Net­zwerktref­fen des Forschung­s­pro­jekt Nach­haltigkeit­sKul­tur­OWL in Schloss Neuhaus

Am 5. März 2026 fand das zweite Netzwerktreffen im Rahmen des Forschungsprojekts NachhaltigkeitsKulturOWL im ehemaligen Marstallcafé bei der Schlosspark und Lippesee-Gesellschaft statt.  

Nach einer Einleitung von Christian Stork, Geschäftsführer der Schlosspark und Lippesee-Gesellschaft, über die Historie des ehemaligen Marstallcafés sowie die zahlreichen Tätigkeiten der SLG stellte das Team die aktuellen Entwicklungen im Forschungsprojekt vor.  

Durch Publikumsbefragungen bei dem Orange Blossom Festival in Beverungen, dem Carnival der Kulturen in Bielefeld und dem Weihnachtszauber in Schloss Neuhaus wurde zum Thema Publikumsmobilität geforscht. Studien belegen, dass die Publikumsmobilität zwischen 40 % und 97% der Gesamtemissionen eines Events ausmachen kann.[1][2][3] Daher ist dieser Faktor ein wichtiger Hebel zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von Outdoor-Events. Dabei ist es zunächst entscheidend, zu wissen, wie das Publikum anreist, um dann über nachhaltigere Möglichkeiten nachzudenken.  

Des Weiteren wurde beim AStA-Sommerfestival 2025 auf dem Campus der Universität Paderborn zu Müllentstehung und -beseitigung geforscht. Das Forschungsteam verteilte mit studentischer Unterstützung kostenlose Taschenaschenbecher, die dazu genutzt werden können, Zigarettenüberreste zu sammeln und sie ordnungsgemäß zu entsorgen, statt sie einfach auf den Boden fallen zu lassen. Kurz nach dem Festival untersuchte das Team in Zusammenarbeit mit dem Abfallentorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb ASP eine Stichprobe des hinterlassenen Abfalls, um festzustellen, welche Arten von Müll hinterlassen werden (mit besonderem Augenmerk auf Zigarettenstummel).  

Im Anschluss an den Vortrag über den aktuellen Stand im Forschungsprojekt wurde im Workshop in Gruppen darüber gesprochen, wie es den Teilnehmenden mit dem Thema Nachhaltigkeit ginge und was sie bräuchten. Schnell wurde k lar: Nachhaltigkeit ist ein emotionales Thema, und die allgemein prekäre Lage der Kulturbranche erschwert in vielen Fällen die Umsetzung von nachhaltigen Maßnahmen.  

Es lässt sich festhalten, dass auch dieses Netzwerktreffen eine gelungene Möglichkeit zum Vernetzen, Kennenlernen und Austauschen war. Wir danken unserem Verbundpartner Schlosspark Lippesee-Gesellschaft und unseren Projektpartner*innen für den schönen und erkenntnisreichen Nachmittag! 

 

Quellen 

[1] The Changency, Crowd Impact (2024). TICKET TO RIDE - Nachhaltige Publikums-Anreise bei Großveranstaltungen - Projektzusammenfassung. https://tickettoride.net/ (Zugriff am 07.01.2026) 

[2] A Greener Future (2023). AGF Festival Carbon Footprint Report.  https://www.agreenerfuture.com/carbonimpactsassessment (Zugriff am 07.10.2025) 

[3] Kleber, L., Vogels, J. (2025). Einfacher Mobilitätsdaten erfassen. In T. Sakschewski, N. Wuttke (Hrsg.), Nachhaltiges Veranstalten (1. Aufl., S. 133-142). Springer Gabler.  https://doi.org/10.1007/978-3-658-47175-0_13#DOI (Zugriff: 02.03.2026). 

 

Die Projektpartner*innen des Forschungsprojekts NachhaltigkeitsKultlurOWL vor dem ehemaligen Marstallcafé. Foto: Gesine Flick
Einige Zwischenergebnisse des Forschungsprojekts wurden bereits auf Plakaten festgehalten. Foto: Gesine Flick
Während des Workshops wurde festgehalten, was es für mehr Nachhaltigkeit in der Kulturbranche braucht und wie es den Beteiligten mit dem Thema geht. Foto: Gesine Flick

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