Ak­tu­el­les

In­ter­na­ti­o­na­ler Tag des Down-Syn­droms

Internationaler Tag des Down-Syndroms
Am 21. März ist Welttag des Down-Syndroms! Der Tag des Down-Syndroms ist ein internationaler
Aktionstag zur Sensibilisierung und setzt ein Zeichen für Wertschätzung, Teilhabe und
Bewusstseinsbildung. Der Tag soll dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und ein realistisches sowie
respektvolles Verständnis für unsere heterogene Gesellschaft zu vermitteln. Unsere Studierenden Sina Asendorf, Marie Kokenkemper und Nicole Schiller haben im Rahmen des Seminars “Beratung als Handlungskontext nutzen, durch digitale Kommunikation unterstützen und mehrsprachig umsetzen” ein Projekt anlässlich des Welttag des Down-Syndroms erarbeitet und Interviews geführt. Ihre Ergebnisse und Infos hier:

Definition „Down-Syndrom“
Das Down-Syndrom, auch Trisomie 21 genannt, ist eine natürlich vorkommende genetische Variation.
Bei Menschen mit Down-Syndrom liegt das 21. Chromosom dreifach statt zweifach vor, sodass
insgesamt 47 statt 46 Chromosomen vorhanden sind. Diese genetische Besonderheit entsteht bereits vor der Geburt und wird nicht als Krankheit, sondern als ein Aspekt menschlicher Diversität betrachtet. Weltweit leben mehrere Millionen Menschen mit Down-Syndrom. Ihre Lebensqualität hängt dabei stark von gesellschaftlichen Bedingungen, Akzeptanz und ihrer Förderung ab.

Sprachentwicklung mit Down-Syndrom
Das Down-Syndrom kann sich auf die Entwicklung auswirken. Die Sprachentwicklung verläuft häufig
verzögert, viele Menschen mit Down-Syndrom entwickeln trotzdem gute kommunikative Fähigkeiten.
Dabei sind rezeptive Fähigkeiten oftmals weiterentwickelt als die aktive Sprachproduktion. Zudem kann
die Aussprache durch Besonderheiten im Muskeltonus, der Mundmotorik oder im Hörvermögen
beeinflusst sein. Unterstützende Kommunikationsformen wie Gebärden, Bilder oder Symbole können
die gesprochene Sprache sinnvoll ergänzen und zur erfolgreichen Verständigung beitragen. Mit
geeigneten Fördermaßnahmen können Sprache und Kommunikation gezielt gefördert werden.
Entscheidend ist dabei ein ressourcenorientierter Blick, der die individuellen Fähigkeiten, Stärken und
Entwicklungsmöglichkeiten der Personen in den Mittelpunkt stellt.

Projekt: Interviews zum Welttag des Down-Syndroms
Der Welttag des Down-Syndroms lädt dazu ein, Raum für Information, Begegnung und Austausch zu schaffen und leistet damit einen Beitrag zu mehr Verständnis und Inklusion. Auch an der Universität Paderborn nehmen wir diesen Tag zum Anlass, um über Sprache, Kommunikation und Inklusion zu
informieren. Unser Ziel ist es, Aufmerksamkeit auf die Lebensrealitäten von Menschen mit Down-
Syndrom zu lenken, ihre Rechte und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Dafür möchten wir die
Stimmen von Menschen mit Down-Syndrom sowie von Angehörigen, Fachleuten und Unterstützer:innen sichtbar machen. Im Rahmen von Radiointerviews in Kooperation mit dem Paderborner Campusradio L’UniCo wurden Gespräche mit Amelie Gerdes (Schauspielerin mit Down-Syndrom), Katharina Weides (Mutter einer jungen Frau mit Down-Syndrom) und Diana Bangratz (Logopädin) geführt. In den studentisch organisierten und geführten Interviews berichten sie unter anderem über eigene Erfahrungen. So erzählt Amelie Gerdes von der Nutzung der Gebärdenunterstützten Kommunikation in ihrer Kindheit. Auch im Interview mit Diana Bangratz werden sprachunterstützende Maßnahmen der Logopädie thematisiert. Als Logopädin kann sie hier professionelle Einschätzungen für sprachfördernde Kommunikation teilen. Katharina Weides berichtet vor allem aus ihrer Perspektive als Mutter. Sie beschreibt die Sprachentwicklung ihrer Tochter detailliert und gibt Beispiele für Sprachentwicklung und Förderung von Kindern mit Trisomie 21. So berichtet sie von Konzepten der Frühförderung und Sprachunterstützung nach Castillo Morales. Diese Interviews geben persönliche Einblicke in den Alltag, zeigen individuelle Erfahrungen und machen deutlich, welche Bedeutung Kommunikation, Unterstützung und gesellschaftliche Akzeptanz haben.

Wir laden Sie ein, sich von ihren Geschichten inspirieren zu lassen und Teil eines Diskurses zu mehr
Sichtbarkeit, Akzeptanz und Inklusion zu werden.


Wenn Sie mehr über das Leben von Amelie Gerdes, Katharina Weides und Diana Bangratz erfahren
möchten, können Sie sich auf ihren Instagram-Kanälen umschauen:

Amelie Gerdes https://www.instagram.com/ameliegerdes_offiziell/
Katharina Weides https://www.instagram.com/soneasonnenschein/
Diana Bangratz https://www.instagram.com/t21_we_learn/