Kon­struk­ti­ons­di­dak­tik (KxD) meets Sprach­un­ter­richt

Herzlich willkommen auf unserer Tagungsseite!

Am 25. und 26. März 2026 richtet das Team der Germanistischen Sprachdidaktik (Sprachliche Grundbildung) für Prof. Dr. Elvira Topalović eine Fachtagung zum Thema „Konstruktionsdidaktik (KxD) meets Sprachunterricht. Diskussionen zum Sprachlichen Lernen mit Konstruktionen in der Grundschule“ aus. Ziel der Veranstaltung ist es, aktuelle theoretische, konzeptionelle und empirische Entwicklungen in der Schnittstelle von Konstruktionsgrammatik, Konstruktionsdidaktik und Unterrichtspraxis im Primarbereich zu diskutieren.

Die Tagung findet im L-Gebäude (L2 201) statt und bietet ein vielfältiges Programm mit Fachvorträgen, Workshops und praxisorientierten Diskussionsformaten. Sie richtet sich an Wissenschaftler:innen, Lehrkräfte und weitere Interessierte, die sich mit einer theoretisch fundierten und zugleich praxisnahen Sprachdidaktik im Kontext der Konstruktionsgrammatik befassen möchten.

 

Ta­gungs­in­hal­te

Die Konstruktionsgrammatik (construction grammar, CxG) zählt zu einer etablierten Sprachtheorie in der Linguistik (vgl. z.B. Goldberg 2006). Ausgangspunkt sind Konstruktionen, die nach Goldberg (2006) als „learned pairings of form with semantic or discourse function, including morphemes or words, idioms, partially lexically filled and fully general phrasal patterns” (ebd. S. 5) verstanden werden können. Die Annahme von Konstruktionen als Form-Bedeutungsverbindungen ist Ausgangspunkt zahlreicher Publikationen (vgl. u.a. die Reihe Konstruktionsgrammatik im Stauffenburg Linguistik) und ist auch für Spracherwerbstheorien zu einer wichtigen Grundlage geworden (vgl. z.B. Tomasello 2008, Behrens 2009). Jüngst schlagen Amorocho & Pfeiffer (2023a & b) vor, konstruktionsgrammatische Ansätze auch für den Sprachunterricht anschlussfähig zu machen. Anlehnend an bestehende didaktische Ansätze (z. B. Chunks, Textprozeduren) entwickeln sie das Modell einer Konstruktionsdidaktik (KxD), das auf den folgenden Annahmen beruht (ebd. 2023a, S. 142–144):

  1. In der KxD steht das Erlernen von Konstruktionen im Vordergrund. Das Ziel eines Sprachunterrichts in der Erst-, Zweit und Fremdsprache ist es, entsprechend auf „den Aufbau, Ausbau und Umbau des konstruktionalen Wissens (des Konstruktikons) zu zielen“ (ebd., S. 143).

  2. Die KxD ist offen konzipiert und dadurch prinzipiell anschlussfähig an „Prinzipien, Verfahren und Methoden anderer sprachdidaktischer Konzeptionen“ (ebd.)

  3. Für eine KxD sind Form-Inhalts-Zusammenhänge zentral, ganz gleich, welcher konkreter Schwerpunkt (Form oder Inhalt) im jeweiligen Unterrichtskontext vorgenommen wird.

  4. Die Vermittlung von Konstruktionen erfolgt in möglichst authentischen Lernkontexten. Dabei werden auch spezifische Textsorten- bzw. Gattungszusammenhänge berücksichtigt. 

  5. KxD ist nicht auf ein Medium beschränkt, sondern gleichermaßen für multimodale Interaktionsprozesse der gesprochenen und geschriebenen Sprache relevant.

  6. KxD ist nicht auf das Erlernen spezifischer Konstruktionen beschränkt, vielmehr werden diese zum „Ausgangspunkt abstrahierend-analytischen Arbeitens“ (ebd.) im Unterricht.

  7. KxD schließt Korpusanalysen zwingend mit ein. Korpusanalytisch können erstens Zielkonstruktionen erfasst, zweitens authentische Texte und Gespräche für den Unterricht gefunden und drittens Erwerbsverläufe nachgezeichnet werden. 

  8. Die kommunikative Funktion sollte durch authentische Kontexte bestmöglich beachtet werden. Dies gilt vor allem auch für die Auswahl des Inputs, in dem Zielkonstruktionen in hoher Frequenz vorkommen. 

  9. Konstruktionsdidaktische Konzepte benötigen einer empirischen Evidenz. 

In der Deutschdidaktik erscheinen eine Vielzahl von Lerngegenstände für eine konstruktionsdidaktische Modellierung anschlussfähig: Im Heft „Grammatische Modelle“ (Topalović & Blachut 2023) werden „Formen und Funktionen beim grammatischen Lernen“ (Peschel 2023) diskutiert und es lassen sich erste konstruktionsdidaktische Ideen zu Wortgruppen (vgl. Becker et al. 2023) erkennen. Auch Sprachhandlungen wie das Erzählen oder Argumentieren sind durch grammatische Gebrauchsmuster geprägt (vgl. Feilke/Tophinke 2019, S. 6). Insbesondere das Erzählen wird vor dem Hintergrund konstruktionsgrammatischer Theorien vielfach diskutiert (vgl. Beiträge in Ziem 2023) und bereits in deutschdidaktischen Modellierungen aufgegriffen (vgl. Uhl & Drepper 2022). Weiterführend wäre hier auch zu überlegen, dass neben dem Erzählen auch weitere Sprachhandlungen (z.B. das Argumentieren oder Berichten) konstruktionsdidaktisch für den Deutschunterricht gedacht werden.

Ausgehend von diesen Überlegen wollen wir auf der Fachtagung den Mehrwert einer KxD für den Sprachunterricht in der Grundschule, der die Spracherwerbskontexte und die sprachliche Vielfalt der Kinder berücksichtigt, diskutieren. Dazu soll auf theoretischer, konzeptioneller und empirischer Ebene die Konzeptualisierung von konstruktionsdidaktischen Lernmaterialien beleuchtet werden. Leitend können dabei auf theoretischer Ebene folgende Fragen sein: Welche sprachlichen Erwerbsläufe lassen sich rekonstruieren und für eine KxD anschlussfähig machen? Welchen Konstruktionen begegnen Kinder in authentischen Rezeptionsprozessen, z.B. von Literatur oder Sprachbüchern? Auf konzeptioneller Ebene können folgende Fragestellungen betrachtet werden: Wie lassen sich Lerngegenstände des Sprachunterrichts gemäß der KxD konzeptualisieren? Welche bestehende deutschdidaktische Methoden und/oder Konzepte lassen sich im Sinne einer KxD weiterentwickeln? Zuletzt stellt sich auf empirischer Ebene die Fragen, ob bereits erste empirische Evidenzen zum Einsatz von konstruktionsdidaktischer Lernmaterialien erbracht werden können.

Literatur

Amorocho, Simone & Pfeiffer, Christian (2023a): Konstruktionsdidaktik – Grundzüge einer sprachdidaktischen Konzeption. In: Deutsch als Fremdsprache. Zeitschrift zur Theorie und Praxis des Faches Deutsch als Fremdsprache 3, S. 131–147. https://doi.org/10.37307/j.2198-2430.2023.03.02

Amorocho, Simone &Pfeiffer, Christian (2023b): Vom Konzept zur Anwendung: Konstruktionsdidaktik am Beispiel von Zitatmarkierungskonstruktionen in der gesprochenen Wissenschaftssprache. In: Deutsch als Fremdsprache. Zeitschrift zur Theorie und Praxis des Faches Deutsch als Fremdsprache 4, S. 213–224. https://doi.org/10.37307/j.2198-2430.2023.04.04

Becker, Tabea; Hagemeier, Carolin & Michel, Anke (2023): Wortgruppe. In: Der Deutschunterricht, 3, S. 38–48.

Behrens, Heike (2009): Konstruktionen im Spracherwerb. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik, 37(3), S. 427–444.https://doi.org/10.1515/ZGL.2009.030

Feilke, Helmut & Tophinke, Doris (2016): Grammatisches Lernen. In: Praxis Deutsch, 256, S. 4–11.

Goldberg, Adele Eva (2006): Constructions at work: the nature of generalization in language. Oxford: Oxford University Press. 

Peschel, Corinna (2023): Formen und Funktionen beim grammatischen Lernen. In: Der Deutschunterricht, 3, S. 15–24.

Fischer, Kerstin; Stefanowitsch, Anatol & Lasch, Alexander (2006–heute) (Hrsg.): Konstruktionsgrammatik. Reihe Stauffenburg Linguistik. Tübingen: Stauffenburg Verlag.

Tomasello, Michael (2008): Konstruktionsgrammatik und früher Erstspracherwerb. In: Fischer, Kerstin & Stefanowitsch, Anatol (Hrsg.), Konstruktionsgrammatik I. Von der Anwendung zur Theorie. Tübingen: Staufenberg, S. 19–37.

Topalović, Elvira & Alisa Blachut (Hrsg.). (2023): Grammatische Modelle. In: Der Deutschunterricht, 3 (Themenheft).

Uhl, Benjamin & Drepper, Laura (2022): Narrative Schemaaktivierung und vorschulischer Erzählerwerb – eine gebrauchsbasierte Analyse über die Verwendung narrativer Konstruktionen zur Gestaltung einer temporalen Handlungsabfolge. In: Mesch, Birgit & Benjamin Uhl (Hrsg.): Temporalität – empirische Zugänge zum Erwerb von Zeitlichkeit. Waxmann Verlag, S. 73–102.

Ziem, Alexander (2023) (Hrsg.): Konstruktionsgrammatik 8. Konstruktionen und Narration. Tübingen: Stauffenburg.

Mittwoch, 25.03.26

12:00Begrüßung & Eröffnung
13:00Keynote (digital): Alexander Lasch (Technische Universität Dresden)
Wie und warum lernen wir, eine Geschichte zu erzählen?
14:00Tabea Becker & Anke Michel (Leibniz Universität Hannover)
Vom Wie und vom Was: Chancen und Herausforderungen der Konstruktionsdidaktik
15:00Kaffeepause
15:30Benjamin Uhl (Universität Koblenz)
Narratives ‘Spacebuilding’ im schriftlichen Erzählen der Grundschule. Eine korpusanalytische Untersuchung 
16:30Diskussion

 

Donnerstag, 26.03.26

9:00Christina Noack (Universität Osnabrück)
Die Vermittlung von Textkohärenz bei Erzähltexten im Deutschunterricht
10:00Corinna Peschel (Bergische Universität Wuppertal)
“Man muss doch die Reihenfolge wissen, um das lecker kochen zu können”– Konstruktionen beim Texteschreiben 
11:00Kaffeepause
11:30Sara Hägi-Mead (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau)
Dialogisches Lernen, sprachenbewusster Fachunterricht und Konstruktionsdidaktik
12:30Mittagspause
14:00

Workshops
Brechtje Beuker, Irma Eltink & Sissy Uhrig (Hogeschool van Arnhem en Nijmegen)
Neue Wege zur Integration von Sprach- und Kulturbewusstheit im niederländischen DaF-Unterricht

Laura Drepper, Kira Härtel & Sonja Sperling (Universität Paderborn)
Workshop zu Korpusanalysen mit der Datenbank PaSuSdigital

15:00Abschlussdiskussion

Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten

Übernachtungsmöglichkeiten

  • Intercityhotel am Hauptbahnhof (zentral, modern, ruhig, sehr gute Anbindungen an die ÖVM): Bahnhofsstraße 29, 33102 Paderborn (https://hrewards.com/de/intercityhotel-paderborn)
  • Aspethera (innenstadtnah mit kostenpflichtigem Parkplatz):Am Busdorf 7, 33098 Paderborn (https://www.hotel-aspethera.de)
  • Welcome Hotel (Anreise mit Auto, hauseigene gebührenpflichtige Parkplätze): Fürstenweg 13, 33102 Paderborn (https://www.welcome-hotels.com)
  • Hotel zur Mühle beim Paderquellgebiet (zentral, innenstadtnah, Parkmöglichkeit an öffentlichen Parkplätzen wie Maspernplatz, gute Busanbindung mit der 1 und 4): Mühlenstraße 2, 33098 Paderborn(https://www.hotelzurmuehle.de)
  • Bildungs- und Tagungshaus Liborianum (gute Busanbindung mit der 1,4 und 6): An den Kapuzinern 5-7, 33098 Paderborn (https://www.liborianum.de/zimmer-angebote/)

Vor­tra­gen­de & Ab­s­tracts

Wie und war­um ler­nen wir, ei­ne Ge­schich­te zu er­zäh­len?

Sprachliches Wissen, einschließlich sprachlicher Einheiten zwischen Lexikon und Grammatik, kommunikativer Routinen und kontextueller Einbettung, wird als ein Netzwerk von Bedeutungs-Formpaaren, sogenannten Konstruktionen, erworben. Begreift man den Menschen als Homo narrans, dann hat man mit Erzählungen eine der kommunikativen Gattungen vor sich, die eine zentrale Rolle in diesen Erwerbsprozessen spielen und nach und nach erlernt werden müssen (wie die Formel „nach und nach“). Denn Erzählen kann als eine anthropologisch universelle Kulturpraxis der Zeitdeutung und als eine Kommunikationsgattung verstanden werden, die auf historisch und kulturell spezifischen, gesellschaftlich verfestigten und formalisierten Lösungen kommunikativer Probleme basiert. Die Konstruktionsgrammatik bietet nun ein klares und schlankes Paradigma zur Beschreibung und Erklärung der Relevanz des Erzählens im Spracherwerb. Zentrale kognitive Fähigkeiten, wie das "Intention Reading" und das "Pattern Finding", ermöglichen es Sprachlerner:innen, regelmäßige Muster zu identifizieren, zu internalisieren und schließlich in Anwendung zu bringen – in Kombination mit vor allem für Narrationen typischen Konnektoren erstehen bald größere sprachliche Strukturen. Dieses Wissen wird durch Prozesse der kognitiven Verfestigung ("Entrenchment") verankert und in kognitiven Routinen wahrnehmungsprägend, wobei Variation über individuelle Ausprägungen von Erzählmustern die Ausbildung abstrakterer Schemata ermöglicht – so werden dann auch Gattungswissen gelernt, wie das über „die Erzählung“. Denn die Kenntnis geeigneter Sprachhandlungsmuster ist ein wesentlicher Bestandteil der kommunikativen Kompetenz des Erzählens. Im Beitrag werden ausgewählte narrationsspezifische Funktionen von Konstruktionen identifiziert, wie etwa die Etablierung narrativer Routinen oder die Bewältigung kommunikativer Aufgaben des Darstellens und Dramatisierens. Beispiele für solche narrativ relevanten Konstruktionen umfassen Konnektoren, so genannte Ereignismarker und schließlich die Verwendung von Tempus- und Faktizitätsmarkierung.

Literatur

Alexander Lasch. 2024. (Er)Zählen im Netz-Werk: Die Herausforderung der Autoplausibilität der Netzwerk-Metapher am Beispiel konstruktionsgrammatischer Narrativik. In: Matthias Attig, Katharina Jacob, Marcus Müller & Friedemann Vogel (Hg.). Netz und Werk. Zur Gesellschaftlichkeit sprachlichen Handelns. Berlin, Boston: De Gruyter. 137-148. DOI: https://doi.org/10.1515/9783111086514-011.

Alexander Lasch. 2023. Doch dieſe Gewohnheit, die Kinder auf Brettchen zu binden, kommt nach und nach ab. Mehrlingsformeln als Konstruktionen der Modalität im Kontext einer konstruktionsgrammatischen Narrativik. In: Alexander Ziem (Hg.). Konstruktionsgrammatik VIII: Konstruktionen und Narration. Tübingen: Stauffenburg. 153-177.

Arie Verhagen. 2021. Ten Lectures on Cognitive Evolutionary Linguistics (Distinguished Lectures in Cognitive Linguistics 24). Leiden, London: Brill.

Alexander Ziem & Alexander Lasch. 2018. Konstruktionsgrammatische Zugänge zu narrativen Texten. Ausgangspunkte und Perspektiven. In: LiLi 48,2. Ahead of Print: rdcu.be/JVmn.

DOI: https://doi.org/10.1007/s41244-018-0097-3.

Alexander Lasch. 2018. Phrasale Konstruktionen als Basis narrativer Routinen. In: ZGL 46,1. 44-64.

DOI: http://doi.org/10.1515/zgl-2018-0004. OpenAccess-Zweitpublikation via Qucosa 2021.

Vom Wie und vom Was: Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen der Kon­struk­ti­ons­di­dak­tik

Eine konstruktionsgrammatische Beschreibung sprachlicher Gegenstände vermag es, traditionelle und artifizielle Grenzen zwischen unterschiedlichen sprachlichen Ebenen (z.B. Lexikon und Grammatik) aufzuheben und stattdessen die engen Verknüpfungen zwischen sprachlichen Einheiten unterschiedlichster Art und Größe präziser zu beschreiben. Im Rahmen der Forderung nach einem funktionalen Sprachunterricht, und damit nach einem konsequenten Zusammendenken von Form und Bedeutung/Funktion, ist die Vermittlung von Konstruktionen ohnehin Teil der Sprachdidaktik. Das eigentlich Neue an der KxD ist aber, gerade das so vielschichtig verknüpfte Netzwerk aus Konstruktionen in den Fokus von Lehr- und Lernprozessen zu rücken. Auf diese Weise ließen sich kognitionslinguistische Sprachbeschreibungen (u.a. CxG, Kognitive Grammatik) in Kombination mit kognitionslinguistisch fundierten, gebrauchsbasierten Spracherwerbsansätzen unter Umständen für gesteuerte Spracherwerbsprozesse nutzbar machen.

Wie aber lässt sich die sukzessive Ausdifferenzierung des Konstruktikons über gesteuerte Lehr-Lernprozesse denken? Dazu sollen die folgenden zwei Aspekte im geplanten Vortrag diskutiert werden.

1. Konstruktionsdidaktik vs. gebrauchsbasierter Spracherwerb:

Die Erkenntnisse der CxG und gebrauchsbasierter Spracherwerbsansätze beziehen sich auf den „funktionierenden“ ungesteuerten Spracherwerb. Ein zentraler Aspekt für Erwerbsfortschritte ist, wie Amorocho und Pfeiffer (2023) betonen, der sprachliche Input und damit Frequenz und Usualität als Messgrößen statistischen Lernens. Zuverlässiges statistisches Lernen braucht Zeit und eine kritische Masse an Daten. Eine Grundfrage in der Sprachdidaktik ist, wie Lernende unterstützt werden können, die diese kritische Masse nicht erhalten haben, die aufgrund mangelnder Literalitätserfahrungen oder geringeren Inputs in der L2 Deutsch noch nicht ausreichend Lerngelegenheiten für statistisches Lernen hatten. Für diese Gruppe braucht es kein Lernen wie im ungesteuerten Spracherwerb, sondern einen Shortcut zum ungesteuerten Spracherwerb. Um das didaktische Potential zu schöpfen, muss sich die KxD Gedanken darüber machen, wie dieser Shortcut aussehen könnte – unter Berücksichtigung der statistischen Lernprozesse, allerdings unter optimierten Bedingungen. Im Vortrag sollen verschiedene aktuelle Ansätze vorgestellt werden ( Becker et al. 2023; Scheller 2008; Michel in Vorb.; Berkemeier und Selmani 2024; Amorocho und Pfeiffer 2024), deren Gemeinsamkeit vor allem im Gebrauch von Visualisierungen als Lernunterstützung liegt.

2. Konstruktionsdidaktik außerhalb des Fremdsprachenunterrichts:

Didaktisierungen, die sich im Wesentlichen auf konstruktionsgrammatische und gebrauchsbasierte Sprach(lern)konzepte berufen, stammen nicht ohne Grund vor allem aus dem Fremdsprachenbereich. Das Erlernen „neuer“ Konstruktionen, also der Aufbau des Konstruktikons, hat dort eine deutlich prominentere Rolle als im regulären Deutschunterricht, wo es in aller Regel um den Ausbau des Konstruktikons geht. Das bedeutet aber auch, dass die Lernziele und Lerngegenstände tendenziell anders geartet sind: Gewichtiger als relativ basale und konkrete Konstruktionen sind hier häufig abstraktere bildungssprachliche/fachsprachliche Konstruktionen, die formal und funktional jedoch eng mit bereits erworbenen Konstruktionen verknüpft sind (z.B. adjektivisch attribuierte NGr  partizipialattribuierte NGr). Um die Vorzüge der CxG für didaktische Kontexte nutzbar machen zu können, sollte unbedingt geklärt werden, inwiefern auf bestehendes Konstruktionswissen zurückgegriffen, hierarchiehöheres Konstruktionswissen angebahnt und Konstruktionswissen auf gleicher Hierarchieebene vernetzt werden kann (vgl. Becker, Hagemeier, Michel 2023; Michel in Vorb.).

Der geplante Vortrag möchte hinsichtlich dieser beiden Aspekte des „Wie“ und des „Was“ sowohl das Potenzial als auch mögliche Problemstellen einer Konstruktionsdidaktik beleuchten und so einen Beitrag zur weiteren Ausgestaltung des Konzepts leisten.

Literatur

Amorocho, Simone; Pfeiffer, Christian (2023): Konstruktionsdidaktik – Grundzüge einer sprachdidaktischen Konzeption. In: DaF (3), S. 131–147. DOI: 10.37307/j.2198-2430.2023.03.02.

Amorocho, Simone; Pfeiffer, Christian (2024): Aber-dann-Geschichten als Zugang zum mündlichen Erzählen. Eine Unterrichtseinheit zur Förderung mündlicher Erzählkompetenz. In: Deutsch differenziert (1), S. 26–31.

Becker, Tabea; Hagemeier, Carolin; Michel, Anke (2023): Wortgruppe. In: Der Deutschunterricht 2023 (3), S. 38–48.

Berkemeier, Anne; Selmani, Lirim (2024): Handlungsbezogene Grammatikdidaktik. Grammatische Strukturen Im Gebrauch Vermitteln. Unter Mitarbeit von Lirim Selmani. 1st ed. Berlin: Erich Schmidt Verlag. Online verfügbar unter ebookcentral.proquest.com/lib/kxp/detail.action.

Scheller, Julija (2008): Animationen in der Grammatikvermittlung. Multimedialer Spracherwerb am Beispiel von Wechselpräpositionen. Zugl.: München, Univ., Diss., 2008. Münster, Berlin: LIT (Kommunikation und Kulturen, 7).

Die se­man­tisch-funk­ti­o­na­le Sei­te der Wort­ar­ten (wie­der-)ent­de­cken: Chan­cen ei­ner kon­struk­ti­ons­gram­ma­tisch fun­dier­ten Wort­ar­ten­di­dak­tik

Semantische Kriterien, wie sie in der schulischen Praxis zur Bestimmung von Wortarten angeboten werden, sind in ihrer groben semantischen Vereinfachung kaum hilfreich. Entsprechend haben sich Ansätze entwickelt, die (fast) ganz auf formale Bestimmungskriterien setzen und mit denen es Schüler*innen sicher gelingt, Wortarten zu identifizieren und ihre Wortartenbestimmung kriteriengeleitet zu begründen.

Der Nachteil dieser rein formbasierten Ansätze ist allerdings, dass semantisch-funktionale Aspekte der Wortarten fast ganz aus dem Blick geraten. Die Frage danach, was Wortarten semantisch-funktional bei der sprachlichen Konstruierung eines Sachverhalts leisten, kann im Rahmen eines formalen Ansatzes weder gestellt noch beantwortet werden.

Die Konstruktionsgrammatik, die grammatische Phänomene grundsätzlich vom "Meaning" her erschließt, bietet hier Chancen. Wortarten lassen sich mit Blick auf die Frage, wie sie semantisch-funktional zum Meaning-Making beitragen, betrachten. Dies kann in Erweiterung der formalen Wortarten-Entdeckungen geschehen. Denkbar wäre aber auch, die Wortarten- bzw. Grammatikdidaktik von vornherein kognitiv-funktional auszurichten, so dass Schüler*innen entdecken können, wie (Lexiko-)Grammatik der Konstruierung von Inhalten dient.

Nar­ra­ti­ves "Space­buil­ding" im schrift­li­chen Er­zäh­len der Grund­schu­le. Ei­ne kor­pus­lin­gu­is­ti­sche Er­zäh­lung

Der Vortrag untersucht die Rolle von Präpositionalphrasen als sogenannte space builder (Fauconnier, 1985/1994; 1997) im schriftlichen Erzählen von Grundschulkindern. Auf Grundlage kognitiv-narratologischer Modelle (Dancygier, 2017; Zeman, 2016) wird angenommen, dass Präpositionalkonstruktionen eine zentrale Funktion beim Aufbau von Erzählszenen übernehmen (vgl. auch Feilke, 2023). Diese Annahme wird empirisch anhand des Litkey-Corpus (Laarmann-Quante et al., 2019) sowie weiterer korpuslinguistischer Daten überprüft. Im Fokus steht dabei die Frage, ob eine zunehmend elaboriertere und semantisch differenziertere Präpositionsverwendung mit einer steigenden Erzählkompetenz einhergeht. Die Ergebnisse liefern wichtige Impulse für eine integrative Grammatikdidaktik (Hägi & Topalović, 2010), die insbesondere die Rolle grammatischer Strukturen beim Textschreiben in den Blick nimmt.

Literatur

Dancygier, B. (Hrsg.). (2017). The Cambridge handbook of cognitive linguistics (1. Aufl.). Cambridge University Press. doi.org/10.1017/9781316339732

Fauconnier, G. (1985/1994). Mental spaces: Aspects of meaning construction in natural language (2. Aufl.). Cambridge University Press.

Fauconnier, G. (1997). Mappings in thought and language. Cambridge University Press. https://doi.org/10.1017/CBO9781139174220

Feilke, H. (2023). Prozeduren und Konstruktionen literalen Erzählens – Am Beispiel narrativer Perspektivierung. In A., Ziem (Hrsg.), Stauffenburg Linguistik: Bd. 124. Konstruktionsgrammatik VIII: Konstruktionen und Narration (1. Aufl., S. 91–124). Stauffenburg.

Hägi, S., & Topalović, E. (2010). Klammerstrukturen im Deutschunterricht: Ansätze zu einer integrativen Grammatikdidaktik. In U., Esterl & R., Saxer (Hrsg.), Grammatik (und Textgestaltung): Informationen zur Deutschdidaktik (ide). Zeitschrift für den Deutschunterricht in Wissenschaft und Schule, 2/2010, 94–103.

Laarmann-Quante, R., Ortmann, K., Ehlert, A., Masloch, S., Scholz, D., Belke, E. & Dipper, S. (2019). The Litkey Corpus: A richly annotated longitudinal corpus of German texts written by primary school children. Behavior research methods, 51(4), 1889–1918. https://doi.org/10.3758/s13428-019-01261-x

Zeman, S. (2016). Perspectivization as a link between narrative micro-and macro-structure. In S., Zeman & N., Igl (Hrsg.), Perspectives on Narrativity and Narrative Perspectivization. Linguistic Approaches to Literature (S. 17–42). Benjamins (= Linguistic Approaches to Literature).

Die Ver­mitt­lung von Text­ko­hä­renz bei Er­zähl­tex­ten im Deutsch­un­ter­richt

Textkohärenz ist ein zentraler Bestandteil von Schreibkompetenz und nicht einfach zu erwerben. Diachrone Studien zeigen zudem, dass die schriftlichen Leistungen bei Grundschüler:innen in den vergangenen Jahrzehnten auf sämtlichen Ebenen (Motorik, Orthographie, Textgestaltung) zurückgegangen sind (vgl. Steinig et al. 2009). Hierfür werden unterschiedliche Ursachen diskutiert, die zum Teil auch in veränderten Bedingungen des Unterrichts zu finden sind (ebd.). Und auch wenn heute mehr digital kommuniziert wird und Texte zukünftig durch Künstliche Intelligenz (mit)verfasst werden, besteht immer noch die Notwendigkeit, Texte selbst zu verfassen, z. B. im Rahmen des argumentierenden, des informierenden oder des appellierenden Schreibens. Wissen über Textkohärenz ist darüber hinaus nicht nur für den Schreibprozess relevant, sondern auch für die Textbewertung und die Textrezeption. Eine der zentralen Textsorten im grundschulischen Schreibunterricht ist die schriftliche Erzählung in Form vom Fantasie- und Erlebniserzählungen. Beide weisen je charakteristische Strukturmerkmale auf, die von den Kindern erworben und umgesetzt werden müssen. Umso überraschender ist es, dass die curricularen Vorgaben hierzu relativ überschaubar sind (vgl. Westermeyer et al. i. Vorb.).

Was die Lehrwerke betrifft, so wird einerseits viel vorausgesetzt, z. B. Lese-Erfahrung, Erfahrung mit Erzähltexten, Erfahrungen mit bestimmten Inhalten (nicht alle Kinder kennen deutsche Märchen) sowie ein gewisser Wortschatz und grammatische Kompetenzen. Besonders implizite Relationsbezüge werden praktisch nicht thematisiert, müssen aber verstanden werden. Andererseits erscheinen Lehrbucheinheiten teilweise auch unterfordernd, etwa wenn lediglich an einfachen, prototypischen Beispielsätzen und -texten gearbeitet wird. Bei solchen Übungen besteht die Gefahr, dass sie mechanisch abgearbeitet werden, ohne dass den Schüler:innen die Bezüge zum Textschreiben deutlich werden.

In meinem Vortrag werde ich auf unterschiedliche Aspekte der referenziellen und relationalen Textkohärenz eingehen und forschungsbasiert Möglichkeiten aufzeigen, wie dieses komplexe Thema in der Grundschule und der Sekundarstufe I als Teil des Schreibunterrichts vermittelt bzw. erworben werden kann. Dabei werden auch Möglichkeiten der Differenzierung erörtert, um auch weniger motivierte Schreiber:innen bzw. Kinder mit geringer Sprach- und/ oder Erzählerfahrung zu erreichen.

Literatur

Steinig, W., Betzel, D., Geider, F. J., & Herbold, A. (2009). Schreiben von Kindern im diachronen Vergleich. Texte von Viertklässlern aus den Jahren 1972 und 2002. Münster: Waxmann.

Westermeyer, I., Musan, R. & Noack, C. (i. Vorb.). Referenzielle und relationale Kohärenz im Erwerb von narrativer Schriftlichkeit. Bielefeld: wbv.

"Man muss doch die Rei­hen­fol­ge wis­sen, um das le­cker ko­chen zu kön­nen" – Kon­struk­ti­o­nen beim Tex­te schrei­ben

Für das Schreiben in mehreren Sprachen sind konstruktionsgrammatische und -didaktische Ansätze grundsätzlich aus zwei Gründen attraktiv: 1. Sie stellen den Schreibenden – auch oder gerade denen, die noch keine erfahrenen Schreiber*innen sind – sprachliche `Versatzstücke´ zur Verfügung, mit deren Hilfe sie sich mehr oder weniger musterhafte Teile von Texten erschreiben können. Für die Sprach- und Schreiblernenden kann dabei die Aufhebung der Trennung zwischen Lexikon und Grammatik, wie sie das gebrauchsbasierte Paradigma der Konstruktionsgrammatik vorsieht (s. Behrens 2011), eine Entlastung für das Schreiben darstellen. 2. Im Unterschied zu einem auf bloße Formeln ausgerichteten Lernen von sprachlichen Versatzstücken betonen konstruktionsdidaktische Ansätze die Funktion(en) der zu lernenden sprachlichen Einheiten (s. Amorocho/Pfeiffer 2023). Das funktionale Potential von Konstruktionen kann sich gut beim Schreiben authentischer Texte nutzen und vermitteln lassen, um hier a) textgliedernde und b) die Funktion von Teilexten signalisierende Aufgaben zu übernehmen (ebd., S. 142).

Im Beitrag werden Beispiel aus einem Projekt zum Schreiben in mehreren Sprachen vorgestellt (s. Peschel/Sulimova 2021) und diskutiert. In zwei oder drei Sprachen alphabetisierte Schüler*innen der 6. und 7. Klasse schreiben Rezepte in den von ihnen beherrschten Sprachen. Ihre Schreibprozesse werden dabei videografiert und den Proband*innen anschließend als Stimulus für ein – in den verschiedenen Sprachen mögliches - Schreibgespräch vorgespielt. In der Aufzeichnung zeigt sich beispielsweise eine charakteristische Verwendung von Konstruktionen zur temporalen Gliederung des Textes – dies auf spannende Weise auch sprachenübergreifend. In den Schreibgesprächen wiederum verbalisieren die Schüler*innen Vorstellungen von den Leistungen solcher Konstruktionen, die immer wieder zwischen der Einsicht in die funktionale Kapazität der sprachlichen Strukturen und einer eher formalen Orientierung an schulischen Schreibnormen changieren. Hier bieten sich vielfältige Ansatzpunkte für die gemeinsame Betrachtung sprachlicher Strukturen, ebenso wie für den Ausbau schreibbezogener Kompetenzen.

Literatur

Amorocho, Simone / Pfeiffer Christian (2023): Konstruktionsdidaktik: Grundzüge einer sprachdidaktischen Konzeption. In: Deutsch als Fremdsprache 3/2023, 131–147.

Behrens, Heike (2011). Grammatik und Lexikon im Spracherwerb: Konstruktionsprozesse. In: Engelberg, Stefan/Holler, Anke/Proost, Kristel (Hrsg.): Sprachliches Wissen zwischen Lexikon und Grammatik. – Berlin, Boston: de Gruyter, 375-396.

Peschel, Corinna/Sulimova, Maria: Schreibprozesse und Schreibstrategien mehrsprachiger Schüler*innen der Sekundarstufe I. In: Info DaF 2021; 48(6): 632–647

Di­a­lo­gi­sches Ler­nen, sprach­be­wuss­ter Fach­un­ter­richt und Kon­struk­ti­ons­di­dak­tik

Dialogisches Lernen, sprachbewusster Fachunterricht und Konstruktionsdidaktik sind unterschiedliche Konzepte mit großen Überschneidungen. Der Beitrag arbeitet letztere heraus und konturiert gleichzeitig erstere. So wird ein gemeinsames Anliegen deutlich und das Spezifische der verschiedenen Zugänge erkennbar. Vor allem zeigt sich, wie fruchtbringend der Dialog ist.

Neue We­ge zur In­te­gra­ti­on von Sprach- und Kul­tur­be­wusst­sein im nie­der­län­di­schen DaF-Un­ter­richt

In den Niederlanden wird der DaF-Unterricht an weiterführenden Schulen zurzeit neu gestaltet. Der langjährige Wunsch, den bisherigen Schwerpunkt auf Spracherwerb zugunsten der Förderung eines Sprach- und Kulturbewusstseins zu verlegen, verlangt nicht nur im Unterricht eine andere Herangehensweise. Auch in den Examensprogrammen wird in Zukunft mehr Platz für linguistische und kulturelle Inhalte eingeräumt. Wir informieren die Teilnehmer*innen über die neuen ‚Kernziele‘ (kerndoelen) der Sekundarstufe I, die ab 2026-2027 auf diese Examensprogramme vorbereiten sollen.

Nach dem Skizzieren des Kontexts werden Teilnehmer*innen eingeladen, anhand von authentischem Textmaterial zu entdecken, welche Herausforderungen sich für niederländische DaF-Lehrkräfte eröffnen, wenn genannte Ziele auf niedrigem Sprachniveau (GER A1-A2) umgesetzt werden sollen. Wir stellen Lehrmaterial und Schüleraktivitäten vor, die einen Eindruck vermitteln, wie man Jugendliche - ausgehend von eher traditionellen kommunikativen Redemitteln (Chunks) - zu einem kontrastiven Sprachvergleich und zum Entdecken von Sprachstrukturen anregen kann. Zudem wollen wir mit den Workshopteilnehmer*innen diskutieren, inwiefern ausgewählte (jugend)literarische Texte DaF-Schüler*innen Möglichkeiten bieten, (sozio)linguistische Konzepte wahrzunehmen und auf kulturelle und interkulturelle Erscheinungen zu reflektieren.

Work­shop zu Kor­pu­s­ana­ly­sen mit der Da­ten­bank Pa­SuS­di­gi­tal

Bei PaSuSdigital handelt es sich um eine stetig wachsende Forschungsdatenbank, die Korpora zum Lesen, Schreiben und Erzählen beinhaltet. Dabei steht PaSuS für “Paderborner Sprachdaten von Schülerinnen und Schülern”, die Lehrende und Studierende der Universität Paderborn in Querschnitt- und Längsschnittstudien erhoben haben.

Im Rahmen des Workshops soll das Potential der Forschungsdatenbank für Korpusanalysen erprobt und diskutiert werden. Ziel ist es, in Anlehnung an Amorocho & Pfieffer (2023 a &b), erste korpusanalytische Zielkonstruktionen zu generieren. Im Fokus stehen dabei Sprachdaten von Grundschulkindern zu den drei Sprachhandlungen Erzählen, Argumentieren und Mitteilen. Ausgehend von authentischen Kindertexten können so Konstruktionen der verschiedenen Sprachhandlungen korpusanalytisch herausgestellt werden. Diskutiert werden soll ebenfalls, welche Bedeutung Korpusanalysen und Forschungsdatenbanken mit Sprachdaten von Grundschulkindern für die Konstruktionsdidaktik haben bzw. zukünftig haben werden.

Literatur

Amorocho, Simone & Pfeiffer, Christian (2023a): Konstruktionsdidaktik – Grundzüge einer sprachdidaktischen Konzeption. In: Deutsch als Fremdsprache. Zeitschrift zur Theorie und Praxis des Faches Deutsch als Fremdsprache 3, S. 131–147. https://doi.org/10.37307/j.2198-2430.2023.03.02

Amorocho, Simone &Pfeiffer, Christian (2023b): Vom Konzept zur Anwendung: Konstruktionsdidaktik am Beispiel von Zitatmarkierungskonstruktionen in der gesprochenen Wissenschaftssprache. In: Deutsch als Fremdsprache. Zeitschrift zur Theorie und Praxis des Faches Deutsch als Fremdsprache 4, S. 213–224. https://doi.org/10.37307/j.2198-2430.2023.04.04

PaSuS Datenbank Paderborner Sprachdaten von Schülerinnen und Schülern - Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft | Universität Paderborn (Zugriff: 04.06.2025)

PaSuSdigital PaSuS (Zugriff: 04.06.2025)

Ta­gungs­an­mel­dung

Eine Anmeldung zur Tagung ist bis zum 15.02.2026 über kxd@mail.uni-paderborn.de möglich.

Die Tagungsgebühr beträgt 30€. Aus organisatorischen Gründen ist die Anzahl der zusätzlichen Teilnehmenden auf 25 Personen begrenzt. Weitere Infos folgen nach der verbindlichen Anmeldung. 

An­sprech­part­ne­rin­nen

Tagungsorganisation: Laura Drepper, Kira Härtel, Julia Hüllweg, Heidi Lange & Sonja Sperling

Spon­so­ren