Talk "Der Wert von Mu­sik" mit Stephan Benn und Philip Ker­st­ing – mo­d­er­iert von Prof.in Dr.in Beate Flath

„Künstler:innen sollen lernen und wissen was ihre Rechte sind, damit sie ihren eigenen Wert und den ihrer Musik definieren können.“ – Stephan Benn

Am 29.06. war Stephan Benn, Jurist und 1. Vorsitzender der LiveInitiative NRW e.V. (LINA) // Gloria, Köln, für eine Talkrunde im Gewölbe in Paderborn zu Gast. Gesprächspartner war Philip Kersting, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand im Lehr- und Forschungsbereich „Populäre Musik und Medien“, moderiert wurde die Veranstaltung von Prof.in Dr.in Beate Flath.

Es stellte sich schnell heraus, dass der Wert von Musik nicht so leicht zu definieren ist. Dabei lässt sich beispielsweise zwischen dem emotionalen und dem ökonomischen Wert unterscheiden, wobei im Laufe des Gesprächs der Fokus stärker auf der Ökonomisierung von Musik lag sowie auf der Veränderung des wahrgenommenen Wertes von Musik – auch und vor allem durch die Digitalisierung – und darauf, was der Wert von Musik mit ihrem „Nutzen“ zu tun hat. Dabei ging Stephan Benn z.B. auch auf Urheberrechte sowie Leistungsschutzrechte ein; Philip Kersting sprach mit dem Podium und dem Publikum angeregt darüber, seit wann Künstler*innen als Marken betrachtet werden und was diese Herangehensweise beinhaltet. Es entstand ein spannender Austausch zwischen juristischen, wissenschaftlichen und künstlerischen Perspektiven. Stephan Benn schloss die Runde mit dem Statement: „Künstler:innen sollen lernen und wissen was ihre Rechte sind, damit sie ihren eigenen Wert und den ihrer Musik definieren können“.