Elisa­beth of Bo­hemia – Life and Leg­acy

 

Vom 18. bis 20. Mai fand die Tagung „Elisabeth of Bohemia (1618-1680) – Life and Legacy. Philosophy, Politics and Religion in Seventeenth Century Europe“ an der Universität Paderborn und in Herford statt, deren Ziel es war, die philosophischen Errungenschaften Elisabeths von Böhmen neu zu bewerten und in den intellektuellen Zirkeln ihrer Zeit transparent zu machen.

Die dreitägige Tagung wurde von Prof. Dr. Sabrina Ebbersmeyer (Universität Kopenhagen), Prof. Dr. Sarah Hutton (Universität York) sowie Prof. Dr. Ruth Hagengruber (Center for the History of Women Philosophers and Scientists und Leitung Fach Philosophie, Universität Paderborn) organisiert, welche durch die Fritz Thyssen Stiftung, die Deutsche Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) und das Center for the History of Women Philosophers and Scientists der Universität Paderborn unterstützt wurden. Im Vorfeld der Tagung fand am 17.05.2018 der Workshop „Elisabeth of Bohemia – Women and Early Modern Philosophy“ statt, dessen Ziel es war, die Kommunikation und Zusammenarbeit junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit Philosophinnen der Frühen Neuzeit beschäftigen, zu fördern. Im Anschluss wurde das erste Treffen der Arbeitsgemeinschaft Frauen in der Geschichte der Philosophie abgehalten. Der erste Konferenztag (18.05.2018) wurde durch eine Rede von Prof. Dr. Birgit Riegraf (Präsidentin der Universität Paderborn) eröffnet. Die Präsidentin berichtete in ihrer Ansprache unter anderem von der Biographie Elisabeths und ihrer lokalen und internationalen Bedeutung für die Philosophiegeschichte. Des Weiteren brachte sie ihre Wertschätzung für die Veranstaltung zum Ausdruck. Der zweite Konferenztag (19.05.2018) fand in Herford als Festakt statt, wo Elisabeth von Böhmen/Herford ihre letzten Lebensjahre verbrachte. Der Tag wurde durch den Herforder Bürgermeister Tim Kähler mit einer Willkommensrede eröffnet und von der Herforder Frauengeschichtsgruppe EigenSinn unterstützt. Prof. Dr. Lisa Shapiro (Simon Fraser University) wurde der erste Elisabeth von Böhmen und Herford Preis im historischen Sitzungssaal des Herforder Rathauses durch das wissenschaftliche Auswahlgremium, Prof. Dr. Sarah Hutton (Universität York), Prof. Dr. Ruth Hagengruber (Center for the History of Women Philosophers and Scientists und Leitung Fach Philosophie, Universität Paderborn) und Prof. Dr. Dominik Perler (Humboldt Universität zu Berlin), überreicht. Der mit 3000 Euro dotierte Preis wurde von der ortsansässigen Wirtschaftsprofessorin, Frauenrechtlerin sowie Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin in der Mestemacher-Gruppe Prof. Dr. Ulrike Detmers gestiftet.

Im Laufe der Konferenz wurden Vorträge zu den unterschiedlichsten Aspekten von Elisabeths von Böhmen/Herford Leben und Wirken gehalten. Es sprachen in chronologischer Abfolge: Lisa Shapiro, Lilli Alanen, Nadine Akkerman, Sabrina Ebbersmeyer, Mirjam de Baar, Denis Kambouchner, Sarah Hutton, Dominik Perler, Michael Girke, Sonja Langkafel, Gianni Paganini, Carol Pal, Martina Reuter, Marie-Frédérique Pellegrin und Susanne Åkerman. Die Gäste, durch ein festliches Rahmenprogramm begleitet, nutzten die Zeit in den Kaffee- sowie Mittagspausen, sich angeregt über den Star der Tagung auszutauschen: Elisabeth von Böhmen.

Eröffnung am 18.05.2018: Prof. Dr. Birgit Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn (Foto von Dennis Eller)
(v.l.n.r.) Tim Kähler, Bürgermeister von Herford, Prof. Dr. Ruth Hagengruber, Universität Paderborn, Preisträgerin Prof. Lisa Shapiro, Simon Fraser University, Prof. Sarah Hutton, Universität York, und Prof. Dominif Perler, Humboldt Universität zu Berlin (Foto von Jessica Harmening)
Gruppenfoto der Konferenzteilnehmer, am 19.05.2018 vor dem Rathaus in Herford (Foto von Jessica Harmening)