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Gastvortrag „Feministische Perspektiven auf Gender und Archäologie“

Linnéa Naumann, M.A. 

07. Juli 2021 16:00-18:00 Uhr via Zoom

Geschlechterordnungen sind historisch gewachsene Systeme, die für die Geschlechter der Gegenwart als Platzanweiser fungieren und vorschreiben, welche Chancen und Grenzen Menschen abhängig von der ihnen zugeschriebenen Geschlechtskategorie zugestanden und gesetzt werden. Diese historische Veränderlichkeit von Geschlechterordnungen bedingt, dass heute bestehende Annahmen über geschlechtsspezifische Stereotypen, Normierungen und Hierarchisierungen nicht ohne Weiteres auf vergangene Gesellschaften übertragen werden können und Analysen prähistorischer Sozialstrukturen dementsprechend nicht auf Alltagswissen basieren sollen.

Welche Auswirkungen aber hat es, wenn durch die Übertragung von Alltagswissen zu Geschlecht auf die Interpretation von archäologischen Kontexten implizite Vorannahmen zu geschlechtsspezifischen Unterschieden in die Interpretation archäologischer Funde einfließen und so aktuelle Geschlechterordnungen auf vergangene Gesellschaften übertragen werden? Linnéa Naumann geht in diesem Vortrag der Frage nach, wie durch androzentrische und in bestehenden Geschlechterhierarchien verhaftete Sichtweisen auf wissenschaftliche Fragestellungen ebendiese Hierarchien und gegenwärtige Geschlechterordnungen reproduziert und legitimiert werden.

Anmeldungen an Annalisa.Mattei(at)upb(dot)de
Der Zoom-Link wird am Vortag der Veranstaltung versendet.

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