Die Graduiertenwoche 2026 an der KW - Von Graduierten für Graduierte
Vom 26. bis 28. Mai 2026 lädt die Graduiertenwoche KW, organisiert vom Graduiertenzentrum KW (GKW) und Graduiertenforum KW (GFKW), zur interdisziplinären Auseinandersetzung mit dem Thema „Geschlecht als Gegenstand, Kategorie und Perspektive (kultur-)wissenschaftlicher Forschung“ ein. In interaktiven und überfachlichen Workshops, Vorträgen und Vernetzungsformaten entsteht fachlicher und informeller Austausch – ganz gleich, ob vor Ort oder digital.
Ein besonderes Highlight: das Pitch-Format, bei dem Forschungsideen unabhängig von einem Themenschwerpunkt präsentiert und interdisziplinär diskutiert werden können.
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Keynote-Vortrag
Traditionell wird die Graduiertenwoche immer mit einem Keynote-Vortrag eröffnet.
In diesem Jahr freuen wir uns sehr Prof. Dr. Antje Langer als Sprecherin begrüßen zu dürfen. Wir freuen uns sehr auf ihren Vortrag zu dem Thema Doing gender – research. Method(olog)isch durch die Forschung.
Abstract
Der Vortrag greift die im Call for Paper formulierte Einladung für die Graduiertentagung auf, „Geschlecht in seiner Vielschichtigkeit und Komplexität als Untersuchungsgegenstand, analytische Perspektive und/oder intersektionale Kategorie (kultur-)wissenschaftlicher Forschung und Wissenskontexte zu beleuchten“ und eröffnet die Tagung mit folgenden Fragen: Auf welche Weisen kann Geschlecht zu einem Fokus, Moment oder zu einer Perspektive in der Forschung werden? Welches geschlechtertheoretische Wissen ist dafür nötig? Und wie lässt sich dies in forschungspraktische Herangehensweisen und sensibilisierende Fragen in einer genderreflektierenden Forschung ‚übersetzen‘? Zur Veranschaulichung und um bereits in spätere thematische Auseinandersetzungen einzustimmen, werden mit diesen Fragen Verweise auf ‚Vergeschlechtlichungen‘ aufgegriffen, die das Programm der Tagung nahelegt: historische Transformationen gesellschaftlicher Geschlechterverhältnisse, Relationen beispielsweise zu Institutionen, Bildung, Ästhetik, Sexualität, Gewalt sowie nicht zuletzt vergeschlechtlichte Arbeitsbündnisse in der Forschung, die nicht nur Forschungsprozesse prägen, sondern oft auch Aufschluss über die Konstitution des Forschungsgegenstands geben. Bestenfalls dient der Vortrag somit als Resonanzraum für die weiteren Diskussionen und führt zu Irritationen der eigenen Forschung.
Graduiertentagung
Die Graduiertentagung des GFKW bietet den Graduierten der Fakultät für Kulturwissenschaften an der Universität Paderborn die Möglichkeit, ihre Forschungsprojekte im Lichte eines disziplinübergreifenden Themas vorzustellen und gemeinsam mit einem interessierten und wohlwollenden Publikum zu diskutieren.
Das Ziel der Graduiertentagung besteht zum einen darin, inhaltliche Anregungen aus unterschiedlichen Fachperspektiven für das eigene Forschungsprojekt zu erhalten sowie an Vortragserfahrung zu gewinnen. Zum anderen dient die Veranstaltung dem Aufbau und der Erweiterung des eigenen akademischen Netzwerks.
Pitch-Format
Im Rahmen der Graduiertenwoche 2026 wird es ein Format für den Peer-Austausch über entstehende Forschungsprojekte geben. Dafür haben wir pro Wissenschaftler*in 20-minütige Slots vergeben, die für eine kurze Präsentation der Fragestellung/Arbeitshypothese (5-10 Minuten) und eine anschließende Diskussion zur Verfügung stehen. Für dieses offene Format gibt es daher keine Themenbindung oder Präsentationsform. Vielmehr wollen wir transdisziplinär in den Austausch treten, kollegiales Feedback ermöglichen und beispielsweise erste Forschungsideen diskutieren. Die Teilnahme an den an die Präsentation anschließende Dikussion steht allen Teilnehmer*innen der Graduiertenwoche offen.
Wir freuen uns auf den Austausch!
Workshops während der Graduiertenwoche
Auch in diesem Jahr finden während der Graduiertenwoche erneut Workshops statt.
Wissenschaft und alles andere – Wie passt das zusammen und ineinander?
Geleitet durch: Prof.in Katrin Klingsieck
Der Workshop gibt Impulse, wie sich persönliche und an uns heran getragene Anforderungen, Erwartungen und Ziele (in) der Wissenschaft mit denen aus anderen Lebensbereichen (z. B. Familie, Freund*innen, Hobbies, Interessen) vereinbaren lassen. Es geht darum, die ganz eigene und persönliche Vereinbarkeit zu finden, zu entwickeln und zu leben. Die Impulse können Sie direkt ausprobieren. Sie basieren wie alle Angebote von ProLernen auf aktuellen Ergebnissen der psychologischen Forschung sowie erprobten Ansätzen aus der systemischen und ressourcenorientierten Beratungs- und Coachingpraxis.
Geschlechterdimensionen im eigenen Projekt nachspüren
Geleitet durch: Dr. Susanne Richter
Gender ist eine so gesellschaftlich relevante Kategorie, dass es (nicht nur) in der Sozialforschung immer mitgedacht werden sollte. Was sich aber an erkenntnistheoretischen Möglichkeiten dahinter verbirgt, ist vielfältig und hat das Potential, den forschenden Blick intensiv zu bereichern - auch in Projekten, in denen Geschlecht gar nicht im Fokus steht. Wir werfen im Workshop einen Blick auf die verschiedenen Dimensionen, die ein von Geschlecht inspirierter, forschender Blick haben kann und auf die Möglichkeiten, sie im eigenen Projekt zur Anwendung zu bringen. Dabei ergründen wir das Spektrum des "bare minimums" von Geschlechtersensibilität einerseits und dem andererseits dem erkenntnisgenerierenden Potential, den ein expliziter Fokus auf diese Kategorie haben kann. Im Zentrum steht die Frage: Wie können die Projekte der Teilnehmenden von Geschlechterperspektiven profitieren?
Programm der Graduiertenwoche
Uhrzeit | Programmpunkt |
| 9.30 bis 10.00 Uhr | Ankommen |
| 10:00 bis 10:30 Uhr | Eröffnung Prof. Dr. Dominik Rumlich (Direktor GKW) Dr. Larissa Eikermann (Prodekanin Gleichstellung) Michelle Ginder (Graduiertensprecherin) Dr.in Anda-Lisa Harmening (Geschäftsführerin GKW) |
| 10:30 bis 12:00 Uhr | Vortrag Prof.in Antje Langer: Doing gender – research. Method(olog)isch durch die Forschung |
| 12:00 bis 13:00 Uhr | (Gemeinsames) Mittagessen |
| 13:00 bis 14:30 Uhr | Vorträge Lea Biere: Die Rolle des Geschlechts in den Forschungsbereichen Künstliche Intelligenz und Bildung - Ein Bibliometric Literature Review Denise Großkrüger: Perspektiven gymnasialer Kunstlehrkräfte auf Geschlecht und Sexualität in der Schule und im Fachunterricht |
| 14.30 bis 15.00 Uhr | Kaffeepause |
| 15:00 Uhr bis 16:15 Uhr | Vortrag und Pitch Vivienne Hanft: Performing gender on stage – Zur Produktivität von Cross-casting in Daniela Löffners LULU-Inszenierung Timothy Kroupa: Pandemic Storytelling – COVID Fiction as Pandemic Sensemaking |
| 16:15 bis 17:15 Uhr | Workshop Dr. Susanne Richter: Geschlechterdimensionen im eigenen Projekt nachspüren |
Uhrzeit | Programmpunkt |
| 9.30 bis 10.00 Uhr | Ankommen |
| 10:00 bis 11:00 Uhr | Mitgliederversammlung GFKW |
| 11.00 bis 12.30 Uhr | Vorträge Leandra Ulrike Oles: Emanzipation durch öffentliche Teilhabe von Frauen in Duisburg Rheinhausen während des industriellen Strukturwandels Anastasiya Bobrova: Ambivalenzen weiblicher Existenzweisen – Weiblichkeitsanforderungen im Wandel feministischer Errungenschaften der zweiten Frauenbewegung |
| 12:30 bis 13:30 Uhr | (Gemeinsames) Mittagessen |
| 13:30 bis 15:00 Uhr | Vorträge Caroline Bonhage: Autonome Frauen*notrufe als Form feministischer Sozialer Arbeit und ihr Verhältnis zu Rassismus Lara Venghaus: Warum Friedrich Schleiermacher die Frauen beneidete |
| 15:00 bis 15:30 Uhr | Kaffeepause |
| 15:30 bis 17:00 Uhr | Pitches Miriam Frings: Zwischen Workshopraum und Forschungsfeld: Zur ethnographischen Beforschung der eigenen Profession Anne Gottwald: Kinderschutz (k)ein Thema der universitären Lehrkräftebildung |
| ab 17:30 Uhr | Abendessen/Stammtisch des GFKW in der Pizzeria & Paninoteca „Bei Salva“ |
Uhrzeit | Programmpunkt |
| 9.30 bis 10.00 Uhr | Ankommen |
| 10:00 bis 12:00 Uhr | Workshop (in Präsenz) Prof.in Katrin Klingsieck: Wissenschaft und alles andere – Wie passt das zusammen und ineinander? |
| 12:00 bis 13:00 Uhr | Gemeinsamer Ausklang |