Kunstpädagogik und Kunstpraxis. Auf diese propädeutische Phase folgen zwei Aufbaumodule „Lehren und Lernen im Fach Kunst“ im Umfang von 12 LP und „Projektgebundene Kunstpraxis“ (9 LP). In dieser Phase vertiefen die Studierenden ihre Kenntnisse in der Kunstdidaktik, der Kunstpraxis und der Kunstwissenschaft. Hierbei werden in der Lehre häufig inter- und transdisziplinäre Aspekte herausgearbeitet. Bei der Wahl des Faches Kunst im Vertiefungsbereich des Teilstudienganges Lehramt an Grundschulen wird ein zusätzliches Modul „Vertiefungsmodul Kunst“ im Umfang von 9 LP studiert, wobei sich die Anteile gleichmäßig auf die Bereiche Kunstpädagogik, Kunstwissenschaft und Kunstpraxis verteilen.
Auch in den Bachelorteilstudiengängen für die Lehrämter an Haupt-, Real- und Gesamtschulen (HRGe), an Gymnasien und Gesamtschulen (GyGe) sowie an Berufskollegs (BK) gliedert sich das Studium in die drei Arbeitsbereiche der Kunstdidaktik, der Kunstpraxis und der Kunstwissenschaft. Die Studierenden absolvieren zunächst je ein einführendes Basismodul mit zwei bis vier  Lehrveranstaltungen im Umfang von 12 LP respektive 9 LP. Darauf bauen die ab dem 3. Semester zu belegenden Aufbaumodule „Kontext Kunst“ (18 LP in GyGe/BK, in HRGe 9 LP), „Kunstwissenschaft“ (9 LP) und „Künstlerische Praxis“ (12 LP in GyGe/BK, in HRGe 9 LP) auf. In diesen Teilstudiengängen erhalten die Studierenden einen erweiterten Einblick in die einzelnen Fachbereiche. Neben kunstpädagogischen Grundlagen werden die wissenschaftliche Methodenvielfalt (Kunstgeschichte einschließlich Bildwissenschaft und Geschichte der Kunsttheorie sowie Medienästhetik) und die Erweiterung der eigenen künstlerischen Perspektive durch vielseitige kunstpraktische Veranstaltungen (Grafik, Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Digitale Medien, etc.) vermittelt. In den Bachelorteilstudiengängen werden somit die Grundlagen für das vertiefende Masterstudium geschaffen, das neben vertiefenden Lehrveranstaltungen in der Kunstgeschichte und Kunstpraxis durch das verpflichtende Praxissemester in der Schule einen kunstdidaktischen Schwerpunkt hat.

Weitere Informationen zu den Bachelorteilstudiengängen im Fach Kunst erhalten Sie durch die Lektüre der Prüfungsordnungen und in der Fachstudienberatung.

Fächerübergreifende Studienangebote

Die Studierenden in den Bachelorteilstudiengängen für die Lehrämter an allen Schulformen (Bachelor und Master of Education) im Fach Kunst haben die Möglichkeit ihr Studium in den fachwissenschaftlichen Modulen durch das Lehrangebot des Historischen Instituts zu ergänzen. Insbesondere der Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe bietet regelmäßig einschlägige Vorlesungen und Seminare an. Die Studierenden in den Bachelorteilstudiengängen für die Lehrämter an allen Schulformen im Fach Geschichte (Bachelor und Master of Education) können in den Modulen der Sektoralgeschichte und der historischen Hilfswissenschaften kunstgeschichtliche Seminare und Vorlesungen belegen. Insbesondere im Lehrbereich Mittlere und Neuere Kunstgeschichte stehen ihnen hierzu ausgewählte Lehrveranstaltungen offen.
Im Rahmen des Masterstudiengangs Kultur und Gesellschaft der Fakultät für Kulturwissenschaften ist der Lehrstuhl für  Mittlere und Neuere Kunstgeschichte am Teilstudiengang Kulturen der europäischen Vormoderne beteiligt und versieht gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe den Teilstudiengang Kunstgeschichte.
 

Lehrveranstaltungen
Claude Monet, Heuhaufen mit Schneeeffekt bei Sonnenaufgang, 1891, Los Angeles, J. Paul Getty Museum

Informationen zum Lehrangebot entnehmen Sie bitte dem zentralen Vorlesungsverzeichnis

Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten
Jan Lievens, Prinz Karl Ludwig von der Pfalz mit seinem Lehrer Wolrad von Piessen, 1631, Los Angeles, J. Paul Getty Museum

Allen Prüfungen und im Seminar erbrachten Leistungen muss der „Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten“ zugrunde gelegt werden.

Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten

Tutorium

Das Tutorium begleitet das Grundlagenseminar "Einführung in die Kunstgeschichte". Dieses führt an die wichtigsten methodischen Verfahren der Kunstgeschichte heran und gibt an Hand von ausgewählten Bereichen Einblicke in die Gattungen und Epochen der europäischen Kunst von der Spätantike bis zur Gegenwart. Der sachgemäße Umgang mit dem kunstgeschichtlichen Material und den kunstgeschichtlichen Quellen wird eingeübt und eine Einführung in die Techniken und Medien wissenschaftlicher Arbeit in diesem Bereich gegeben, einschließlich grundlegender E-technischer Arbeitsmittel und medienästhetischer Aspekte der Bilddokumentation (Erfassen des Gegenstandes und der Thematik, Bibliographieren, Recherche, Entwickeln einer Fragestellung, Erstellung eines Forschungsstandes, Quellenkunde und Umgang mit Bilddokumenten, Zitierweisen, Ausarbeitung von Referaten und Hausarbeiten). Im Rahmen des Tutoriums haben Studierende die Möglichkeit, die im Seminar behandelten Inhalte zu wiederholen und durch ergänzende Perspektiven zu festigen.

Die Universität der Informationsgesellschaft