Neue Pu­bli­ka­ti­on: Die Zu­kunft der di­gi­ta­len De­mo­kra­tie

Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts INNOVADE (http://innovade-democracy.eu) haben Christian Fuchs, Joel Museba und Kevin Friesch einen neuen Forschungsbericht mit dem Titel „The Futures of Digital Democracy” (Die Zukunft der digitalen Demokratie) veröffentlicht.

Dieser Artikel skizziert vier mögliche Zukunftsszenarien für die digitale Demokratie. Diese Szenarien veranschaulichen, wie sich die Digitalisierung auf die Gesellschaft und die demokratische Regierungsführung auswirken könnte. Die Methode ist das Storytelling, nämlich die Konstruktion von vier realistischen Science-Fiction-Szenarien, die zum Nachdenken darüber anregen sollen, wie eine zukünftige digitale Gesellschaft aussehen könnte und welche digitalen Zukunftsszenarien wünschenswert und welche unerwünscht sind. Methodisch kombiniert dieses Whitepaper die Szenarioentwicklungstechnik aus dem UN Strategic Foresight Guide mit der STEEP-Analyse (Socio-Cultural, Technological, Economic, Environmental und Political). Die Szenarioentwicklungstechnik umfasst einerseits die Identifizierung von Triebkräften des gesellschaftlichen Wandels und deren Einordnung in eine 2×2-Matrix. STEEP hingegen ist ein systemischer Ansatz auf der Makroebene, der über die Analyse von Individuen (Mikroebene) und Organisationen (Mesoebene) hinausgeht und sich auf wichtige gesellschaftliche Dimensionen konzentriert. Die Makro- Dimensionen, auf die sie sich konzentriert, sind folgende: (1) soziokulturelle Faktoren (S), (2) technologische Faktoren (T), (3) wirtschaftliche Faktoren (E), (4) ökologische Faktoren (E) und (5) politische und rechtliche Faktoren (P).

Diese Kombination ermöglichte die Entwicklung von vier Szenarien, die die Auswirkungen digitaler Technologien untersuchen. Die Szenarien unterscheiden sich entlang zweier Achsen. Die vertikale Achse steht für die Art der gesellschaftlichen Organisation und der politischen Macht (Autoritarismus versus Demokratie). Die horizontale Achse steht für die Art der Regierungsführung und der Bürgerbeteiligung (Repräsentation versus Partizipation). Die vier Szenarien lauten wie folgt:

Szenario 1: Repräsentativer digitaler Autoritarismus
Szenario 2: Partizipativer digitaler Autoritarismus
Szenario 3: Repräsentative digitale Demokratie
Szenario 4: Partizipative digitale Demokratie

Verfasser: Christian Fuchs, Joel Museba, Kevin Friesch

Der ausführliche Bericht ist unter http: https://zenodo.org/records/17747937 nachzulesen.

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