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Kunst und ihre Didaktik (Malerei)
Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender

Museumskoffer für das Welterbe in Europa 2008

Eroberungsgeschichte Mexikos (Eva Freisfeld)

Kofferkonzept

Bei meinem Koffer möchte ich mich auf das 16. Jahrhundert beschränken, auf das Jahrhundert, wo Hernán Cortés Mexiko erobert hat. Im Folgenden möchte ich 

  1. die Situation vor der Eroberung 
  2. die Kultur der Azteken und 
  3. die Eroberung Mexikos näher erläutern. 

1.) Situation vor der Eroberung
Vor Beginn der spanischen Eroberung lebten in Mexiko verschiedene Indianerstämme, die das Land bereits in verschiedene Herrschaftsbereiche aufgeteilt hatten. Es kam immer wieder zu kämpferischen Auseinandersetzungen zwischen den Stämmen. Der mächtigste Stamm zur Beginn der spanischen Eroberung 1519 waren die Azteken mit 10 Millionen Bewohnern, die somit auch den größten Teil des Landes besaßen. Den Azteken waren 38 Gebiete unterworfen. Die Völker waren ihnen durch Gesetze tributpflichtig und mussten den Azteken Silber, Gold, Stoffe und Jaguarfelle, Kriegerkostüme und buntschillernde Federn, Edelsteine, Flechtmatten, Tongefäße, Gummibälle, Heilpflanzen, Honig, Kakaobohnen und unzählige wertvolle Produkte in ihre Hauptstadt Tenochtitlán abliefern. Über alle Abgaben wird in Tributlisten genau Buch geführt (Codex Mendoza). 
Tenochtitlán wurde 1325 gegründet, da eine alte Prophezeiung den Azteken geweissagt hat, dass ihre künftige Hauptstadt dort entstehen würde, wo sich ein Adler mit einer Schlange auf einem Kaktus niederlassen würde. Die Stadt war von einer Seelandschaft umgeben und wird auch das indianische Venedig genannt. Das Bildsymbol dieser Gründungslegende- Adler auf Kaktus mit Schlange im Schnabel ist das Staatswappen Mexikos. 

2.) Beschreibung der Kultur der Azteken
Schrift: 
- bildliche Ideen- oder Inhaltsschrift (Piktographie), benutzten keine Wörte, waren auf Hirschleder geschrieben 
- wurden von Spaniern verbrannt 
Sprache: Náhuatl 
- Wird noch heute in dialektalen Varianten gesprochen 
- Tonbandaufnahme 
- Unterlagen eines Náhuatlsprachkurses, den ich in Mexiko belegt habe 
Aztekische Kalender
- basiert auf zwei durchdachten Systemen 
- der Jahreskalender war in 18 Monaten zu je 20 Tagen eingeteilt, dazu kamen 5 ergänzende Tage um 365 Tage zu erreichen. Diese 5 Tage hielt man für Unglückstage 
- jede Woche lässt sich durch ein Symbol darstellen 
Religion und Götter
- Glaube an periodische Wiederkehr der Zeiten mit Untergang und Erneuerung: Alle 52 Jahre begann für sie ein neuer Weltenzyklus bzw. befürchteten sie den Weltuntergang 
- Sie glaubten an verschieden Götter wie z.B. an die Erdgöttin, den Kriegsgott, die Wassergöttin, der Maisgott, Gott des Frühlings, Sonnengott 
- Götterdarstellung 
Rituale: Opferungen 
- die Azteken glaubten, dass ihr Kriegsgott täglich zur Morgendämmerung wiedergeboren wird und seine Wiedergeburt war nur möglich, wenn man ihn mit frischen Herzen und mit dem Blut von Geopferten ernährte 
- es wurden jährlich 10- bis 20.000 Menschen auf der Hauptpyramide in Tenochtitlán geopfert 

3.) Die Eroberung Mexikos
- 1519 erreicht Hernán Cortés die an der östlichen Küste liegende Stadt Veracruz 
- Moctezuma II., der Aztekenherrscher, hat seinen Sitz in Tenochtitlán und wird informiert das Neuankömmlinge in sein Land eingetroffen sind 
- Er lässt ihnen kostbare Dinge und Gold bringen 
- Moctezuma nimmt an, dass es sich um den Priestergott und seinem Gefolge handelt, der versprochen hatte, wiederzukommen 
- Cortés bedankt sich auf die Geschenke mit Glasperlen, und lässt eine Kanone abfeuertn 
- Sein Ziel war es bis ins Hochland bis zur Hauptstadt Tenochtitlán vorzudringen (eines der gewagtesten und berühmtesten Eroberungszüge der Weltgeschichte) 
- Karte, die den Verlauf von Cortés Eroberungszug aufzeigt 
- Cortés nimmt viele Städte ein und es verbünden sich viele Indianerstämme mit ihm, die den Azteken unterworfen waren 
- Im November 1519 zieht er kampflos in Tenochtitlán ein und Moctezuma II., verängstigt von der Prophezeiung, empfängt ihn freundlich und als hohen Gast 
- Die spanischen Eroberer sind überwältigt von dem Markt und den Produkten, mit denen gehandelt wird, 
- Am meisten jedoch verlangt es sie nach Gold 
- „Ihr Durst nach Gold war eindeutig unstillbar; sie hungerten danach, sie letzten danach“ (Zitiert ein Mönch, der die Eroberungsgeschichte festhält) 
- aztekische Zeitzeugen „sie wollten sich damit voll stopfen, als wären sie Schweine..“ 
- 6 Tage nach dem Einzug nimmt Cortés Moctezuma als Geisel und plündert seine Schatzkammer 
- die herrlichen Goldarbeiten werden zu handlichen Barren geschmolzen 
- Moctezuma wird kurze Zeit später ermordet, 1920 
- Drei Tage später, in der Nacht vom 30. Juni, versuchen die Spanier zu fliehen 
- Viele von ihnen, schwer beladen mit Goldklumpen, fallen ins Wasser und ertrinken 
- Cortés gelingt es den zweitmächtigen Mann des Aztekenreichs zu ermorden, worauf die Azteken den Kampf abbrechen 
- 1521 marschiert Cortés erneut mit 75.000 indianischen Kriegern nach Tenochtitlán ein 
- die Azteken wehren sich mit allen Kräften, können jedoch nicht dagegenhalten, da sie durch die von den Spaniern eingeschleppten Pocken und wegen Aushungerung kraftlos sind 
- Am 13. August fällt Tenochtitlán, die schönste Stadt Amerikas, und wir dem Erdboden gleichgemacht

UNESCO-Weltkulturerbe Edinburgh (Daniela Babilon)

Die schottische Hauptstadt Edinburgh wurde 1995 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen. Dabei spielten verschiedene Faktoren der Stadt Edinburgh und des städtischen Lebens eine Rolle. An bedeutendster Stelle stand das Stadtbild und die Architektur: Edinburgh zeichnet sich durch die stark kontrastierenden Erscheinungsbilder seiner Altstadt (Old Town) und Neustadt (New Town) aus, die sich auch räumlich gegenüber liegen und von ebenfalls bedeutsamen Gärten (Princes Street Gardens) und Parks getrennt werden. Diese Form der Gestaltung hat weitreichenden Einfluss auf die europäische Städteplanung genommen. 

Die New Town ist architektonisch in weiten Teilen im Georgianischen Stil erbaut worden (ca. 1720 – 1840), einer britischen Ausprägungsform der klassizistischen Baukunst. Dem gegenüber befindet sich die Old Town, die von einem der Wahrzeichen Edinburghs, der Burg (Edinburgh Castle), dominiert wird. In der Old Town finden sich mittelalterliche Gebäude, sogar ein unterirdischer mittelalterlicher Stadtteil, der von großer historischer Bedeutung ist (Mary King’s Close), ebenso wie zahlreiche gotische bzw. neugotische Gebäude. Eine Fülle von Monumenten und Statuen erinnern an historisch bzw. künstlerisch bedeutsame Personen oder Begebenheiten. Aufgrund des beeindruckenden, wunderschönen Stadtbildes und den vielen antik anmutenden Bauten wird Edinburgh auch „Athen des Nordens“ genannt. 
Des Weiteren findet jährlich im Sommer das international renommierte Edinburgh Festival statt, ein Festival für Musik, Kunst, Theater, Straßen- und Kleinkunst, Musicals, Literatur etc., was auch ein Kriterium für die Aufnahme auf die UNESCO-Liste gewesen ist. Zudem ist Edinburgh 2005 zur ersten UNESCO-Literaturstadt (first UNESCO City of Literature) ernannt worden. 
  
Dieser Museumskoffer beschäftigt sich in seinem Schwerpunkt mit der Architektur der New Town Edinburghs, also dem Klassizismus bzw. spezieller dem Georgianischen Stil (Georgian Style). Allerdings ist der Koffer in verschiedene Themengebiete unterteilt, die in einem zweiten Schritt nach der Einführung und einer ersten Arbeitsphase mittels der Methode des Stationenlernens erarbeitet werden können. 
Da in Edinburgh Englisch gesprochen wird, und auch im Englischunterricht fiktive „Reisen“ in verschiedene (Haupt-)Städte wie London oder New York auf dem Lehrplan stehen, um Städte, Kulturen, Sitten etc. im englischsprachigen Raum kennen zu lernen, ist der vorliegende Museumskoffer nicht nur im Fach Kunst einsetzbar, sondern auch im Unterrichtsfach Englisch. Einige Texte oder Beschriftungen liegen deshalb absichtlich in Englischer Sprache vor (bei vielen Beispielen zu den Themenbereichen der Literatur ist dies auch kaum anders möglich). Die Schüler und Schülerinnen sind also in einigen Fällen gefordert, sich auf zweisprachiger Weise (deutsch und englisch) mit dem Thema zu befassen. Alle grundlegenden Basisinformationen sind jedoch in deutsch verfasst, so dass hier Verständnisprobleme ausgeschlossen sind. 

Zum Umgang mit dem KofferDer Einstieg in die Unterrichtseinheit kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Zunächst bietet es sich an - ohne jedoch vorab zu sagen, um welche Stadt es sich handelt - einen kurzen Film zu Edinburgh zu zeigen (z.B. zu finden auf www.youtube.com. Dort sind beispielsweise die eingestellten Filme mit den Titeln „Edinburgh – A Fascinating City in Scotland“, „Edinburgh – probably the most beautiful city in the world“, „Edinburgh – Our Truly Beautiful And Fascinating City“ empfehlenswert.). Diese Filme geben Übersichten über die Stadt und enthalten auch bereits Hinweise dazu, um welche Stadt es sich bei dem Kofferprojekt handelt. Die SuS bekommen beim Anschauen die Aufgabe, auf auffällige Gebäude bzw. architektonische Besonderheiten zu achten, denn in den Filmen wird i.d.R. deutlich, dass Edinburgh eine Fülle von klassizistischer Architektur aufweist. Auch die mit Bildern beklebte Hartfaserplatte, die sich im Koffer oben befindet, kann verwendet werden und auf Hinweise bzw. Besonderheiten hin untersucht werden. Mit Hilfe der Karten (Schottland, Edinburgh und Umgebung, Edinburgh City) kann eine genaue Lokalisation der Stadt und der New Town erfolgen. Es ist allerdings bis zu diesem Punkt ratsam, darauf zu achten, dass die SuS noch keinen Einblick in den Koffer erhalten können. Denn um schon zu Beginn einen kreativen ästhetischen Zugang zu bekommen, kann mit dem „Puzzle“ gearbeitet werden. Dafür bekommt jeder bzw. jede Lernende zwei bis drei Puzzlestücke. Die Puzzlestücke sind Ausschnitte aus typischen klassizistisch-georgianischen Gebäuden, die zum Schluss zu vier fast vollständigen Bildern zusammengesetzt werden können (zwei Bilder sind dabei identisch, nämlich die schwarz-weißen). Die Aufgabe könnte nun sein, mit Hilfe der Ausschnitte das Gebäude zeichnerisch zu vervollständigen, also die fehlenden Teile zu erfinden bzw. so weit wie möglich zu erschließen. Die SuS sind somit gefordert, die Detailbilder sehr genau zu betrachten und die erkennbaren Besonderheiten der klassizistischen Bauweise zu analysieren, um sie in ihre eigene Arbeit einfließen zu lassen. Auf diese Weise lässt sich bereits vorhandenes Grundwissen aktivieren bzw. zum Teil aufbauen. Außerdem ist nun der Übergang zum Oberthema klassizistisch-georgianische Architektur einfach möglich. Die Bilder zur klassizistischen Architektur ebenso wie die beigelegten Informationstexte können weiterhin zur Erarbeitung der Grundlagen verwendet und bei Bedarf als Arbeitsblätter für die SuS vervielfältigt werden. Das Yton–Modell eines klassizistischen Gebäudes kann weiterhin als Anschauungsgegenstand eingesetzt werden und eventuell auch als Anregung für einen weiteren praktischen, bildhauerischen Zugang dienen. Auch die Tonmodellstücke der Säule bzw. die Postkarten können einen Gesprächsanlass bieten, und eventuell dazu überleiten, dass die SuS zur klassizistischen Architektur bzw. der zugrunde liegenden Architektur der Antike Nachforschungen anstellen (im Computerraum/ zu Hause als kleine Hausaufgabe/ in der Bücherei etc.). Weitere Hilfen und Materialien liegen in Form der beigelegten Bücher (zu Edinburgh bzw. Great Britain and Ireland) vor. Insbesondere das Buch zu Edinburgh kann der Lehrperson bei einer etwaigen Gestaltung eines Arbeitsblattes etc. nützlich sein. Im Anschluss an diese Erarbeitungsphase, die im gesamten Klassenverband stattfinden kann, könnte ein weiterer ästhetischer Zugang über den Linoldruck erfolgen. Einige Beispiele für das Verfahren des Linoldrucks sind ebenfalls im Koffer zu finden. Die Region um Edinburgh weist starke Verbindungen zum Material Linoleum auf; so befand (und befindet sich noch immer) nur wenige Meilen von Edinburgh entfernt die erste schottische und lange Zeit weltweit größte Linoleumfabrik. Die beigefügten Musterbeispiele modernen Linoleums und das kurze Beiblatt entstammen dieser Linoleumfabrik in Kirkcaldy. Mögliche Aufgabenstellungen wären hierbei, einen Linoldruck einer klassizistischen Stadtansicht zu gestalten oder, um auch einen Bezug zu der Lebenswelt der SuS herzustellen, sich per Linoldruck mit der klassizistischen Architektur und dem eigenen Haus auseinander zu setzen. Dafür können die SuS ein Foto/ eine Skizze des eigenen Hauses mitbringen und sich überlegen, mit welchen Stilmerkmalen es versehen werden kann, um es in ein klassizistisches Haus zu verwandeln. Anschließend werden die Entwürfe gedruckt und eventuell in Verbindung mit dem Ausgangsfoto bzw. der Skizze etc. präsentiert. Nachdem also alle SuS Kenntnisse in Bezug auf den Georgianischen bzw. klassizistischen Bausstil erworben haben, kann in einem weiteren Hauptarbeitsschritt zu den verschiedenen im Koffer beinhalteten Stationen übergegangen werden. Folgende Themen sind in Rahmen der Stationen abgedeckt:

  • Klassizistische Literatur; Edinburgh als UNESCO City of Literature
  • Klassizistische Malerei/ Malerei der Aufklärung 

Die Folgeepoche: ROMANTIK

  • Die Ideologie der Romantik, Romantik als Epoche allgemein
  • „Romantische“ Architektur bzw. Gotik
  • Romantische Literatur
  • Die Malerei der Romantik 

Zu jedem dieser Themengebiete ist ein ‚Kästchen’ im unteren Teil des Koffers vorhanden. Die Gestaltung ist dabei z.T. auf den Inhalt angestimmt; so werden zum Beispiel für die Bereiche zur Literatur Kästchen in Buchform verwendet. Da diese Stationenarbeit erst im Anschluss an die Grundlagenerarbeitung zur klassizistischen Architektur stattfindet, sind die Kästchen zunächst durch eine Holzplatte abgedeckt. Dadurch wird einerseits der Blick und das Interesse der SuS nicht vom zuerst behandelten Thema abgelenkt und andererseits kann dies dazu dienen, dass das Interesse der SuS für die anschließenden Themen geweckt bzw. erhalten bleibt. Selbstverständlich können alle Einzelthemen von allen SuS im Sinne eines „Rundlaufes“ von Station zu Station bearbeitet werden. Da dies jedoch enorm viel Zeit in Anspruch nehmen würde, ist es wahrscheinlich sinnvoller, den einzelnen SuS die Wahl zu überlassen, mit welchem Thema sie sich weiter beschäftigen wollen. Idealerweise geschieht diese Wahl bereits spätestens in der Stunde vor dem Beginn der Stationenarbeit, damit die Lehrperson gegebenenfalls Kopien anfertigen kann und die benötigten Materialien beschafft werden können etc. Wichtig wäre bei diesem Verfahren allerdings, dass die einzelnen Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse zum Schluss der Einheit der gesamten Klasse präsentieren, damit alle SuS Einblicke in alle behandelten Bereiche bekommen und die Unterrichtseinheit zu einer „runden Sache“ werden kann, bei der auch Zusammenhänge und Verknüpfungen erkannt werden können. 

Vorschläge für ästhetisch-praktische Zugänge an den jeweiligen Stationen

Station 1: Klassizistische Literatur; Edinburgh als UNESCO City of Literature
Inhalte:

  • Regeln/ Vorgaben für das Schreiben (klassizistischer) Dramen bzw. Tragödien;
  • Informationen zur Epoche der Aufklärung, zu Werken und zu Autoren, insbesondere bezogen auf Edinburgh 

Vorschläge: 

  • in Gruppenarbeit: Schreiben eines eigenen kurzen Theaterstücks unter Beachtung der beschriebenen Regeln, 

mögliches Thema: antike, alte Werte gegenüber neuen, modernen Werten 
Station 2 : Klassizistische Malerei/ Malerei der Aufklärung
Inhalte:

  • Informationstexte zum historischen Hintergrund und der Entwicklung der Malerei während der Epoche;
  • typische Stilmerkmale klassizistischer Malerei (siehe dazu auch das Memoryspiel) 

Vorschläge:
Ein klassizistisches Bild bzw. eine klassizistische Szene gestalten: die SuS sollen unter Beachtung der wesentlichen Charakteristika dieser Malweise ein Bild in einem Guckkasten gestalten (Guckkasten: kleiner Kasten, oben kleines Loch mit lichtdurchlässiger Folie beklebt für den Lichteinfall; vorne Schlitz zum Hineinblicken; innen: Gestaltung einer Szene, möglichst in verschiedenen Schichten wie Vorder-, Mittel-, Hintergrund gestaffelt, so dass eine Raumtiefenwirkung erzielt wird) 

Station 3 : Die Ideologie der Romantik, Romantik als Epoche allgemein

  • Inhalte:
  • Informationstext;
  • Forschungsaufgabe zum Thema
  • Postkarten/ Postkartenansichten
  • Vorschläge:
  • Postkartenästhetik: Analyse der typischen Aspekte und Gestaltung von Postkarten (als Malereiaufgabe, als Collage, als Computerbearbeitung etc.);
  • Gestaltung eines Posters mit Informationen, Anschauungsmaterialien etc. 

Station 4 : „Romantische“ Architektur bzw. Gotik
Inhalte:

  • Informationstext und Bilder Romantik und Literatur, Gotik, Neugotik
  • Beispiele (neu-)gotischer Architektur in Edinburgh, z. B. das Scott Monument
  • Zertifikat Scott Monument
  • Overhead-Folie zu Stilmerkmalen der Gotik

Vorschläge: 

  • einen persönlichen Gegenstand romantisieren (als plastische Aufgabe; z. B. Kerzenständer, Spiegel, Bilderrahmen, Kissen, Stand-/Wanduhren etc.)
  • ein romantisches Gebäude durch Collagetechnik und Malerei erstellen (z. B. unter Zuhilfenahmen von Vordrucken von Fensterformen/ Maßwerk, Krabben etc., je nach Altersstufe)
  • eventuell in Gruppenarbeit: einen Scherenschnitt eines romantischen/gotischen Gebäudes (real oder fiktiv) anfertigen, möglichst nicht nur mit Außenkonturen sondern auch Innenkonturen/ -elementen (eventuell gestaltet als Fensterbild mit buntem Transparentpapier/ Ölpapier, um auch den für die Gotik und Romantik wichtigen Aspekt des Lichtes einzubeziehen)
  • in Anlehnung an die Eingangsaufgabe der Gestaltung des eigenen Hauses als klassizistisches Gebäude: das eigene Haus romantisieren (als Malereiaufgabe/ Computerbearbeitung/ Collage/ Zeichenaufgabe etc.)
  • eine Gebäudefront als Pappmachée-Relief gestalten 

Station 5 : Romantische Literatur

  • Inhalte:
  • Informationstexte, insbesondere zu den schottischen Nationaldichter Robert Burns und Sir Walter Scott;
  • Bücher bzw. Schriftensammlungen dieser beiden Autoren sowie Bilder;
  • Beispielgedichte/ Lieder
  • Vorschläge: 
  • Ein romantisches Gedicht schreiben und/ oder illustrieren 

Station 6 : Die Malerei der Romantik 

  • Inhalte:
  • Informationstexte;
  • Bilder 
  • Vorschläge: 
  • Ein romantisches Bild malen, z.B. unter dem Thema „Der Mensch und die Landschaft“
Burg Carcasonne (Jana Zwick)

Allgemeine Informationen zur UNESCO Weltkulturerbestätte »Carcassonne«

Carcassonne ist eine Stadt in Südfrankreich. Sie liegt ca. 70 km nordwestlich von Perpignan an einer alten Handelsstraße zwischen Mittelmeer und Atlantik und hat ca. 44.000 Einwohner. Sie liegt am Fluss Aude, sowie an dem hier parallel verlaufenden Canal du Midi.
Die im 19. Jahrhundert vom Architekten Eugène Viollet-le-Duc restaurierte Altstadt mit gut erhaltener doppelter Stadtmauer wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 
  
Ziele meines Koffers
Mit meinem Museumskoffer möchte ich den Kindern die Möglichkeit geben, einen Einblick in das Leben der Menschen im Mittelalter zu bekommen, die damaligen Lebensbedingungen kennenzulernen und im Vergleich zu den heutigen zu betrachten. Die Kinder sollen angeregt werden, über Unterschiede und Gemeinsamkeiten nachzudenken. Durch die Begegnung mit andersartigen Normen, Werten und Lebensvorstellungen sollen sie zudem die Chance bekommen, die Gegenwart aus einem erweiterten Blickwinkel zu betrachten. 
Ein zentrales Ziel meines Koffers soll es zudem sein, sich mit den historischen Inhalten auseinanderzusetzen, bei den Kindern Verständnis für Vergangenes zu erzeugen und ihnen die Möglichkeit zu geben, Zusammenhänge zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu erkennen. Ein weiterer wichtiger Aspekt bzw. Ziel meines Museumskoffers soll es sein, die Kinder in ihrem selbstständigen, selbst gesteuerten und eigenverantwortlichen Lernen zu fördern. 
  
Kind sein im Mittelalter - Das Heranwachsen von Bauernkindern nahe der Burg Carcassonne
Aufbau meines Museumskoffers
Mein Museumskoffer zur Weltkulturerbestätte Carcassonne mit dem Thema „Kind sein im Mittelalter - Das Heranwachsen von Bauernkindern nahe der Burg Carcassonne“, ist in erster Linie für die Arbeit mit Kindern im Grundschulalter geeignet. 
Er ist besonders für den Sach- und Kunstunterricht konzipiert, kann aber auch Anregungen für den Sportunterricht bieten. Meine mittelalterliche Truhe ist in die folgenden drei Ebenen unterteilt, die jeweils aufeinander aufbauen 
  
 
1. Ebene
Durch die Karte und das Modell erhalten die Kinder zu Beginn einen groben Überblick, wo sich das Weltkulturerbe befindet. Die Mappe, die etwas versteckt unter dem Modell zu finden ist gibt im Anschluss an das Betrachten nähere Informationen und Einblicke. Dies bietet den Kindern mit den ebenfalls in der Mappe enthaltenen alten Karten, Fotos und Bildern einen leichten Einstieg in die Thematik.


2. Ebene
Hier befinde sich die sogenannte „Spielzeugebene“. Hier wird den Kindern mittelalterliches Spielzeug gezeigt, was angefasst und ausprobiert werden kann. Mithilfe der Aufgaben-Säckchen, die sich in der kleinen Kiste befinden, kann die Klasse das zuvor kennengelernte Spielzeug im Anschluss selbstständig herstellen und ausprobieren. 


3. Ebene
Abschließend kommt man in die dritte und letzte Ebene. Die „Arbeitsebene“. Sie gibt Auskunft über mögliche Arbeitsbereiche, die die Kinder schon sehr früh erlernten. Die „Arbeitsebene“ besteht aus 8 Kästchen mit typischen Gegenständen des Berufes, wovon sich die einen vier jeweils Frauenberufen und die anderen vier Männerberufen zuordnen lassen. Diese können angefasst, geschmeckt und auch gerochen, das heißt mit unterschiedlichen Sinnen erfahren werden. 

Sagrada Fmilia in Barcelona - Gaudí (Melanie Wigge)

Sagrada Fmilia in Barcelona - Gaudí
Melanie Wigge

Das römische Leben am Limes (Andreas Trennert)

Grenzen des römischen Reiches – 
Der obergermanisch-rätische Limes
Das römische Leben am Limes

Andreas Trennert

Kurzbeschreibung
Meinen Museumskoffer habe ich hinsichtlich drei Themenkomplexen gestaltet: Zunächst der obergermanisch-rätische Limes und das römische Weltreich im ersten und zweiten Jahrhundert. Sodann römische Kultur und römisches Leben, wie es entlang des Limes aber auch im ganzen Reich im 2. Jh. stattgefunden haben könnte. Zuletzt die Religionspolitik Roms, der Kaiserkult und die Situation von Christen im römischen Reich. Der Koffer eignet sich somit für den Unterricht in den Fächern Kunst, Geschichte, Latein und Religion und kann sowohl für einen interessanten Unterrichtseinstieg verwendet werden, wie auch als Grundlage für eine längere Unterrichtsreihe.

Zum Gebrauch des Museumskoffers
Der Koffer ist eigentlich eine Holzkiste (70cm x 40cm x 32cm), welche in drei Ebenen unterteilt ist. Diese Ebenen entsprechen den drei Themenkomplexen „Limes und Römisches Reich“, „Alltag und Kultur“ und „Christentum“, die der Koffer schwerpunktmäßig behandelt, und können voneinander unabhängig bearbeitet werden. Die Kiste ist mit einer Aufschrift versehen, welche ihren Besitzer, seine berufliche und soziale Position und seinen Lebensraum identifiziert: Q Didi Euhodian - Quintus Didius Euhodianus Praef Eq Al I Thrac - Praefectus Equitum Alae I Thracum Castra Bonnensia - Castra BonnensiaDie bei antiken lateinischen Inschriften üblich, sind die meisten Wörter abgekürzt. Lateinschüler dürften kaum Probleme haben, den Sinn der Abkürzungen zu entschlüsseln, allen anderen muss dabei wahrscheinlich geholfen werden, was aber bereits zum Anlass genommen werden könnte, die Eigenheiten römischer Namensgebung zu betrachten. Quintus Didius Euhodianus hat tatsächlich gelebt und war auch Anführer einer berittenen Einheit mit der Bezeichnung I Thracum. Ob er allerdings im Legionärslager Bonna stationiert war ist fraglich, aber durchaus möglich, da seine Ala im 2. Jh. in der Provinz Germania inferior diente. Öffnet man die Kiste, findet man zwei Karten. Eine zeigt das römische Reich um das 2. Jh. und soll vor allem die gewaltigen Ausmaße des Imperiums veranschaulichen. Die zweite zeigt den Verlauf des obergermanisch-rätischen Limes mit den wichtigsten Städten und den bekannten Legionärs- und Auxiliarlager entlang der Grenze zu Germania Libera. Außerdem sind darauf zwei Ausbaustufen des Limes skizziert, die das System der römischen Grenzsicherung verdeutlichen.   Die zweite Ebene beinhaltet viele kleine und größere Gegenstände, die verschiedene Aspekte des Alltags von einem römischen Legionär und dessen Familie erfahrbar machen sollen:

  1. Essen und Trinken (Holzlöffel und original römische Rezepte zum Nachkochen)
  2. Kleidung (Legionärshelm, römische Sandale mit Schnittmuster)
  3. Körperpflege (Öl und ein Schabeisen [aus Holz])
  4. Geld (original römische Münzen)
  5. Schrift (Wachstäfelchen und Griffel, Papyrus)
  6. Religion (eine Ahnenstatue bzw. Götterstatue)
  7. Spiele (Nüsse, Würfel und Wurfknöchelchen aus Speckstein, Rundmühlespiel und Spielregeln für typisch römische Kinder- u. Erwachsenenspiele)

Mit den Gegenständen lassen sich einzelne Unterrichtsthemen einführen oder ein Unterricht zu einem speziellen Thema gestalten. Viele davon lassen sich von den Schülern nachmachen, was sich besonders für den Kunstunterricht oder Projekttage anbietet (Papyrus, Wachstafeln, Sandalen, Statue aus Seife schnitzen, Rezepte,…). 
  
Die unterste Ebene ist das „Geheimfach“ des Legionärs. Unter dem doppelten Boden seiner Kiste bewahrt der christliche Römer ein einfaches Holzkreuz und ein Mosaik mit einer christlichen Darstellung auf. Da Christen im 2. Jh. immer wieder verfolgt wurden muss er seinen Glauben verheimlichen. Als Legionär ist er in einer besonders schwierigen und gefährlichen Lage, denn dem Kaiserkult, der Verehrung des als göttlich angesehenen römischen Kaisers, welcher mit seinem Glauben unvereinbar ist, kann er sich kaum entziehen. 
Eine mögliche Unterrichtseinheit zum Thema Mosaik könnte mit dieser Ebene eingeleitet werden. Christenverfolgung im römischen Reich ist ein Thema, das im Religionsunterricht der Unterstufe behandelt wird. 
Der Koffer enthält außerdem 

  • Informationen zum Sold eines Legionärs und dem römischen Münzsystem im 1. Jahrhundert,
  • eine Auswahl von lateinischen Sprichwörtern, die sich mit ihrer Aktualität oder ihrem Humor besonders gut für eine Annäherung an römisches Leben und Kultur eignen und Gemeinsamkeiten mit der Gegenwart hervorheben,
  • Originalrezepte aus der Kaiserzeit zum Nachkochen im Rahmen von Projekttagen,
  • Regeln und Erläuterungen zu römischen Spielen sowie
  • eine Liste mit Internetadressen von Museen, Exkursionszielen, Vereinen, uvm. zum Thema.
Kölner Dom (Nicole Tiller)

Kölner Dom
Nicole Tiller

Venedig (Johanna Tewes)

Venedig
Johanna Tewes

Kartonfabrik von Verla (Anna Teichrieb)

Verla ist ein gutes Beispiel für kleine, in ländlichen Gegenden entstandene Industriekomplexe, die im 19. Jahrhundert und noch Anfang des 20. Jahrhunderts in Nordeuropa und Nordamerika tätig gewesen sind. Von diesen frühen Werksdörfern sind nur noch wenige bis in unsere Tage erhalten geblieben. Aus diesem Grund wurde das Werksdorf 1996 in die Liste der UNESCO – Welterbestätte aufgenommen.   

Der Museumskoffer (Museumskarton) zur Kartonfabrik Verla gibt Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I einen Einblick in die Geschichte der Fabrik, ermöglicht aber auch erste Erfahrungen im Bereich der Papierherstellung und der weiteren Verarbeitung. Die Herstellung von eigenem Papier ist neben der Gestaltung mit Fertigpapieren eine wichtige Erfahrung, um einerseits haptische Erfahrungen mit dem Werkstoff machen zu können, andererseits aber auch die lange Tradition des Papiers zu würdigen und das Handwerk des Buchbinders kennen zu lernen. 
   
Zum Einstieg in die Themenreihe können die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der im Museumskoffer enthaltenen Arbeitsaufträge und Arbeitsblätter sowohl die Geschichte als auch die Architektur (Neobarock) der Gebäude erarbeiten, um im Anschluss daran eigenständig mit Hilfe von Sieb, Wanne und Papierpresse Papier selbst zu schöpfen. Hierzu wird Altpapier in möglichst kleine Stückchen gerissen und etwa einen Tag lang in Wasser eingeweicht. Die weichen Schnipsel lassen sich am besten maschinell zu Pulp verarbeiten (Küchenmixer), welcher dann in der roten Wanne mit Wasser verdünnt, schon zu Papierbögen geschöpft werden kann. Eingerührte Pigmente färben die Papierbogen in der gewünschten Farbnuance, integrierte oder aufgebrachte Materialien wie Blüten, Laubreste, Wollfasern usw. erzeugen interessante Effekte. 


Zur Nachvollziehung des Prozesses der Papierherstellung sind im Koffer Fotos (1), Elemente zu den einzelnen Phasen (2) und die Beschreibung der jeweiligen Phase der Papierherstellung (3) vorhanden. Die Schülerinnen und Schüler können diese jeweils getrennt oder auch miteinander kombiniert ordnen. 
Sind die Grundkenntnisse vermittelt, so können die Schülerinnen und Schüler selbst Leporellos, Arbeitsbücher, Schachteln, usw. herstellen. Anregungen finden sich in den einzelnen Elementen des Museumskartons wieder. Plastische Arbeiten können aus Papierpulp und aus geschöpften Blättern entstehen.

Bordeaux (Eva Maria Peschkes)
Die Kathedrale von Santiago de Compostela (Dimitra Pappa)

Die Kathedrale von Santiago de Compostela
Dimitra Pappa

1985 wurde die Altstadt von Santiago de Compostela, und damit auch die Kathedrale, zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. 
Die Kathedrale von Santiago de Compostela steht über einer Grabstätte, die dem Apostel Jakobus zugeschrieben wird. Durch die bischöfliche und päpstliche Anerkennung der aufgefundenen Gebeine als Reliquien Jakobi, gilt die Kathedrale von Santiago als Grabeskirche des Apostels Jakobus. 
  
Der Museumkoffer beinhaltet 2 Komponenten. Es wird zum Einen der Blick des außenstehenden Pilgers einbezogen, der einen religiösen Blick auf Santiago de Compostela richtet. Zum Anderen wird aber auch eine Bewohnerin von Santiago de Compostela betrachtet, die im Weltkulturerbe lebt und arbeitet.
Beide Personen werden durch ihre persönlichen Gegenstände vorgestellt. SchülerInnen können nun durch das Erforschen der einzelnen Dinge Informationen über die Personen sammeln und weiter forschen. Der Pilger hat beispielsweise ein Tagebuch geschrieben, in dem seine Route aufgelistet wird. Die Schüler können dann auf einer Karte den Weg nachvollziehen und so den Pilgerweg kennenlernen. Seine Compostela und sein Pilgerausweis liegen ebenfalls bei. Weiterhin ist der Rucksack voll bepackt mit Kleidung, Schlafsack, Kosmetik, einer Wasserflasche, der Jakobsmuschel, etc. Zum Beginn der Unterrichtseinheit können die SchülerInnen kennen lernen, wie schwer ein Pilgerrucksack ist und so einen Eindruck von der Leistung eines Pilgers bekommen.
Die Bewohnerin von Santiago hat Bilder von der Kathedrale beigelegt und Informationen über die Kathedrale und Jakobus hinterlassen. Die SchülerInnen können so etwas über die geschichtlichen Hintergründe des Weltkulturerbes erfahren und mit Büchern weiterforschen. 
 
Weiterhin gibt es eine Anleitung zum Beten mit dem Rosenkranz, einen Taschenaltar und ein Kreuz, d.h. eine Verflechtung mit dem christlichen Glauben, Informationen zur spanischen Kultur und zum Nachtleben mit Hilfe von Tapasrezepten, etc. 
Der Rucksack ist eher für eine Projektarbeit geeignet, da er als Anstoß dienen kann, jedoch nicht alle Materialien schon beinhaltet, sondern zum weiterforschen auffordert. Büchermaterial muss selbst noch gefunden werden. 
Die Kathedrale bietet viele Möglichkeiten, zum Einen den religiösen Aspekt des Pilgerns, zum Anderen aber auch die Erbauungsphasen, da sie mehrfach umgebaut wurde und das heutige Bild nicht mehr dem Ausgangsentwurf entspricht. Somit könnte ebenfalls der kunstlerisch-ästhetische Aspekt einbezogen werden und ein Lernzuwachs im Bereich von Architektur und Epochen entstehen. 
  

Liverpool (Meike Paczkowski)
Wikingersiedlungen Birka und Hovgården (Wiebke Kemmler)
Burgen und befest. Städte Kn. Edward I. (Saskia Kellweries)
Wikingersiedlungen Birka und Hovgården (Alexander Hildebrand)
Stonehenge (Jascha Fickenscher)
IIulissat-Eisfjord (Julia Bergmann)
Gaudí (Petra Berenbrinker)
Seineufer in Paris (Tobias Athanase)
BrühlFalkenlust | Die Jagd (Kerstin Albers-Büker)

Brühl und Falkenlust | Die Jagd
Kerstin Albers-Büker

  
Inhalt des Koffers

  • Bilder zum Schloss, Grundrisse, Detailansichten zur Malerei
  • Alte Ledertasche mit Stichen zur Falkenjagd und zum Schloss
  • Stuckarbeiten, Vergoldungen, Bildern, Wandmalereien, Fliesen, Holzarbeiten
  • Bilder zur Jagd
  • Goldverzierte Kiste mit Schädeln vom Rehbock, ein Wildschweinschädel, ein Rehbein, zwei Dolche, einem Falkenhandschuh, einigen Falkenhauben, Falkenschellen
  • Bücher zur Küche des Mittelalters, zur Falkenjagd und Falkenhaltung heute, Westfalen Land der Pferde
  • Ein Fuchsfell, Fasanenfedern
  • Reitgamaschen aus Leder, kleine Ledertasche mit Hufhorn, Sporen und Hufeisen
  • Regal mit Utensilien zur Wandgestaltung, Gläser mit Schellack, Pigment, Knochenleim und Gips
  • Zwei Engelformen, vergoldetes Ornament, verschnürtes Paket mit Goldplättchen
  • Zwei Bilder mit Goldrahmen
  • Sackleinen mit alten Werkzeug zur Erhaltung des Schlosses
  • Kiste mit Alltagsgegenständen der Zeit, Kerzenleuchter (Zinn), Löffel (Zinn), Kerze, Krug (Zinn)
  • Beschreibung der Falkenjagd und Abrichtung der Vögel

  
Ziel des Koffers ist es zu informieren, aber auch Neugier zu wecken. Die Ästhetik der Dinge steht im Vordergrund. Alltagsdinge der vergangenen Zeit und ihr Gebrauch sollen wieder in den Fokus gerückt werden. Auch das Jagdwesen, besonders die fast vergessene Falkenjagd sollen gezeigt werden. Jagd als Bestandteil des höfischen Lebens, Fest und Brauchtum. Das Schloss bietet hierfür den würdigen Rahmen, seine Ausstattung ist ausschlaggebend. 
 

Museumskoffer Auschwitz-Birkenau | Ästhetische Biografie (Susanne Pollmeier)

Museumskoffer Auschwitz-Birkenau | Ästhetische Biografie
Susanne Pollmeier

Einführung
»Museumskoffer sind didaktische Medien, in denen sich verschiedene klassische Funktionen aus dem Kontext Museum "verdichten", so das Sammeln, Bewahren, Archivieren, Dokumentieren und Vermitteln.« (Ströter- Bender) 
Mein Museumskoffer macht es sich zur Aufgabe die UNESCO Welterbestätte Auschwitz-Birkenau – Deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager (1940-1945) (K/1979) zu thematisieren. 
  
In der Nähe des polnischen Ortes Auschwitz wurde im Dritten Reich ein Vernichtungslager errichtet. Dorthin wurden 1,3 Millionen Menschen aus Europa deportiert, 1,1 Millionen Menschen getötet, davon eine Millionen Juden. 
Heutzutage steht der Name Auschwitz symbolisch für den gesamten Holocaust, einen Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden sowie vielen weiteren Opfern darunter Zwangsarbeiter, Homosexuelle, anders Gläubige, politische Gefangene und andere zu Feinden des Nationalsozialismus erklärte Menschen. Die Lager sind heute zum Teil noch erhalten und öffentlicher Bestandteil des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau. Diese umfasst die Gedenkstätte des Holocaust (Shoa) und den jüdischen Friedhof auf dem Gelände der beiden ehemaligen Konzentrationslager I und II. 
Im Jahr 1979 wurde es unter dem Namen Auschwitz-Birkenau– deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 
 
Da der 2. Weltkrieg und der Nationalsozialismus unweigerlich mit der Welterbestätte Auschwitz verknüpft sind, bezieht mein Museumskoffer Gegenstände ein, die von dem Vernichtungslager als solches abweichen. Verweise und Erklärungen bringen die Materialien jedoch wieder in einen geschichtlich logischen Zusammenhang. 
Da der Museumskoffer zahlreiche zeitgenössische Realien enthält, eignet er sich sowohl für den Einsatz im Museum als auch für weiter greifende Bereiche wie die Schule. 
Daher ist für den Gebrauch in der Schule ist ein separater Karton eingerichtet, der Unterrichtsanregungen für die entsprechenden Jahrgänge enthält. Allerdings findet die Lehrperson dort keine ausgearbeiteten Unterrichtsentwürfe sondern vielmehr Denkanstöße, Ideen und Vorschläge für Projekte, Exkursionen und Unterrichtseinheiten, die den Schülern eine vielfältige Auseinandersetzung mit der Thematik erlauben. 
  
Ästhetische Biografie

  • Der Museumskoffer thematisiert eine männliche Person, die in der Zeit des Nationalsozialismus gelebt hat und aktives Mitglied der Wehrmacht war.
  • In dieser Funktion war er zeitweise damit betraut, Gefangenentransporte nach Auschwitz zu begleiten. In seinem Koffer befindet sich eine Karte, die einen Überblick über Lage und Anordnung des Konzentrationslagers Aufschluss gibt.
  • Neben seiner Uniform, die seine berufliche Position widerspiegelt, enthält der Koffer zahlreiche private Dinge, die Aufschluss über ihn als Mensch erlauben. Deren Gemeinsamkeit ist der zeitgenössische Charakter, der natürlich zur Authentizität beiträgt. Unter den privaten Dingen befinden sich Briefe, Bücher, Rasierzeug, Brille, Luftdruckprüfer, Pfeife sowie eine Holzschachtel mit Perlen und Muschel als auch Fotos.
  • Schule: Schüler könnten anhand der Gegenstände eine Charakterisierung vornehmen, versuchen, ausdenken
  • Briefe: Seine Briefe erlauben Einblicke in sein Alltagsleben, in deine Gefühle und Weltanschauung. Sie enthalten nichts über seine berufliche Tätigkeit, da über diese Aufgaben strenges Stillschweigen bewart werde musste. Die Briefe sind in Sütterlin, handschriftlich verfasst, für den heutigen Leser kaum noch zu entziffern und bedürften daher einer Transkribierung.
Immaterielles Welterbe Puppenspiel (Davina Mai)

Immaterielles Welterbe Puppenspiel
Davina Mai
Kontakt: Davina Mai
E-Mail: davina[at]web.de

Das Puppentheater mit seinen vielen unterschiedlichen Ausprägungen ist in Europa vor ca. 800 Jahren zum ersten Mal schriftlich erwähnt. In Griechenland und Indien gibt es Quellen, die das Puppenspiel als theatralisches Mittel schon vor Christi Geburt bezeugen. Oft waren Puppenspieler Fahrende, die auf Dorfplätzen und Jahrmärken ihre Darbietungen feilboten. Stets mussten sie Verfolgung fürchten, da die Inhalte ihrer Inszenierungen geprägt waren durch zeit- und gesellschaftskritische Elemente. Dennoch gab es im 18. Jahrhundert einen starken Anstieg der verschiedensten Puppentheaterformen. Eine besondere Stellung hatte das Marionettenspiel in dieser Zeit, es hielt sogar Einzug in Fürstenhäuser und Bürgerwohnungen. Im 19. Jahrhundert entstanden die ersten Automatentheater und machten den Puppen Konkurrenz. Das Puppentheater verlor seine Beliebtheit beim erwachsenen Publikum und erfreute nun hauptsächlich Kinder. Wichtige Impulse zur Weiterentwicklung vom traditionellen Puppenspiel hin zu einem künstlerischen Figurentheater gingen zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Paul Brann aus, der gemeinsam mit seinem Marionettentheater Münchner Künstler die Marionette auch für Erwachsene wieder interessant machte. Im zweiten Weltkrieg für Propagandazwecke missbraucht, finden sich von den 50er Jahren bis heute sowohl traditionelle, den volkstümlichen Traditionen zuzurechnende Stücke, als auch neue kreative Formen des „Theaters im Kleinen“. 
  
Der Museumskoffer zum Thema Puppenspiel hat einen Fokus auf Handpuppen, da diese Form des Puppentheaters am einfachsten mit einer Schulklasse umsetzbar ist. Es werden dabei mehrere Facetten der Bearbeitung eröffnet. Der vordere Teil der Kiste mit den integrierten Schubfächern ist eine Puppenwerkstatt, mit deren Hilfe die Schülerinnen und Schüler eigene Charaktere entwickeln sollen. An der Pinnwand können zeichnerische Entwürfe festgehalten und immer weiter verbessert werden. In den Schubladen befinden sich Anleitungen zum Bau der Puppenköpfe, zur Bemalung des Gesichtes, zum Schneidern der kleinen Kostüme und zum Bau der Kulissen. Außerdem kann dieser Bereich auch haptisch durch das dazugehörige Material erschlossen werden: Stoffe, Werkzeuge, Pappmaché, Pappe, Wolle, Filz, Wäscheklammern, etc. sind in den einzelnen Fächern verborgen. Der Bau der Puppen hat auch eine theoretische Komponente; es sollen die unterschiedlichen Typen des Handpuppentheaters mit Hilfe von Beispielpuppen, Bildern und Texten thematisiert werden, um anschließend entscheiden zu können, ob die selbst zu entwickelnden Puppen einen dieser Typen darstellen, oder bewusst frei gearbeitet werden sollen. Oft richten sich die Puppen auch nach dem Stoff, der gespielt wird. Märchenbücher, Sagen, Dramen, etc. dienen als Anregung zum Schreiben eigener Stücke. Dabei lernen die Schüler, eine epische in eine dramatische Textform zu transformieren, Vorlagen auf den wesentlichen Inhalt zu reduzieren und Regieanweisungen für die kleinen Darsteller zu entwickeln. Sind die Vorbereitungen abgeschlossen, kann das Spiel beginnen. Zwei Tische werden mit der Fläche nach vorne zum Publikum gekippt, an den oberen Tischbeinen wird ein Seil gespannt. Darüber wird ein Stück Stoff geworfen, so dass die Spielerinnen und Spieler hinter dieser kleinen Bühne untertauchen können. Den vorderen Bühnenrand bilden die Klemmkulissen, die einfach auf das Seil geklemmt werden. Der Hintergrund entsteht mit einem weiteren Stoff, der über die Tafel oder den Kartenständer gehängt wird. An ihm können die Klettkulissen befestigt werden. Eine Lampe setzt die Puppen ins richtige Licht. Vor der ersten öffentlichen Aufführung muss die Führung der Handpuppen und die Koordination der vielen Darsteller geprobt werden, dann kann das kleine Theaterstück Premiere feiern. Der Museumskoffer beinhaltet Puppen und Kulissen zu Szenen aus Goethes Faust. Damit kann die Lehrperson wahlweise auf der Klassenbühne oder am Rand des hochgeklappten Kistendeckels eine erste Kostprobe zur Einführung der Unterrichtseinheit geben. 
Um eine tiefgehende theoretische Fundierung des Themas zu gewährleisten, befinden sich im Koffer Bilder und Texte, mit denen man die Geschichte des Puppenspiels in Europa und darüber hinaus unterschiedliche Formen dieses Phänomens in anderen Ländern erläutern kann. Zusätzlich soll am Beispiel von Paul Klee ein Bezug zur ästhetisch-künstlerischen Komponente des Themas hergestellt werden. Die Bildergalerie im Inneren des Kistendeckels bietet einen ersten anschaulichen Einstieg in diesen Teil des Museumskoffers. 
  
Übersicht über den Inhalt des Museumskoffers:

  • Material für den Bau der Puppenköpfe, Kostüme und Kulissen im Regalsystem, sowie Anleitungen und Literatur zu diesen Themen
  • Pinnwand an einer Seite des Koffers als Entwurfsbrett für die Puppencharaktere
  • Ensemble aus selbstgebauten und gekauften Handpuppen (Faust, Mephisto, Kasperl, Oma, Räuber, Polizist, König, Prinzessin, etc.)
  • Zwei große schwarze Stoffe und ein Seil zum Bau einer Bühne im Klassenzimmer
  • Klemmkulissen für den Vordergrund und Klettkulissen für den Hintergrund einer Puppenbühne (Häuser, Straßenlaterne, Sonne, Mond)
  • Klemmlampe zur Beleuchtung der Szene
  • Bilderrahmen im Inneren des Deckels der Kiste und Foto-CD mit weiteren Bildern zur Erläuterung unterschiedlicher Facetten des Themas
  • Ordner mit Texten zum Puppentheater
  • Märchenbuch, Sagenbuch, Dramen und „Die kleine Form“ als Anregungen zur Entwicklung eigener Puppentheaterstücke
Die Auswanderung von Liverpool in die USA (Meike Paczkowski)

Die Auswanderung von Liverpool in die USA
Meike Paczkowski
Kontakt: meikepatzi[at]web.de

In dem Koffer zur Weltkulturerbestätte Historische Hafenstadt von Liverpool geht es um die Auswanderung in die USA zwischen 1840 und 1950. Der Koffer soll helfen sich in die Situation eines Auswanderers zur damaligen Zeit hineinzuversetzen und sich durch die verschiedenen Gegenstände indirekt selbst auf diese Reise zu begeben. 
  
Das fiktive Tagebuch eines irischen Auswanderers gibt einen Einstieg in das Thema und eine Vorstellung davon wie dieses bedeutende Ereignis für die Menschen damals gewesen sein muss. 
 
Außerdem befinden sich in dem Koffer verschiedene Anregungen für den Betrachter selbst aktiv zu werden, so wie z.B. Briefpapierherstellung, das Modellieren eines Dampfschiffes oder Rollenspiele mit verschiedenen Auswanderercharakteren. Der Koffer eignet sich für die Fächer Kunst, Englisch und Geschichte und ist mit verschiedenen Aufgaben und Anforderungen in mehreren Stufen einsetzbar. 
  

Der Ilulissat - Eisfjord in Grönland (Julia Bergmann)

Der Ilulissat - Eisfjord in Grönland
Julia Bergmann

Der Ilulissat – Eisfjord wurde 2004 UNESCO Weltnaturerbe, aufgrund seiner gewaltigen Ausmaße und seiner großen Bedeutung für die Gletscherforschung. 


Beschreibung des Koffers
Das Innenleben des alten, braunen Lederkoffers soll an die arktische Landschaft erinnern, besonders an Meer, Eisberge und Eisschollen. Als erstes entdeckt man eine Weltkarte auf Leinwand. Daneben ist Grönland vergrößert dargestellt. Somit ist gleich eine räumliche Orientierung gegeben. Der Koffer ist in drei gleich große Kisten unterteilt. Diese Kisten beinhalten jeweils ein Thema in Bezug auf das Leben in Ilulissat, auf den Klimawandel und auf die grönländische Kunst. 


Inhalt
Die erste Kiste handelt von dem Leben in Grönland bzw. in Ilulissat. Um eine bessere Vorstellung von der Stadt, der arktischen Natur und den dort lebenden Tieren zu bekommen, liegen vielfältige Fotos, wie auch plastische Spielzeugtiere vor. Die wichtigste Rolle spielt die Eskimo – Handpuppe Nanuk (=Eisbär). Besonders gut lässt sie sich in der Grundschule einsetzen, indem man aus der Sicht der Puppe erzählt. Anbei liegen Fotos des Inuitjungen und seiner Familie vor. Ebenfalls ist ein kleines Tagebuch vorhanden, in dem Nanuk kleine Geschichten aus seinem Alltagsleben festgehalten hat. Er erzählt über die Schule, seine Freizeit, den Besuch seiner Großeltern oder von der Jagd mit seinem Vater.
In der zweiten Kiste wird der Klimawandel thematisiert. Um einen Einstieg in das Thema zu bekommen, habe ich den Naturfilmklassiker „Weiße Wildnis“ von 1958 auf DVD aufgenommen. Mit dem Film bekommt man eine recht gute Vorstellung von der gewaltigen Natur, wie die Gletscher kalben und sich das Eis im Sommer zu reißenden Strömen verwandelt. Außerdem wird auch über die zahlreichen Tiere in der Arktis aufgeklärt. Zusätzlich habe ich eine Mappe angefertigt, die vielfältig über den Klimawandel informiert. Die Mappe ist durch viele Bilder und ein Experiment zu „schwimmenden Eisbergen“ veranschaulicht. In der Mappe werden folgende Fragen beantwortet:

  1. Was heißt „Klimawandel“ und „globale Erwärmung“?
  2. Welche Ursachen gibt es für den Klimawandel?
  3. Welche Folgen hat die Erderwärmung für uns und unsere Umwelt?
  4. Welche Folgen hat dies für die Arktis, speziell für die Natur, die Menschen und die Tiere?
  5. Welche Lösungen gibt es bisher?
  6. Was kann ich gegen den Klimawandel tun? 

Mit den Worten Angela Merkels: „Wir haben alle Chancen, das Thema zu bewältigen“ wird das Thema Klimawandel abgeschlossen. In der dritten Kiste wird die grönländische Kunst behandelt. Die Künstler in Grönland beziehen ihre Inspiration aus der Natur, der Tierwelt und der Geisterwelt der Ahnen. Das Wort „Kunst“ heißt in der grönländischen Sprache übersetzt: „merkwürdig aussehende Dinge erschaffen“. Mit dieser Kenntnis kann man mit dem Praktischen Teil beginnen. Typisch grönländische Handwerke sollen dabei entstehen, z.B. die „Tupilak“, das sind kleine Schnitzfiguren, meistens aus Speckstein, mit starken Zauberkräften. Diese kleinen Schnitzfiguren können alternativ aus Seifen entstehen. Masken sind auch typisch für die Kunst in Grönland. Im Unterricht können diese mit Kleister, Zeitungen, Luftballons und Wasserfarben (oder Acryl) hergestellt werden. Grönländischer Schmuck kann selber angefertigt werden. In Grönland verwendet man Knochen, Zähne und Speckstein. In dem Koffer liegen schon fertige Exemplare vor. Es können aber noch weitere Ketten oder Armbänder mit den vorhanden Perlen und Lederbändern gestaltet werden. Man könnte als Unterrichtseinheit auch noch weitere Handpuppen erstellen. Da sich das Thema auf Eis und Wasser bezieht, kann man verschiedene Experimente mit Blautönen ausprobieren (die Anleitung liegt mit bei). Mit diesem Praktischen Teil des Koffers, wird die Feinmotorik der Kinder, der Umgang mit Farben und die Phantasie angeregt. Die Kinder sollen ebenfalls ermutigt werden selbst neue Dinge zu erschaffen. Der Koffer kann mit dem Eskimo - Quiz beendet werden. In dem Quiz werden Fragen zu den verschiedenen Themen im Koffer gestellt. Hiermit kann man überprüfen, ob die Kinder die Unterrichtseinheiten verstanden haben. 

Ziel
Das Ziel mit meinem Museumskoffer ist es, dass die Kinder ein neues, andersartiges Land, mit seinen Menschen und deren Kultur, mit der einzigartigen Natur und der Vielfalt der dort lebenden Tiere, kennenlernen. Ein weiteres sehr wichtiges Ziel ist, dass die Kinder über den aktuellen Klimawandel informiert werden, sodass sich die Kinder bewusst mit der Umwelt und mit der Verantwortung, die sie gegenüber der Natur haben, auseinandersetzen.

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