Wir freuen uns über weitere Konferenzpublikationen sowohl bei der IEEE International Conference on Development and Learning (ICDL) in Kyoto, Japan vom 15.–18.09.26 als auch bei der Interspeech 2026 in Sydney, Australien vom 28.09.-01.10.26
ICDL 2026
Aus dem SAIL-Projekt wurde ein Aufsatz von Valeriia Tykhonenko, Luyao Wang und Katharina Rohlfing auf der ICDL 2026 zum Thema „Anpassung an eine Testumgebung: Spiegelt die ‚adapterfreie‘ Zeit die temperamentbezogenen Unterschiede von Kindern bei der Vorbereitung auf eine Interaktionsleistung wider?“ [Titel des Aufsatzes: "Adapting to a testing environment: Can "adaptor-free" time reflect children's temperamental differences in warming up for performance in interaction?"] angenommen. Die Studie untersucht, wie Vorschulkinder mit unterschiedlichem Grad an temperamentbedingter Schüchternheit während einer Aufwärmphase vor einer Bewertungssituation mit einem sozialen Roboter interagieren. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, individuelle Temperamentunterschiede bei der Entwicklung adaptiver KI-Systeme für Kinder zu berücksichtigen. Ihre Ergebnisse wird Valeriia auch als Poster präsentieren.
- Tykhonenko, V., Wang, L., & Rohlfing, Katharina J. (in press). Adapting to a testing environment: Can "adaptor-free" time reflect children's temperamental differences in warming up for performance in interaction? Proceedings of the 2026 IEEE International Conference on Development and Learning (ICDL), Kyoto, Japan, Sept. 15-18.
Außerdem ist das Projekt A05 aus dem TRR 318 mit einem Aufsatz von Amit Singh, Sinem Görmez, Britta Wrede und Katharina Rohlfing mit dem Titel „A Divergence Model of Scaffolding in Dialogue via Negation“ auf der ICDL 2026 vertreten. Die Studie untersucht, wie Menschen im Gespräch ein gemeinsames Verständnis entwickeln. In einer Interaktion kann es vorkommen, dass zwei Personen eine Aufgabe unterschiedlich verstehen. Diese Arbeit zeigt, wie Negation – beispielsweise das Aussprechen dessen, was etwas nicht ist – dazu beitragen kann, das Gespräch wieder in die richtige Richtung zu lenken. Die Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass Negation Menschen dabei helfen kann, während der Interaktion zu einem gemeinsamen Verständnis zu gelangen. Die Ergebnisse wird Amit auch als Poster präsentieren.
- Singh, A., Görmez, Wrede, B. & Rohlfing, Katharina J. (in press). A Divergence Model of Scaffolding in Dialogue via Negation. Proceedings of the 2026 IEEE International Conference on Development and Learning (ICDL), Kyoto, Japan, Sept. 15-18.
Interspeech 2026
Ein weiteres Projekt aus dem TRR 318, A02, war mit einer Einreichung bei der Interspeech 2026 erfolgreich: Olcay Türk, Stefan Lazarov, Yu Wang, Angela Grimminger, Hendrik Buschmeier & Petra Wagner – Titel “When “yeah” means “not quite”: Multimodal detection of backchannels expressing incomplete understanding”. In der Studie wird untersucht, ob sogenannte „inkongruente" Backchannels – also kurze verbale und nonverbale Reaktionen, bei denen das oberflächliche Signal nicht den tatsächlichen Verständniszustand widerspiegelt – anhand des beobachtbaren multimodalen Verhaltens systematisch charakterisiert werden können. Die Ergebnisse zeigen, dass inkongruente Backchannels durch neutralere Kopfbewegungen und geringere akustische Dynamik, kurz ein insgesamt weniger starkes Signal, gekennzeichnet sind.
- Türk, O., Lazarov, S., Wang, Y., Grimminger, A., Buschmeier, H. & Wagner, P. (in press). “When “yeah” means “not quite”: Multimodal detection of backchannels expressing incomplete understanding”. Proceedings of the 2026 Interspeech, Sydney, Australia, Sept 28 – Oct. 01.
Auch auf einer nationalen Tagung wird es eine Posterpräsentation geben: Daniela Bahn und Christina Kauschke (Prof. für Klinische Linguistik, Uni Marburg) werden auf der ISES 14–Interdisziplinäre Tagung über Sprachentwicklungsstörungen (Veranstalter GISKID e.V.) in Gießen (12.-14.11.26) ihre Arbeit zum Thema „Emotionswortschatz und redebegleitende Gestik in der affektiven Ausgestaltung von Narrationen bei Grundschulkindern“ vorstellen.