Ex­kur­si­o­nen

In regelmäßigen Abständen können Sie ein Seminar mit Exkursion wählen und so in den unterschiedlichsten Kontexten europäische Kulturstädte bereisen.

Mai 2023: Ko­pen­ha­gen

Im Rahmen des Seminars „Scandi-Style: Dänische Klassiker vom 18 Jahrhundert bis zur Gegenwart“ hatten Studierende aus den Fachrichtungen Komparatistik, Medienwissenschaften und Mode-Textil-Design-Studien vom 23. bis 25. Mai 2023 die Möglichkeit, Kopenhagen im Frühsommer zu erleben. Das semesterbegleitende Seminar sowie die Exkursion fanden unter der Leitung von Frau Sahra Puscher statt, welche durch den interdisziplinären Ansatz den Austausch zwischen den verschiedenen Fächern anregte.

Die Studierenden starteten mit einer Stadtrallye, die sie in kleinen Gruppen bereits die Herzstücke Kopenhagens erkunden ließ. Mit neunen Eidrücken bereichert ging es am in das dänische Architekturzentrum Kopenhagen. Als UNSECO Welthauptstadt der Architektur 2023 stellt diese einen idealen Untersuchungsgegenstand für die angehenden Kulturwissenschaftler:innen dar.
Weitergehend wurden die Wirkungsfelder der Kunst, der Mode und des Designs durch den Besuch des Louisiana Museum of Modern Art und der Ny Carlsberg Glyptotek untersucht. Gemeinsam mit den gesammelten Eindrücken aus dem alltäglichen Treiben der Stadt gelang es dem Seminar, den Scandi-Style, als kulturstiftendes Modell, in seiner Entwicklung und seinen verschiedenen Ausformungen, greifbar zu machen.

Unser Dank gilt vor allem unserer Dozentin Frau Sahra Puscher, die uns diese wunderbare Reise ermöglicht hat und dabei nicht nur auf die kulturhistorischen, sondern auch kulinarische Kniffe Kopenhagens hinwies.

März 2023: Flo­renz

Unter der Leitung von Herr Prof. Dr. Jörn Steigerwald und gerahmt durch das Seminar „Die Erfindung von Himmel und Hölle. Dante, Boticelli (mit einem Ausblick auf Galilei und Grünbein)“ hatten Studierende aus der Fachrichtung Komparatistik die Gelegenheit Kulturwissenschaft aus nächster Nähe zu erforschen - vom 14. bis zum 16. März 2023 - in Florenz.

Das Exkursionsseminar richtete seinen Blick auf die Wirkungen und Nachwirkungen von Dante Alighieris Divina commedia als ästhetische Meisterleistung der Weltliteratur. Vor diesem Hintergrund verfolgte das Seminar einen komparatistischen Ansatz, der durch Besuche von Kulturinstitutionen und -orten in Florenz eine Perspektive über kulturelle, nationale und sprachliche Grenzen hinaus eröffnete.

Ein ausführlicher Exkursionsbericht ist an dieser Stelle zu finden.

Ju­ni 2022: Würz­burg

Im Rahmen des Seminars "Barocke Festkultur“ hatten Studierende aus den Fachrichtungen Komparatistik und Musikwissenschaft vom 15. bis 16. Juni 2022 die Möglichkeit, Würzburg im Sommer zu erleben. Das Barockseminar und die Exkursion in den fränkischen Süden fanden unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Steigerwald in Kooperation mit Frau Prof. Dr. Sabine Meine (Hochschule für Musik und Tanz Köln) und Frau Dr. Anna Ricke sowie Milan Schomber (Hochschule für Musik Detmold) statt und regte so den Austausch zwischen den verschiedenen Fächern an.

Zu Beginn der Reise lernten die Studierenden und Dozierenden bei einer Führung durch die Würzburger Residenz Genaueres über barocke Schlösser und durften im Anschluss ein Orgelkonzert im Musikwissenschaftlichen Institut anhören. Den Abend rundete das alljährliche „Picknickkonzert“ des Mozart-Festes im Residenzgarten ab. Mit dem Boot ging es dann am nächsten Tag nach Veitshöchheim, einer unterfränkischen Gemeinde nahe Würzburgs, um die Sommerresidenz und ihren Garten zu besichtigen. Vor der abschließenden Führung diskutierten die Studierenden in Gruppen noch einmal die wichtigsten Aspekte und die am Mozart-Fest sichtbare Aktualität der barocken Festkultur. Auf diese Weise konnte die Exkursion gebührend abgeschlossen werden.        

Ju­ni 2022: Ko­pen­ha­gen

Unter der Leitung von Frau Sahra Puscher und gerahmt durch das Seminar "Johann Elias Schlegel im europäischen Kontext: Deutsch-Dänische Kultur- und Literaturbeziehungen im 18. Jahrhundert" hatten Studierende aus den Fachrichtungen Komparatistik und Germanistik die Gelegenheit Kulturwissenschaft aus nächster Nähe zu erforschen - vom 07. bis zum 09. Juni 2022 - in Kopenhagen.

Das Seminar richtete seinen Blick auf die intensiven kulturellen und literarischen Verbindungen zwischen Deutschland und Dänemark im 18. Jahrhundert. Vor diesem Hintergrund wurde ein kulturkomparatistischer Ansatz verfolgt, der durch Besuche von Kulturinstitutionen und Kulturorten in Kopenhagen eine Perspektive über kulturelle, nationale und sprachliche Grenzen hinaus eröffnete.

Ein ausführlicher Exkursionsbericht ist an dieser Stelle zu finden.

Frü­he­re Ex­kur­si­o­nen

Im Rahmen des Seminars „150 Jahre Aida: Verdis Oper in kulturwissenschaftlicher Perspektive“ unter Leitung von Jun.-Prof. Dr. Hendrik Schlieper fuhren Studierende und Mitarbeitende der Paderborner Komparatistik nach Berlin.

Am Freitag hatten sie die Möglichkeit die aktuelle Aida-Inszenierung in der Deutschen Oper Berlin anzusehen. Aufgrund von Corona wurde die Aida, eine der berühmtesten Opern Verdis, leider nur als Konzertate aufgeführt, doch die Opernsänger:innen leisteten ihr Bestes, um das Publikum zu überzeugen. Nach einem dramatischen Abend zwischen Aida, Radamès und Amneris wurde passend zum italienischen Komponisten im italienischen Ristorante Rosati neben der Deutschen Oper Berlin diniert und die Exkursions-Teilnehmer:innen konnten so den Abend gebührend ausklingen lassen. Am nächsten Tag stand ein Besuch der Museumsinsel Berlin an, bei dem über aktuelle Fragen der Postcolonial Studies diskutiert und somit der Bezug zu den zuvor im Seminar besprochenen Inhalten hergestellt wurde. Nach diesem kurzen, aber gelungenen Trip nach Berlin wurde die Neugierde auf weitere Exkursionen definitiv geweckt.

Im Rahmen von Prof. Dr. Claudia Öhlschlägers Seminar "Städte (be)schreiben und denken" bereisten elf Studierende der Komparatistik und der Germanistik die bayrische Landeshauptstadt München.

Während der Exkursionstage vom 13. bis zum 15. November 2019 nahmen die Studierenden an einem von Dr. Katrin Lange geleiteten Workshop im Literaturhaus München teil und lernten bei einer Architekturführung mehr über die baulichen Strukturen und architektonischen Besonderheiten der Stadt. Darüber hinaus stand der Besuch zweier Museen und einiger Veranstaltungen im Rahmen des Münchener Literaturfests auf dem Exkursionsprogramm. Eine Lesung Salman Rushdies war hierbei nur eines von vielen Highlights.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Jörn Steigerwald und gerahmt durch das Seminar "Künstlernovellen und Kunstkritik in der italienischen Renaissance. Von Boccaccio zu Vasari" besuchten vier Studierende und drei Mitarbeitende der Fächer Komparatistik und Soziologie vom 1. bis zum 5. April 2019 'die Wiege der Renaissance' - Florenz.

Im Fokus der Exkursion stand die intensive Lektüre von Giovanni Boccaccios Il Decamerone sowie von Franco Sacchettis und Antonio Manettis Novellen. Die Auseinandersetzung mit den Texten wurde durch einen Vortrag des Giorgio Vasari-Spezialisten Dr. Fabian Jonietz abgerundet. Des Weiteren erhielt die Exkursionsgruppe exklusive Führungen durch die Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts - Max-Planck-Institut (KHI) und eine Vorstellung der Abteilung der Mitteilungen des KHI durch den Chefredakteur Dr. Samuel Vitali. Bei Besichtigungen der Kirchen Santa Maria Novella und Santa Croce wurde darüber hinaus deutlich erfahrbar, welches gesellschaftliche Regel- und Ordnungssystem der italienischen Renaissance zugrunde liegt und wie - und besonders warum - dieses in den Künstlernovellen behandelt wird.

Ein ausführlicher Exkursionsbericht ist an dieser Stelle zu finden.

Nachdem Prof. Dr. Claudia Öhlschläger bereits 2011 mit einer Gruppe von Paderborner Studierenden und Promovierenden nach Marbach am Neckar gereist war, gab es im Oktober diesen Jahres eine Neuauflage der Marbach-Exkursion. Insgesamt 17 Komparatisten und Komparatistinnen haben während der Exkursionstage vom 14. bis zum 16. November 2018 das dortige Deutsche Literaturarchiv mit dem angegliederten Literaturmuseum der Moderne (LiMo) besichtigt und wurden sowohl durch die Daueraustellung als auch durch die aktuelle Ausstellung "Die Erfindung von Paris" geführt.

Dem "Schillerkult" der Stadt, in der Friedrich Schiller 1759 geboren wurde, konnte sich dabei niemand entziehen: Das Archiv und Museum liegen neben dem Schiller-Nationalmuseum inmitten der Parkanlage Schillerhöhe, wo auch der berühmte Dichter selbst als lebensgroßes Denkmal das darunter liegende Städtchen Marbach überblickt. In der "Schillerstadt" selbst begegnet einem der Dichter in fast allen Restaurants, auf dutzenden Hinweisschildern und sogar im Logo der Stadt.

Vom 20. bis zum 24. Juli 2018 reisten insgesamt sechs Studierende und Mitarbeitende der Komparatistik nach Kopenhagen, um die dänische Hauptstadt und ihre Kunstsammlungen unter der Überschrift "Nordischer Klassizismus" zu erfahren.

Auf dem Exkursionsprogramm standen Besuche des Thorvaldsen-Museums, der Carlsberg-Glyptothek und des Kopenhagener Doms, um anhand der Marmorskulpturen Bertel Thorvaldsens klassizistische Ästhetik nachzuvollziehen, sowie Besuche der Nationalgalerie und der Sammlung Hirschsprung, deren Gemälde, Skulpturen und Kunstinstallationen aus dem Zeitraum von 1300 bis in die Gegenwart beeindruckten. Eine Kanalfahrt durch Kopenhagen, original dänisches Essen und gemeinsame Abende am Hafen bildeten weitere kulturelle Highlights der Exkursion.

Vom 28. bis zum 30. Juni 2018 wandelten vier Studentinnen und drei Mitarbeitende der Komparatistik auf den Spuren Goethes, Schillers und Wielands in Weimar. Den Rahmen hierzu bot Prof. Dr. Jörn Steigerwalds Seminar "Europäischer Klassizismus um 1800", in welchem sich die Studierenden mit Johann Joachim Winckelmanns grundlegender Konzeption des Klassizismus sowie den klassizistischen Romanen Die Wahlverwandtschaften (Johann Wolfgang von Goethe) und Corinne ou L'Italie (Mme de Stael) vertraut gemacht hatten.

Während der Exkursionstage wurden unter anderem die Wohnhäuser Schillers und Goethes, das Goethe-Nationalmuseum und das Residenzschloss Weimars mit den berühmten Dichterzimmern besichtigt. Und selbst die Unterkunft der Exkursionsteilnehmer_innen stand im Zeichen der Weimarer Klassik: Die Exkursionsgruppe übernachtete vor den Toren Weimars im Wielandgut Oßmannstedt, das Christoph Martin Wieland 1797 kaufte und nach dem Vorbild Horaz' und Ciceros als "poetischer Landjunker" bewohnte.

Im Rahmen von Prof. Dr. Jörn Steigerwalds Seminar "Versailler Fest-Spiele" reisten vier Komparatistik-Studentinnen und drei Mitarbeitende vom 21. bis zum 24. Juni 2017 nach Versailles. Um die höfische Festkultur unter Louis XIV konkret erfahr- und damit beschreibbar zu machen, stand besonders die Raumarchitektur der Schlösser Chambord, Versailles und Vaux-le-Vicomte im Mittelpunkt der Exkursion.

Den vollständigen Exkursionsbericht können Sie an dieser Stelle lesen.

Teil des Seminars "Venezianische Schau-Spiele für Auge und Ohr" unter der Leitung von Prof. Dr. Jörn Steigerwald und Prof. Dr. Sabine Meine des Musikwissenschaftlichen Seminars Detmold/Paderborn war eine Exkursion nach Venedig vom 9. bis 13. Mai 2016, an der neben Studierenden der Paderborner Komparatistik auch Studierende der Hochschule für Musik Detmold teilnahmen.

Im Zentrum des Seminars stand die venezianische Fest- und Theaterkultur zwischen 1500 und 1800. Höhepunkt der Exkursion war ein Besuch von Rossinis Opera buffa Il Barbiere di Siviglia im Teatro La Fenice.

Der vollständige Exkursionsbericht ist hier zu finden.

Für neun Teilnehmerinnen von Prof. Dr. Jörn Steigerwalds Seminar "Literatur und Kunst der Dantezeit" wurde das 13. Jahrhundert in Florenz lebendig. Während der Exkursionstage vom 18. bis zum 25. Mai besichtigten die Studierenden die Kirchen Santa Croce und Santa Maria Novella, Palazzo und Ponte Vecchio und die Giardini Bobuli. Am Kunsthistorischen Institut - Max-Planck-Institut (KHI) gab es eine Führung und bei Diskussionen über Boccaccio und Dante im Garten des KHI konnten die Teilnehmerinnen sogar die Institutsschildkröte Romeo kennenlernen. Eine Weinprobe machte die Reise in die Toskana komplett.

Eine Gruppe von insgesamt 16 Paderborner Studierenden, Promovierenden und Lehrenden ist im Januar 2011 nach Marbach am Neckar gereist, um dort das Deutsche Literaturarchiv, Friedrich Schillers Geburtshaus, das Schiller-Nationalmuseum und das Literaturmuseum der Moderne (LiMo) zu besichtigen. Den Rahmen für die Exkursion bot Prof. Dr. Claudia Öhlschlägers Hauptseminar "Museale Kultur", in dem vorab verschiedene Museumstypen und Ausstellungskonzepte diskutiert worden sind und in dem es zentral um die Frage ging, wie Literatur ausgestellt werden kann.

Die PUZ hat unter der Überschrift "Auf Schillers Spuren" über die Exkursion berichtet.