Autor*innenlesungen didaktisch
Autor*innenlesungen gelten als wichtiger Baustein schulischer Leseförderung, der meist im Sammelbecken leseanimierender Verfahren verortet wird. Von Lehrpersonen wird erwartet, dass sie solche Begegnungen zwischen Schriftsteller*innen und jungen Leser*innen lernförderlich vorbereiten und durchführen. Gleichzeitig gibt es jedoch kaum Forschung zu den vorhanden Praktiken sowie zu den Faktoren, die eine resonanzstarke und auch über das Event hinaus noch nachwirkende Begegnung zwischen Literaturschaffenden und Heranwachsenden ermöglichen.
Das Projekt setzt bei diesem Desiderat an und betrachtet schulische Autor*innenlesungen in lese- und literaturdidaktischer Perspektive. Ein wichtiger Teilbereich des Projekts sind Gespräche mit lesungsaffinen Kinder- und Jugendbuchautor*innen, die im Rahmen der Paderborner Kinderliteraturtage durchgeführt werden sowie - zur Korpuserweiterung - via Zoom. Zur Sprache kommen hier unter anderem erfahrungsintensive Worst-Case-Szenarien sowie Best-Practice-Beispiele. Die Interviews bilden die Datengrundlage für praxistheoretisch grundierte Modellierungen für erfahrungsintensive, lese- und lernförderliche Autor*innenlesungen in der Schule.
Projektbeteiligte: Prof. Dr. Iris Kruse, Dr. Bernd Maubach