10-jäh­ri­ges Ju­bi­lä­um des in­ter­re­li­gi­ösen mo­nas­ti­schen Di­a­logs (IMD 2026)

PD Dr. Raid Al-Daghistani nimmt am 10-jährigen Jubiläum des interreligiösen monastischen Dialogs (IMD 2026) teil

22.–27.06.2026

Im Zeitraum vom 22. – 27. Juni 2026 fand das vom Trägerverein Weltkloster in Kooperation mit dem Europakloster Gut Aich organisierte 10-jährige Jubiläum des interreligiösen monastischen Erfahrungsdialogs statt. Zu diesem Anlass trafen sich ordinierte und geistliche VertreterInnen verschiedener religiöser Traditionen in der Abtei Frauenwörth auf der Fraueninsel im Chiemsee, um sich durch Gespräche, Begegnungen und Formen spiritueller Praxis gemeinsam dem Thema „Schutz“ zu widmen. Im Vordergrund stand dabei die grundlegende Frage, wie wir einander schützen können – ausgehend von religiösen und ethischen Grundüberlegungen menschlichen Zusammenlebens. Der Hauptfokus des Erfahrungsdialogs war daher darauf gelegt, bei unterschiedlichen Vorstellungen und Zugängen zur Transzendenz und geistigen Schulungsformen herauszufinden und hervorzuheben, was religiöse Lehren, Praktiken und Einordnungsprozesse – sowie damit zusammenhängendes, ethisch orientiertes Miteinander – im Kern ausmacht. 

Am vorliegenden Dialog-Treffen, das von Alexandra Mann M.A. (Weltkloster e. V.) geleitet und moderiert wurde, nahmen insgesamt neun DialogpartnerInnen teil: Prof. em. Dr. Frido Mann (Weltkloster e. V.), Hüseyin Haybat (The Foundation International Sufi Centre 1923), Sr. M. Regina Hessler OSB (Benediktinerinnenabtei Frauenwörth im Chiemsee), Br. Mag. Thomas Hessler OSB (Europakloster Gut Aich), Chasan Daniel Kempin (Gemeinschaft liberaler Juden Frankfurt a. M.), Bhikshu Tenzin Peljor (Tibethaus Deutschland e. V.), Bhikshuni Karma Phuntsok Tara (Dharamsala sowie Sravasti Abbey, USA), Krishna Premarupa Das (Schweizerischer Dachverband für Hinduismus), Sr. Veronika Elisabeth Schmitt OCD und Priv.-Doz. Dr. Raid Al-Daghistani (PIIT, Universität Paderborn / TEOF, Universität Ljubljana). Das Weltkloster Dialogkonzept besteht sowohl aus vertieften Gesprächen und Reflexionen über das Thema als auch aus dem Teilen unterschiedlicher meditativer Zugänge und religiösen Litaneien, die die Vielschichtigkeit des Schutzes aus religiös-spirituellen Sichten vermittelten. 

In diesem Rahmen stellte PD Dr. Raid Al-Daghistani islamische Perspektiven zum Thema „Schutz“ samt seinen zahlreichen Facetten vor und beleuchtete dabei vor allem die mystische Tradition des Sufismus mit seinen verschiedenen Andachts- und Kontemplationsformen. Al-Daghistani verwies dabei auf die dreifache Bezogenheit dieses Begriffes im islamischen Kontext: (1) Schutz in theologischer Hinsicht (Gottesschutz); (2) Schutz in individuell-spiritueller Hinsicht (Selbstschutz); und (3) Schutz in religionsethischer Hinsicht (als Schutz der Anderen, sowohl der Menschen als auch der Tiere und der Umwelt). Nicht nur wird Gott im Islam selbst mit einer ganzen Reihe von Namen – wie der „Allmächtige“, der „Beschütze“, der „Versorger“, der „Rechtleiter“ und der „Erhalter“ – in Verbindung gebracht, die explizit auf seine Funktion und Wirkung als Beschützer bzw. Schützender hinweisen. Vielmehr verfügt die islamisch-spirituelle Tradition sowohl über verschiedene Praktiken und Initiationsübungen (wie etwa rituelle Gottgedenken (ḍikr), Kontemplation (murāqaba) und Introspektion (muḥāsaba)), als auch über kollektive religiöse Erfahrungen (wie gemeinsames spirituelles Musikhören und Koranrezitieren), die den Gläubigen nicht nur gewisse Schutzräume bieten, sondern auch das Gefühl der Geborgenheit, der Sicherheit und der inneren Ruhe stärken. Ähnliche religiöse Praktiken und spirituelle Techniken lassen sich auch in den anderen religiösen Traditionen beobachten, die u. a. ebenso dazu dienen, praktizierende Menschen zu ihrer eigenen geistigen Mitte zu führen, aus welcher sie dann heraus mehr positiv, emphatisch, neigungsvoll und rücksichtsvoll in die Welt und in die Gesellschaft hineinwirken – und somit auch andere schützen - können.
 

Im abschließenden öffentlichen Teil der Veranstaltung, der am Freitag, den 26.06. von 15:00 bis 18:00 stattfand, und bei der auch der Schirmherr und 2. Vorsitzende des Trägervereins Weltkloster Prof. Dr. Dr. Frido Mann zu Gast war, teilten die DialogpartnerInnen ihre Ansichten, Erfahrungen und Überzeugungen mit dem Publikum, das diese Art des Dialogs auch mit großem Interesse und sehr positiver Resonanz aufnahm.

Foto: ©Europakloster Gut Aich / Susanne Windischbauer

10-jäh­ri­ges Ju­bi­lä­um des in­ter­re­li­gi­ösen mo­nas­ti­schen Di­a­logs (IMD 2026)

PD Dr. Raid Al-Daghistani nimmt am 10-jährigen Jubiläum des interreligiösen monastischen Dialogs (IMD 2026) teil

22.–27.06.2026

Im Zeitraum vom 22. – 27. Juni 2026 fand das vom Trägerverein Weltkloster in Kooperation mit dem Europakloster Gut Aich organisierte 10-jährige Jubiläum des interreligiösen monastischen Erfahrungsdialogs statt. Zu diesem Anlass trafen sich ordinierte und geistliche VertreterInnen verschiedener religiöser Traditionen in der Abtei Frauenwörth auf der Fraueninsel im Chiemsee, um sich durch Gespräche, Begegnungen und Formen spiritueller Praxis gemeinsam dem Thema „Schutz“ zu widmen. Im Vordergrund stand dabei die grundlegende Frage, wie wir einander schützen können – ausgehend von religiösen und ethischen Grundüberlegungen menschlichen Zusammenlebens. Der Hauptfokus des Erfahrungsdialogs war daher darauf gelegt, bei unterschiedlichen Vorstellungen und Zugängen zur Transzendenz und geistigen Schulungsformen herauszufinden und hervorzuheben, was religiöse Lehren, Praktiken und Einordnungsprozesse – sowie damit zusammenhängendes, ethisch orientiertes Miteinander – im Kern ausmacht. 

Am vorliegenden Dialog-Treffen, das von Alexandra Mann M.A. (Weltkloster e. V.) geleitet und moderiert wurde, nahmen insgesamt neun DialogpartnerInnen teil: Prof. em. Dr. Frido Mann (Weltkloster e. V.), Hüseyin Haybat (The Foundation International Sufi Centre 1923), Sr. M. Regina Hessler OSB (Benediktinerinnenabtei Frauenwörth im Chiemsee), Br. Mag. Thomas Hessler OSB (Europakloster Gut Aich), Chasan Daniel Kempin (Gemeinschaft liberaler Juden Frankfurt a. M.), Bhikshu Tenzin Peljor (Tibethaus Deutschland e. V.), Bhikshuni Karma Phuntsok Tara (Dharamsala sowie Sravasti Abbey, USA), Krishna Premarupa Das (Schweizerischer Dachverband für Hinduismus), Sr. Veronika Elisabeth Schmitt OCD und Priv.-Doz. Dr. Raid Al-Daghistani (PIIT, Universität Paderborn / TEOF, Universität Ljubljana). Das Weltkloster Dialogkonzept besteht sowohl aus vertieften Gesprächen und Reflexionen über das Thema als auch aus dem Teilen unterschiedlicher meditativer Zugänge und religiösen Litaneien, die die Vielschichtigkeit des Schutzes aus religiös-spirituellen Sichten vermittelten. 

In diesem Rahmen stellte PD Dr. Raid Al-Daghistani islamische Perspektiven zum Thema „Schutz“ samt seinen zahlreichen Facetten vor und beleuchtete dabei vor allem die mystische Tradition des Sufismus mit seinen verschiedenen Andachts- und Kontemplationsformen. Al-Daghistani verwies dabei auf die dreifache Bezogenheit dieses Begriffes im islamischen Kontext: (1) Schutz in theologischer Hinsicht (Gottesschutz); (2) Schutz in individuell-spiritueller Hinsicht (Selbstschutz); und (3) Schutz in religionsethischer Hinsicht (als Schutz der Anderen, sowohl der Menschen als auch der Tiere und der Umwelt). Nicht nur wird Gott im Islam selbst mit einer ganzen Reihe von Namen – wie der „Allmächtige“, der „Beschütze“, der „Versorger“, der „Rechtleiter“ und der „Erhalter“ – in Verbindung gebracht, die explizit auf seine Funktion und Wirkung als Beschützer bzw. Schützender hinweisen. Vielmehr verfügt die islamisch-spirituelle Tradition sowohl über verschiedene Praktiken und Initiationsübungen (wie etwa rituelle Gottgedenken (ḍikr), Kontemplation (murāqaba) und Introspektion (muḥāsaba)), als auch über kollektive religiöse Erfahrungen (wie gemeinsames spirituelles Musikhören und Koranrezitieren), die den Gläubigen nicht nur gewisse Schutzräume bieten, sondern auch das Gefühl der Geborgenheit, der Sicherheit und der inneren Ruhe stärken. Ähnliche religiöse Praktiken und spirituelle Techniken lassen sich auch in den anderen religiösen Traditionen beobachten, die u. a. ebenso dazu dienen, praktizierende Menschen zu ihrer eigenen geistigen Mitte zu führen, aus welcher sie dann heraus mehr positiv, emphatisch, neigungsvoll und rücksichtsvoll in die Welt und in die Gesellschaft hineinwirken – und somit auch andere schützen - können.
 

Im abschließenden öffentlichen Teil der Veranstaltung, der am Freitag, den 26.06. von 15:00 bis 18:00 stattfand, und bei der auch der Schirmherr und 2. Vorsitzende des Trägervereins Weltkloster Prof. Dr. Dr. Frido Mann zu Gast war, teilten die DialogpartnerInnen ihre Ansichten, Erfahrungen und Überzeugungen mit dem Publikum, das diese Art des Dialogs auch mit großem Interesse und sehr positiver Resonanz aufnahm.

Foto: ©Europakloster Gut Aich / Susanne Windischbauer

Stu­die­ren am PI­IT

Warum Islamische Theologie bzw. Religionslehre studieren? Warum an der Universität Paderborn studieren? Was erwartet mich? Welche Perspektiven ergeben sich? - Das Paderborner Institut für Islamische Theologie stellt sich vor und beantwortet diese und andere zentrale Fragen zum Studium.

Stu­di­en­an­ge­bot

Stu­di­um des Un­ter­richts­fachs Is­la­mi­sche Theo­lo­gie (B.Ed.) und (M.Ed.)

Das Unterrichtsfach Islamische Religionslehre kann im Rahmen des Bachelor- und Masterstudiengangs Lehramt (Bachelor of Education für die Lehrämter Grundschule, Haupt-, Real- und Gesamtschule, Gymnasium/Gesamtschule & Berufskolleg) studiert werden.

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Stu­dien­in­hal­te des Stu­di­en­fachs Kom­pa­ra­ti­ve Theo­lo­gie

Es ist möglich, das Studienfach Komparative Theologie der Religionen in einer Y-Version zu studieren, die es erlaubt, den Schwerpunkt auf die Islamische Theologie zu legen.

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Forschung und Lehre am PIIT

Alle Informationen rund um Forschung und Lehre am PIIT sind auf der folgenden Seite abrufbar.

Was ist das PI­IT noch?

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Das ZeKK ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung an der Universität Paderborn, die sich durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Theologien und Kulturwissenschaften in einem Forschungsverbund auszeichnet.

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Paderborner Institut für Islamische Theologie » Islamische Normenlehre

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Technologiepark 6
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Sprechstunde nach vorheriger Vereinbarung per E-Mail dienstags von 13-14 Uhr möglich.

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Raum N3.146
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Pohlweg 55
33098 Paderborn

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Fakultät für Kulturwissenschaften
Paderborner Institut für Islamische Theologie
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D- 33098 Paderborn

Das Postfach der Islamischen Theologie befindet sich auf N3, gegenüber von Raum N3.101.

E-Mail: piit@kw.upb.de

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Jun.-Prof. Dr. Idris Nassery ist der Lehrstuhlinhaber der Islamischen Normlehre und Rechtswissenschaften.

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Is­la­mi­sche Sys­te­ma­ti­sche Theo­lo­gie

Prof. Dr. Muna Tatari ist die Lehrstuhlinhaberin des Fachbereichs Islamische Systematische Theologie.

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Ko­ra­nex­ege­se/ Ha­dithwis­sen­schaf­ten

Prof. Dr. Zishan Ghaffar ist der Lehrstuhlinhaber der Koranexegese und Hadithwissenschaften

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Is­la­mi­sche Re­li­gi­ons­päd­ago­gik

Jun.-Prof. Dr. Naciye Kamcili-Yildiz ist die Lehrstuhlinhaberin für die Islamische Religionspädagogik und dessen Fachdidaktik.

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