Neue Pu­bli­ka­ti­on: Di­gi­ta­le De­mo­kra­tie und Ge­sell­schaft im Jahr 2050 – Vier Zu­kunfts­s­ze­na­ri­en

In einer neuen Publikation untersuchen Christian Fuchs, Joel Museba und Kevin Friesch mögliche Entwicklungen digitaler Demokratie und Gesellschaft bis zum Jahr 2050. Da die Zukunft nicht exakt vorhersehbar ist, kombiniert die Studie Szenariotechnik, STEEP-Analyse (soziale, technologische, ökonomische, ökologische und politische Faktoren) sowie Elemente realistischer Science-Fiction.

Auf Basis der Dimensionen Demokratie vs. Autoritarismus und Repräsentation vs. Partizipation werden vier Zukunftsszenarien entwickelt:

  1. Repräsentativer digitaler Autoritarismus – digitale Technologien dienen vor allem Überwachung, Kontrolle und Machterhalt.
  2. Partizipativer digitaler Autoritarismus – formale Beteiligung existiert, stabilisiert jedoch autoritäre Strukturen.
  3. Repräsentative digitale Demokratie – digitale Systeme unterstützen E-Government, öffentliche Dienstleistungen und Institutionen.
  4. Partizipative digitale Demokratie – digitale Technologien ermöglichen aktive Bürgerbeteiligung und demokratische Innovationen.

Die Szenarien analysieren Auswirkungen auf Bildung, Gesundheit, Wirtschaft, Technologie und politische Systeme. Ziel ist keine Prognose, sondern die Förderung einer kritischen Debatte über (nicht) wünschenswerte digitale Zukünfte und die Stärkung demokratischer Werte in einer digitalisierten Gesellschaft.

Der ausführliche Artikel ist unter folgendem Link nachzulesen: The Futures of Digital Democracy: Four ... | Open Research Europe