Fes­t­akt in Schwe­rin: Bolz­platz­kul­tur und Mar­tin­s­tra­di­ti­on im Rhein­land er­hal­ten Ur­kun­de zur Ein­tra­gung in das Bun­des­wei­te Ver­zeich­nis des Im­ma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes

Mit einem feierlichen Festakt in Schwerin wurden am 16. Juli 2026 die diesjährigen Neuaufnahmen in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gewürdigt. Dabei erhielten auch die Trägergruppen der Bolzplatzkultur und der Martinstradition im Rheinland ihre Urkunden. Beide Kulturformen waren bereits Ende März 2026 in das Bundesweite Verzeichnis aufgenommen worden und gehören zu den fünf bundesweiten Neueintragungen 2026.

Bewerbungen aus Nordrhein-Westfalen

Die beiden nordrhein-westfälischen Bewerbungen wurden im Rahmen des mehrstufigen Auswahlverfahrens durch das Land Nordrhein-Westfalen an die Deutsche UNESCO-Kommission weitergeleitet. Die Landesstelle Immaterielles Kulturerbe NRW am Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Historischen Instituts der Universität Paderborn war deshalb ebenfalls beim Festakt vertreten. Dr. Jonas Leineweber begleitete die Veranstaltung und gratulierte den Trägergruppen persönlich zu dieser besonderen Auszeichnung.

Festakt zeigt kulturelle Vielfalt des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland

Der Festakt machte eindrucksvoll sichtbar, wie vielfältig das Immaterielle Kulturerbe in Deutschland ist. Die anwesenden Trägergruppen präsentierten ihre Kulturformen selbst und gaben mit musikalischen, erzählerischen und anschaulichen Beiträgen lebendige Einblicke in ihr überliefertes Wissen und Können. So wurde das Immaterielle Kulturerbe nicht nur ausgezeichnet, sondern unmittelbar erlebbar.

Austausch, Vernetzung und Beratung bei der IKE-Werkstatt am Vortag

Bereits am Vortag nahm die Landesstelle an der IKE-Werkstatt 2026 in Schwerin teil. Die von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern organisierte Veranstaltung bot Trägergruppen, Interessierten und den Landesstellen aus ganz Deutschland Gelegenheit zum fachlichen Austausch, zur Vernetzung und zur Beratung der Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes. 

Die Vertreterinnen und Vertreter der aus NRW nominierten Kulturformen Martinstradition im Rheinland und Bolzplatzkultur zusammen mit Jonas Leineweber (Landesstelle IKE NRW) vor der Urkundenübergabe in Schwerin (Foto: Wiebke Marcinkowski)