L:IKE - Lernwerkstatt Immaterielles Kulturerbe für schulische Bildung in NRW

Der Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe erforscht im Auftrag des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, wie Immaterielles Kulturerbe im schulischen Unterricht vermittelt, diskutiert und aus verschiedenen Fachperspektiven reflektiert werden kann.

Im Austausch mit dem Ministerium für Schule und Bildung sowie der Qualitäts- und Unterstützungsagentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LIS) soll der Forschungsbereich in Theorie und Didaktik wissenschaftlich aufbereitet werden, um konkrete Unterrichtsreihen und -materialien sowie Handreichungen für Lehrkräfte und Studierende zu entwickeln.

Aktuelles

24.01.2024

Kulturministerium fördert Forschungsprojekt „L:IKE – Lernwerkstatt Immaterielles Kulturerbe“ an der Universität Paderborn

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Weitere Neuigkeiten

Projektleitung

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Prof. Dr. Prof. h.c. mult. (HAUST, LIT) Eva- Maria Seng

Dekanat Kulturwissenschaften

Prodekanin für Forschung, akademische Karrieren und Internationalisierung

E-Mail schreiben +49 5251 60-5488

Projektkoordination

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Jonas Leineweber

Materielles und Immaterielles Kulturerbe

Forschungsprojekte: "L:IKE" und "Tradition im Wandel"

E-Mail schreiben +49 5251 60-5478

FAQ zur Lernwerkstatt

Immaterielles Kulturerbe sind Bräuche, Rituale, Feste, darstellende Künste, mündliche Ausdrucksweisen, Wissen und Fertigkeiten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden und Gefühle von Identität, Kontinuität und Gemeinschaft stiften, wie z.B. der Karneval, das Schützenwesen, das Bauhüttenwesen, der moderne Tanz oder Poetry-Slam.

Weitere Informationen:

 

Die UNESCO-Konvention zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes von 2003 ist ein völkerrechtlicher Vertrag, dem mittlerweile 182 Staaten beigetreten sind. Das von Deutschland 2013 ratifizierte Übereinkommen fördert die Sichtbarkeit und Weiterentwicklung des lebendigen Erbes, beispielsweise durch die internationalen UNESCO-Listen oder über Einträge in das Bundesweite Verzeichnis und die Landesinventare des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland.

Gemäß der Konvention sollen im föderalen Staat die Bundesländer entsprechende Kulturformen auf ihrem Gebiet ermitteln, dokumentieren, erforschen, sichern, schützen, fördern, aufwerten und insbesondere durch schulische und außerschulische Bildung vermitteln.

Weitere Informationen:

 

Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn erforschen im Auftrag des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) und im Austausch mit dem Ministerium für Schule und Bildung (MSB NRW) sowie der Qualitäts- und Unterstützungsagentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LIS), wie Immaterielles Kulturerbe im schulischen Unterricht gezielt vermittelt werden kann.

Zudem sind Lehrer*innen, Expert*innen und die Trägergruppen eingeladen, sich an dem Projekt aktiv zu beteiligen.

Hier Kontakt aufnehmen

Unter anderem in Artikel 14 der UNESCO-Konvention zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes von 2003 wird jeder Vertragsstatt dazu aufgefordert, die Anerkennung des Immateriellen Kulturerbes durch den Aufbau von speziellen Bildungsprogrammen sicherzustellen.

Obwohl Deutschland der Konvention 2013 beigetreten ist, wurden solche Bildungsprogramme für den Schulunterricht bisher nicht gezielt fokussiert und in die Lehrerausbildung integriert. Zudem bestehen weitere Bedarfe im Bereich der theoretischen und fachdidaktischen Reflexion im Hinblick auf die Potenziale von schulischem Lernen und die Bewusstseinsförderung für Immaterielles Kulturerbe. Mit der Lernwerkstatt soll ein Beitrag geleistet werden, die Lücke im Bereich schulische Bildung und Immaterielles Kulturerbe zu schließen.

 

Die Lernwerkstatt besteht aus verschiedenen Modulen, die parallel entwickelt und schrittweise zugänglich gemacht werden. In allen Modulen besteht die Möglichkeit der aktiven Mitwirkung und Teilhabe für Lehrende, Studierende und Trägergruppen.

  • Im Einführungsmodul wird für Lehrende und Studierende eine theoretische und fachdidaktische Einführung zum Immateriellen Kulturerbe entwickelt, die sich mit der UNESCO-Konvention von 2003, dem interdisziplinären Fachdiskurs und Forschungsstand sowie fachdidaktischen Potenzialen und Anknüpfungspunkten auseinandersetzt.
  • Im Materialmodul soll eine umfassende Materialiensammlung für den Schulunterricht entstehen. Fortlaufend werden hier Materialein von Lehrenden, Studierenden, Mitarbeitenden und den Trägergruppen des Immateriellen Kulturerbes dokumentiert und archiviert.
  • Im Unterrichtsmodul werden von Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden Unterrichtsreihen, Leitfäden und Konzepte entwickelt, gesammelt und dokumentiert werden.
  • Im Netzwerkmodul sollen Informationen und Angebote verschiedener Organisationen, Institutionen, Projekte und Personen zum Themenbereich Immaterielles Kulturerbe und schulische Bildung gebündelt und zugänglich gemacht werden.

Prinzipiell bietet nahezu jede Kulturform entsprechende Anknüpfungspunkte zu den Lerninhalten und Kehrlehrplänen der jeweiligen Unterrichtsfächer. Zudem zeigt sich in vielen Fällen das Potenzial für fächerübergreifendes Lernen am Beispiel kultureller Ausdrucksformen des Immateriellen Kulturerbes.

Gleichwohl gibt es Kulturformen, die sich besonders für ein bestimmtes Unterrichtsfach eignen bzw. teilweise schon im Schulunterricht behandelt werden. Die nachfolgende Liste bietet eine Übersicht, ist aber keineswegs als starre Kategorisierung oder Zuweisung zu verstehen.

Fächerauflistung Immaterielles Kulturerbe im Schulunterricht

Informationen und Verzeichnisse zum Immateriellem Kulturerbe (IKE)

IKE weltweit

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IKE in Deutschland

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IKE in Nordrhein-Westfalen

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IKE in anderen Bundesländern

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