Open Space

Studierende der Fächer Kunst, Musik, Textil sind aufgefordert und eingeladen, den zum Zeichenatelier hinzugewonnenen kleinen Glaskasten im Wechsel mit eigenen künstlerischen Arbeiten für jeweils mehrere Wochen zu bespielen.
Neben der "klassischen" Hängung und Präsentation von Objekten, Zeichnungen oder Malereien können auch interdisziplinäre Kunstprojekte realisiert werden. Der Raum kann als Themenausstellung (z. B. als "Esszimmer" oder Schaufenster), als Erzähl- bzw. Textraum, ferner in unterschiedlichen Medien (Diaprojektion, Videoinstallation, mixed media, Akustik) oder als Raum zur Realisierung eigener Performances genutzt und inszeniert werden. Gezeigt werden können auch Arbeiten aus der Fachpraktischen Prüfung oder aus Seminaren, die einen engen Bezug zum Kuratieren aufweisen.
Eine Überlegung für die Installierung eines "Open Space" ist, die Vermittlung von Kunst stärker in der eigenen künstlerischen Arbeit zu verorten, d.h. durch die eigene künstlerische Praxis zu reflektieren, ferner Präsentationsformen zu erproben und diese für eine Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ak­tu­ell

Sommersemester 2026

OPEN SPACE - Kuratieren als künstlerische Praxis?

Im Rahmen der Reihe OPEN SPACE präsentieren Studierende ihre künstlerisch-kuratorische Projektarbeit. An drei Terminen im Juli jeweils dienstags von 11-13 Uhr finden ab dem 7. Juli insgesamt drei OPENINGS statt. Diese sind Anlass für Austausch, Kritik und Reflexion und im Sinne des OPEN SPACES bilden sie temporäre Möglichkeitsräume zum Erproben, Experimentieren, Umordnen, Modellieren und Weiterdenken.

Aus diesem Spannungsfeld unternahm das Projektseminar den Versuch, durch eine Künstlerische Forschung den Raum des OPEN SPACE zu untersuchen und in unterschiedlichen Handlungen zugleich vielfältiges Material zu generieren. Durch intensive Recherche, durch Schreiben, Zeichnen, Fotografieren, Skalieren usw. entstanden eigene Sammlungen, die zeitversetzt im Plenum präsentiert worden sind, d.h. sie wurden ausgewählt, an- und umgeordnet, kombiniert und kommentiert. Diese sog. 

Tisch-Präsentationen bildeten die Fläche für die jeweils entwickelten, eben dadurch sichtbar und öffentlich gemachten Arbeiten.

Das, was von den Studierenden über Monate aus dem OPEN SPACE in aufeinanderfolgenden Handlungssettings als Wall-Work-Arbeit, als objektbezogene Spurensicherung, akustische Collage oder interaktives Medium gleichsam „herausgenommen“ wurde, wird nun durch die kuratorische Teamarbeit dem Raum zurückgegeben. Dieses handlungserprobte Spannungsverhältnis von Kunst und Kuratorik wurde durch theoretische Positionen und Texte von Künstler*innen und Kurator*innen erweitert (Rémy Zaugg, Brian O’Doherty, Daniel Buren, Sol Lewitt, Kathrin Sonntag, Beatrice v. Bismarck u.a.).

Wir laden herzlich zu den Präsentationen ein!

TERMINE und TEAMS

Dienstags, 11-13 Uhr

07. Juli 2026

Madelaine Dunschen, Tola Kumelan, Yasmin Kutschera, Jessica Raabe, Maya Schmidt, Julia Szmytka, Greta Vornweg 

14. Juli 2026

Renée Beugholt, Emily Lüpken, Alica Klassen, Daria Fomina, Sophie Günther, Franziska Hesse, Claire Roberts

21. Juli 2026

Can Ekemen, Nina Sophie Kuhle, Lena Kaiser, Maya Langenscheidt, Paula Ottenmeier, Emil Wermes, Nina Wolf

 

Kontakt: Prof. Dr. Sabiene Autsch, Universität Paderborn, Fakultät für Kulturwissenschaften, Institut für Kunst, Musik, Textil, Fach Kunst. Und Chiara August, WHB im Lehrbereich Kunstgeschichte und ihre Didaktik.

Open Space: Silogebäude, Warburger Straße 100, 33098 Paderborn.


Wir danken der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn für die finanzielle Unterstützung der OPEN-SPACE-Projektreihe.


MOVING BOOKS WiSe 2025/26


Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Sabiene Autsch, Chiara August und die Studierenden des Projektseminars.

Kontakt: Prof. Dr. Sabiene Autsch, Lehrstuhl für Kunst/Kunstgeschichte, s unter:
https://kw.uni-paderborn.de/fach-kunst/kunstkunstgeschichte-und-ihre-didaktik/forschung/open-space

Pu­bli­ka­ti­on

Sabiene Autsch, Tim Pickartz (Hg.)

Open Space: Der Raum als Möglichkeit

Die Publikation bildet die offenen und experimentellen künstlerischen Tendenzen und kuratorischen Entscheidungen in der Architektur des 2010 installierten kleinen Ausstellungsraumes Open Space im Silo des Faches Kunst ab und versammelt äußerst heterogenes Material. Die bislang knapp vierzig durchgeführten Ausstellungen und Projekte bilden in Form großformatiger Abbildungen die Grundlage des Bandes.
Um neben einer bloßen Dokumentation ein eigenständiges Anliegen – die Frage nach dem Raum und seinen Möglichkeiten – abzubilden und zu vermitteln, folgt der aufwendig gestaltete Band Prinzipien von Konstellation und Umordnung: Das Blättern im Buch folgt daher keiner chronologischen Ab- oder Reihenfolge, sondern kann vielmehr als ein Gang durch eine Ausstellung verstanden und benutzt werden: assoziativ, zirkulierend, kursorisch und kuratorisch. Die in Form von Texten und Bildern zusammengestellten Cluster sollen dabei zu einem (Bild-)Denken anregen, das sich als ein Nachdenken über Bilder, zugleich aber auch als ein Denken in Bildern und mit Hilfe von Bildern versteht.
Mit diesem Band möchten die Autoren die interdisziplinäre Arbeit in der Kulturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Paderborn stärken und zugleich für weitere projektbezogene und kreative Kooperationen werben, zugleich das Feld der Kuratorischen Praxis und Kunstvermittlung theoretisch und praktisch profilieren.

Das Editorial gibt es hier als PDF.