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Die Bereiche des Instituts

Foto: Yvonne Ruhose

Studentische Workshops

Seit 2014 findet alle zwei Jahre ein studentischer Workshop der Komparatistik statt, bei dem Studierende auf B.A.- und M.A.-Niveau Vorträge halten und zur Diskussion stellen können. Das Format zeichnet sich nicht nur durch studentische Beiträge, sondern auch durch studentische Organisation aus: Der Workshop wird im Rahmen eines Praxisseminars zur Konzeption und Organisation wissenschaftlicher Tagungen von Studierenden gemeinsam mit einem Mitarbeitenden geplant und vorbereitet. Vom ersten Konzept über den Call for Papers und die Finanzierung bis hin zur konkreten Umsetzung gestalten die Studierenden so ihren eigenen Workshop. Die Beiträge werden anschließend in unserer Reihe Studien der Paderborner Komparatistik veröffentlicht. Auch das Lektorat der Beiträge wird dabei in erster Linie von Studierenden übernommen, die im Rahmen eines weiteren Praxisseminars zur Konzeption und Publikation eines Tagungsbands das nötige Know-how zur Redaktion wissenschaftlicher Texte erwerben.

26./27.09.2018: "GeschlechterKampfRegeln. Möglichkeiten und Grenzen der geschlechtsspezifischen (Selbst)Ermächtigung in den Künsten von der Antike bis zur Gegenwart"

Organisation: Studierende der Universität Paderborn gemeinsam mit Salina Reinhardt, M.A.

Das studentische Workshopformat der Paderborner Komparatistik geht nach der Ästhetik des Tabuisierten (2014) und den Geschlechter-Dramen (2016) in die dritte Runde: Am 26. und 27.09.2018 dreht sich die studentische Konferenz um "GeschlechterKampfRegeln - Möglichkeiten und Grenzen der geschlechtsspezifischen (Selbst)Ermächtigung in den Künsten von der Antike bis zur Gegenwart".

Wie aktuelle Diskussionen und Debatten in den Medien zeigen, ist die Frage nach Grenzüberschreitungen im Verhältnis der Geschlechter, vor allem im Zusammenhang mit Machtstrukturen, präsenter denn je. Eine Grenzüberschreitung setzt allerdings Regeln im Umgang der Geschlechter miteinander voraus, die gewissen, meist unausgesprochenen, Konventionen unterliegen, welche eben dieses Verhältnis in der Gesellschaft organisieren. Jene Regeln und ihre Verhandlung in den Künsten - von Literatur über Kunst und Musik bis hin zu Film und Fernsehen - sollen im Rahmen dieses Workshops aus interdisziplinärer Perspektive untersucht werden. Der Titel "GeschlechterKampfRegeln" umfasst dabei verschiedene Dimensionen dieser Geschlechterverhältnisse, die es im Rahmen des Workshops näher zu bestimmen gilt. Denn wo Regeln und Konventionen eine Normierung des Umgangs der Geschlechter anstreben, ergeben sich für das jeweilige Subjekt innerhalb dieses Rahmens eventuell Handlungsspielräume, die es ermöglichen, sich gegen Konventionen zu richten, ohne sich dabei außerhalb der gesellschaftlichen Regeln zu bewegen oder diese gar zu brechen. Die Grenzen zwischen einem Miteinander und einem Gegeneinander der Geschlechter verlaufen somit innerhalb eines Regelwerks, in dem es zum Geschlechterkampf kommt.

Wie werden diese Regeln sichtbar? Was passiert, wenn Regeln überschritten werden, und andersherum - welches Ideal steht hinter diesen Regeln, was ist das Produkt ihrer Einhaltung, das sie möglicherweise selbst hervorbringen? Auf welche Traditionslinien von Geschlecht wird in einzelnen Werken Bezug genommen? Welche Modi der Affirmation oder Subversion von Geschlechterregeln können in Literatur, Kunst, Musik, Film etc. verzeichnet werden? Welches Potential weist Fiktionalität für das Durchspielen von Geschlechterkämpfen auf?

Geleitet wird der Workshop von Salina Reinhardt, bei der Organisation sind Studierende der Universität Paderborn involviert. Die Veranstaltung soll Studierenden aller kulturwissenschaftlicher Disziplinen dieser sowie weiterer Universitäten die Möglichkeit bieten, ihre Forschungsinteressen zu präsentieren und in einen interdisziplinären Dialog zu treten.

Die Vorträge und Diskussionen beginnen am 26.09.2018 um 09.45 Uhr in Q2.101. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Call for Papers (PDF-Format)

29./30.09.2016: "Geschlechter-Dramen in Literatur, Kunst, Musik und Film"

Organisation: Studierende der Universität Paderborn gemeinsam mit Adelina Debisow, M.A.

Open-Access-Publikation

17./18.09.2014: "Ästhetik des Tabuisierten in der Literatur- und Kulturgeschichte"

Organisation: Studierende der Universität Paderborn gemeinsam mit Dr. Leonie Süwolto

Call for Papers (PDF-Format)

Tagungsbericht (PDF-Format)

Open-Access-Publikation

Die Universität der Informationsgesellschaft