Forschung
Inhaltlich verfolgt das Historische Institut in der Forschung fünf transepochale Profilschwerpunkte, die unsere Expertise auch über die bestehenden Arbeitsbereiche hinweg bündeln und unsere Vernetzung mit anderen Bereichen der Fakultät für Kulturwissenschaften und der Universität Paderborn voranbringen. Der weitere Ausbau der Profilbereiche und deren Sichtbarkeit nach außen ist ein Kernanliegen des Historischen Instituts in den kommenden Jahren. Wir verfolgen es durch die Bündelung von Forschungsaktivitäten, den Aufbau von Kooperationen mit anderen Fächern der Universität wie den Wirtschaftswissenschaften und den Digital Humanities.
Die 5 Profilschwerpunkte
Laufende Forschungsprojekte
Papstherrschaft im Raumentwurf: Die Architekturbücher Domenico Fontanas (1543–1607) und das Rom Sixtus’ V.
Wer zur allgemeinen Geschichte des europäischen Städtebaus bzw. zur römischen Stadtgeschichte am Ende des 16. Jahrhunderts im Speziellen forscht, kommt sowohl an Domenico Fontana (1543–1607) als auch an dessen Architekturbüchern (1590, 1604) nicht vorbei.Bereits in ihrer Konzeption und Ausführung stellen die zwei Bände der Trasportatione ...
Laufzeit: 01/2021 - 12/2025
Historisches Lernen im bilingualen Geschichtsunterricht
Das Promotionsprojekt untersucht Prozesse historischen Lernens im bilingualen Geschichtsunterricht. Der Fokus liegt dabei sowohl auf dem Unterrichtsgeschehen als auch auf den Perspektiven der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte. Die Untersuchungsgrundlage bilden daher Unterrichtsvideographien sowie Einzelinterviews.
Laufzeit: 01/2021 - 12/2025
Bwerbung der Pader um das Europäische Kulturerbe-Siegel
Die „Urbane Flusslandschaft Pader“ ist Gegenstand einer Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel (EKS). Ein Ausgangspunkt dieses Kooperationsprojektes, das von der Stadt und Universität Paderborn seit 2021 gemeinsam erarbeitet wird, liegt nicht zuletzt im ungewöhnlich reichen Grund- und Quellwasserschatz, welcher die gut 1200jährige ...
Laufzeit: 01/2021 - 12/2024
Spannungsfelder des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland. Gesellschaftliche Bräuche, Rituale, Feste und das Bundesweite Verzeichnis
Im Rahmen des Dissertationsprojektes wird am Beispiel des Schützenwesens, des Rheinischen Karnevals und der Schwörtagstradition untersucht, mit welchen „metakulturellen Produktionen“ (Kirshenblatt-Gimblett 2004) eine Bewerbung und Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immaterielles Kulturerbes in Deutschland einhergeht und welche historischen ...
Laufzeit: 08/2020 - 10/2025
Die Predigten auf dem Konstanzer Konzil
Die Predigten auf dem Konstanzer Konzil (1414-1418) versprechen wertvolle neue Erkenntnisse über diese Kirchenversammlung zu erbringen, wenn sie – was noch nicht geschehen ist – im Sinne einer Kulturgeschichte des Politischen untersucht werden. Es geht also nicht nur im Sinne bisheriger theologie- und geistesgeschichtlicher Forschung um konkrete ...
Laufzeit: 07/2020 - 12/2023
,Spielregeln' Jugendlicher im Umgang mit Geschichte. Eine rekonstruktive Studie zu Aushandlungsprozessen anhand von Kolonialfotografien und ihren Interpretationen
Das Promotionsprojekt geht der Frage nach ,Spielregeln' im Umgang mit Geschichte nach. Ziel des qualitativen Forschungsprojekts ist es, gewohnte gemeinsam geteilte und für angemessen gehaltene Umgänge mit Geschichte zu rekonstruieren und somit Aussagen über die geschichtskulturelle Dispositionen sowie Routinen Jugendlicher zu machen. Konkret wurde ...
Laufzeit: 04/2020 - 04/2024
Britische Streitkräfte in Deutschland. Besatzung und Stationierung in transnationaler Perspektive
Das Forschungsprojekt untersucht, welche sozialen und kulturellen Auswirkungen die Stationierung britischer Truppen in Deutschland über drei Generationen hinweg sowohl auf die etwa zwei Millionen Angehörigen der britischen Streitkräfte als auch auf die lokale Bevölkerung in Nordwestdeutschland hatte. Damit soll die vorherrschende Konzentration auf ...
Laufzeit: 03/2020 - 01/2025
Das Anthropozän in der Diskussion
Aber was genau meint dieser Begriff überhaupt? Wo kommt er her? Welchen Erkenntnisgewinn birgt er? Braucht man dieses Wort überhaupt? Und wenn ja, seit wann kann man vom Anthropozän sprechen? Wer hat das Anthropozän verursacht? Wer ist davon besonders betroffen? Welche Macht hat die „Natur“ im Anthropozän…und welche Verantwortung der Mensch?
Diese ...
Laufzeit: 10/2019 - 03/2020
Der Kampf um die Reichsabtei Corvey im Dreißigjährigen Krieg – Akteure, Strategien und Allianzen (Arbeitstitel)
Das Thema „Corvey im Dreißigjährigen Krieg“ hat in der bisherigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Klostergeschichte Corveys wenig Beachtung erfahren. Dieser Umstand ist erstaunlich, werden doch diese Jahrzehnte in der Literatur häufig als „Tiefpunkt“ der Abteigeschichte beschrieben, welche bereits ab der Zeit des Spätmittelalters als ...
Laufzeit: 08/2019 - 12/2025
Das Recht zu erobern – Die Legitimation von Eroberungen im frühen und hohen Mittelalter
Eroberungen bedurften auch im früheren Mittelalter (ca. 500 bis ca. 1150) der Legitimation. Diese Aussage widerspricht der bisher gängigen Forschungsmeinung, wird mit dem anvisierten Projekt jedoch validiert. Der Nachweis der Rechtfertigungsbedürftigkeit von militärischen Herrschaftserweiterungen wird weitreichende Konsequenzen für die Erforschung ...
Laufzeit: 01/2019 - 12/2025
Abgeschlossene Projekte
Papstherrschaft im Raumentwurf: Die Architekturbücher Domenico Fontanas (1543–1607) und das Rom Sixtus’ V.
Wer zur allgemeinen Geschichte des europäischen Städtebaus bzw. zur römischen Stadtgeschichte am Ende des 16. Jahrhunderts im Speziellen forscht, kommt sowohl an Domenico Fontana (1543–1607) als auch an dessen Architekturbüchern (1590, 1604) nicht vorbei.Bereits in ihrer Konzeption und Ausführung stellen die zwei Bände der Trasportatione ...
Laufzeit: 01/2021 - 12/2025
Historisches Lernen im bilingualen Geschichtsunterricht
Das Promotionsprojekt untersucht Prozesse historischen Lernens im bilingualen Geschichtsunterricht. Der Fokus liegt dabei sowohl auf dem Unterrichtsgeschehen als auch auf den Perspektiven der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte. Die Untersuchungsgrundlage bilden daher Unterrichtsvideographien sowie Einzelinterviews.
Laufzeit: 01/2021 - 12/2025
Bwerbung der Pader um das Europäische Kulturerbe-Siegel
Die „Urbane Flusslandschaft Pader“ ist Gegenstand einer Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel (EKS). Ein Ausgangspunkt dieses Kooperationsprojektes, das von der Stadt und Universität Paderborn seit 2021 gemeinsam erarbeitet wird, liegt nicht zuletzt im ungewöhnlich reichen Grund- und Quellwasserschatz, welcher die gut 1200jährige ...
Laufzeit: 01/2021 - 12/2024
Spannungsfelder des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland. Gesellschaftliche Bräuche, Rituale, Feste und das Bundesweite Verzeichnis
Im Rahmen des Dissertationsprojektes wird am Beispiel des Schützenwesens, des Rheinischen Karnevals und der Schwörtagstradition untersucht, mit welchen „metakulturellen Produktionen“ (Kirshenblatt-Gimblett 2004) eine Bewerbung und Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immaterielles Kulturerbes in Deutschland einhergeht und welche historischen ...
Laufzeit: 08/2020 - 10/2025
Die Predigten auf dem Konstanzer Konzil
Die Predigten auf dem Konstanzer Konzil (1414-1418) versprechen wertvolle neue Erkenntnisse über diese Kirchenversammlung zu erbringen, wenn sie – was noch nicht geschehen ist – im Sinne einer Kulturgeschichte des Politischen untersucht werden. Es geht also nicht nur im Sinne bisheriger theologie- und geistesgeschichtlicher Forschung um konkrete ...
Laufzeit: 07/2020 - 12/2023
,Spielregeln' Jugendlicher im Umgang mit Geschichte. Eine rekonstruktive Studie zu Aushandlungsprozessen anhand von Kolonialfotografien und ihren Interpretationen
Das Promotionsprojekt geht der Frage nach ,Spielregeln' im Umgang mit Geschichte nach. Ziel des qualitativen Forschungsprojekts ist es, gewohnte gemeinsam geteilte und für angemessen gehaltene Umgänge mit Geschichte zu rekonstruieren und somit Aussagen über die geschichtskulturelle Dispositionen sowie Routinen Jugendlicher zu machen. Konkret wurde ...
Laufzeit: 04/2020 - 04/2024
Britische Streitkräfte in Deutschland. Besatzung und Stationierung in transnationaler Perspektive
Das Forschungsprojekt untersucht, welche sozialen und kulturellen Auswirkungen die Stationierung britischer Truppen in Deutschland über drei Generationen hinweg sowohl auf die etwa zwei Millionen Angehörigen der britischen Streitkräfte als auch auf die lokale Bevölkerung in Nordwestdeutschland hatte. Damit soll die vorherrschende Konzentration auf ...
Laufzeit: 03/2020 - 01/2025
Das Anthropozän in der Diskussion
Aber was genau meint dieser Begriff überhaupt? Wo kommt er her? Welchen Erkenntnisgewinn birgt er? Braucht man dieses Wort überhaupt? Und wenn ja, seit wann kann man vom Anthropozän sprechen? Wer hat das Anthropozän verursacht? Wer ist davon besonders betroffen? Welche Macht hat die „Natur“ im Anthropozän…und welche Verantwortung der Mensch?
Diese ...
Laufzeit: 10/2019 - 03/2020
Der Kampf um die Reichsabtei Corvey im Dreißigjährigen Krieg – Akteure, Strategien und Allianzen (Arbeitstitel)
Das Thema „Corvey im Dreißigjährigen Krieg“ hat in der bisherigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Klostergeschichte Corveys wenig Beachtung erfahren. Dieser Umstand ist erstaunlich, werden doch diese Jahrzehnte in der Literatur häufig als „Tiefpunkt“ der Abteigeschichte beschrieben, welche bereits ab der Zeit des Spätmittelalters als ...
Laufzeit: 08/2019 - 12/2025
Das Recht zu erobern – Die Legitimation von Eroberungen im frühen und hohen Mittelalter
Eroberungen bedurften auch im früheren Mittelalter (ca. 500 bis ca. 1150) der Legitimation. Diese Aussage widerspricht der bisher gängigen Forschungsmeinung, wird mit dem anvisierten Projekt jedoch validiert. Der Nachweis der Rechtfertigungsbedürftigkeit von militärischen Herrschaftserweiterungen wird weitreichende Konsequenzen für die Erforschung ...
Laufzeit: 01/2019 - 12/2025
Weitere abgeschlossene Projekte
Humanitäre Auslandshilfe in der Nachkriegszeit: Erholungsaufenthalte deutscher Kinder im europäischen Ausland, 1945-1955
Friederike Horgan
Betreuer: Prof. Dr. Peter Fäßler
Knapp 50.000 deutsche Kinder wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von europäischen Familien für Erholungsaufenthalte aufgenommen. Dies ist ein frühes Beispiel der humanitären Auslandshilfe und es überrascht vor allem aufgrund des Kontextes. Die betroffenen europäischen Länder bewiesen Verantwortungsbewusstsein und brachten der leidenden Zivilbevölkerung im zerstörten Deutschland Fürsorge statt Rache- und Vergeltungsgedanken entgegen. Die verschiedenen kirchlichen, Regierungs- und gewerkschaftlichen Organisationen der Siegermächte, Überfallenen sowie neutralen Ländern übten wichtige humanitäre Hilfe aus, die Aktionen brachten allerdings auch Probleme mit sich. Das Dissertationsprojekt befasst sich mit der Frage, inwiefern sich die grundlegenden Probleme des Humanitarismus im Blick auf Erholungsaufenthalte deutscher Kinder im europäischen Ausland klären lassen. Dabei werden die Prinzipien und Konzepte des Humanitarismus ebenso in den Blick gefasst wie die daraus resultierenden Dilemmata.
Die „Japanische Herausforderung“ und die westdeutsche Unterhaltungselektronikindustrie
Florian Staffel
Betreuer: Prof. Dr. Peter Fäßler
Das Dissertationsprojekt untersucht die Reaktionen der westdeutschen Unterhaltungselektronikindustrie auf die zunehmende japanische Konkurrenz von ca. 1970 bis 1985. Der zunehmende Wettbewerb in der Strukturkrise wurde von dem Diskurs über die zeitgenössisch so genannte „Japanische Herausforderung“ begleitet, der neben der Analyse des vermeintlichen Erfolgsmodells wesentlich durch Zukunftsentwürfe und stereotype Wahrnehmungen geprägt war. Im Sinne einer relationalen industry history untersucht das Projekt beispielhalft die Krisenreaktionsstrategien der Unternehmen Grundig und Telefunken, die nationalen und europäischen politökonomischen Steuerungs- und Moderierungsversuche, die Auswirkungen auf die Arbeitsbeziehungen sowie die Rolle der Konsument*innen.
Die Studie leistet somit einen Beitrag zur „Globalisierungsgeschichte“ der Bundesrepublik und knüpft an aktuelle wirtschaftswissenschaftliche und -soziologische Debatten an (Robert Shiller, Jens Beckert), indem empirisch die Rolle von Narrativen in ökonomischen Prozessen ausgelotet wird.
Laufzeit: 2017 - 2023




