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Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe, Exkursion 2016, hier: Besuch des Schlosses Solitude Bildinformationen anzeigen
Exkursion der Alten Geschichte nach Aphrodisias, Türkei (2011) Bildinformationen anzeigen
Kupferstich von Matthäus Merian (1647) Bildinformationen anzeigen

Foto: CC BY SA Hans Weingartz/Wikicommons

Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe, Exkursion 2016, hier: Besuch des Schlosses Solitude

Foto: Privat

Exkursion der Alten Geschichte nach Aphrodisias, Türkei (2011)

Foto: Privat

Kupferstich von Matthäus Merian (1647)

Foto: http://www.zeno.org - Contumax GmbH & Co. KG

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Digitaler Workshop "Occupied Spaces: A Comparative Historical Analysis of Transnational Encounters in Private Spaces in Occupied Japan and (West) Germany, 1945-1955", Sophia University, Tokio, Japan

In diesem Workshop werden die alliierten Besatzungen in (West)Deutschland und Japan nach dem Zweiten Weltkrieg aus einer vergleichenden und ungewöhnlichen Perspektive diskutiert: Im Fokus stehen Besatzerfamilien – Ehefrauen und Kinder der Männer, die bei den Streitkräften oder Militärregierungen arbeiteten – und ihr Kontakt zu den Angehörigen der besetzten Gesellschaften, die in privaten Räumen als Dienstboten, Nachbarn oder Arbeitskollegen mit diesen Familien in Kontakt kamen. Der Vergleich zwischen Japan und Deutschland scheint ertragreich zu sein: Auf der einen Seite ähneln sich die Entwicklungen: Beide Länder wurden von alliierten Truppen besetzt und reorganisiert und beide Besatzungen wurden später als Modell für eine erfolgreiche demokratische und wirtschaftliche Entwicklung betrachtet. In beiden Ländern bestand die Besatzung nicht nur aus Soldaten und Angehörigen der Militärregierungen, sondern auch aus begleitenden Familien, die im besetzten Land durch einen – von beiden Seiten häufig als ‚kolonial‘ wahrgenommenen – gehobenen Lebensstil mit einheimischen Dienstboten einen sozialen Aufstieg erfuhren. Auf der anderen Seite differierte die Art und Weise, wie Besatzung organisiert und durchgeführt wurde, in den beiden Ländern sowie in den unterschiedlichen alliierten Zonen. Deutschland und Japan lagen in entgegengesetzten Teilen der Welt und waren unterschiedlich bezüglich ihrer Sprache, Geschichte, Ethnizität, Religion, Tradition und Lebensweise. Dies evoziert die Frage, ob und wie stark diese Differenzen sowohl die Familien beeinflussten, die als Teil der Besatzungsmacht in ein fremdes Land geschickt wurden, als auch die lokale Bevölkerung, und wie weit die Unterschiede oder Ähnlichkeiten transnationale Beziehungen beeinflussten.

In den vier Vorträgen werden aufeinander aufbauend unterschiedliche Perspektiven auf die Besatzungen in Japan und Deutschland geworfen. Diese Veranstaltung steht im Kontext einer von der DFG geförderten internationalen Kooperationsanbahnung zwischen Kazuto Oshio (Sophia University, Tokio), Christine de Matos (University of Notre Dame, Sydney) und Bettina Blum (Arbeitsbereich Zeitgeschichte, Universität Paderborn).

 

Weitere (organisatorische) Informationen und eine Möglichkeit zur Anmeldung zum digitalen Panel finden Sie auf dieser Seite: https://dept.sophia.ac.jp/is/amecana/en/lecturemeeting/201120-occupied-spaces-eng/

Die Universität der Informationsgesellschaft