Mu­se­ums­kof­fer zu UN­ES­CO-Welt­er­be­stät­ten Pa­ris 2010

Welterbe im Museumskoffer – Welterbe zum Anfassen, dazu lädt eine Ausstellung ein, die vom 3.-7. Mai 2010 im Salle Miro des UNESCO-Gebäudes am Place de Fontenoy in Paris stattfindet. Gezeigt werden 45 Museumskoffer zu unterschiedlichen Weltkultur- und Naturerbestätten. Im Rahmen der World Heritage Education haben Kunststudierende der Universität Paderborn unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender diese Museumskoffer zu ausgewählten deutschen, europäischen sowie globalen Welterbestätten angefertigt – mit ungewöhnlichen ästhetischen Strategien, um Welterbe zu vermitteln. Die Deutsche UNESCO-Kommission, Bonn; die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der UNESCO, Paris; das Präsidium der Universität Paderborn, das Akademische Auslandsamt und die Universitätsgesellschaft unterstützen das außergewöhnliche Ausstellungsprojekt, das am Montag, den 3. Mai um 12 Uhr mit einer performativen Eröffnung beginnt. In den Museumskoffern werden Originalobjekte und Erinnerungsstücke aus der ganzen Vielfalt des materiellen wie immateriellen Weltkultur- und Naturerbes zu authentischen „Museen im Kleinen“ zusammengeführt. Dies geschieht mit dem Ziel, die Bedeutung, Vielfalt und Reichhaltigkeit des kulturellen Erbes durch eine vielschichtige didaktische Aufbereitung zu vermitteln und für jüngere Generationen mit allen Sinnen erfahrbar zu machen. Dabei ist das Konzept der Museumskoffer in enger Kooperation mit verschiedenen Welterbestätten entstanden und hat sich für den Einsatz in der Schule wie auch in der museumspädagogischen Arbeit vor Ort deutschlandweit etabliert. Neben ihrer Funktion, Welterbe anschaulich zu vermitteln, nehmen die Museumskoffer aber auch durch ihre besondere ästhetische Gestaltung den Stellenwert von Kunstwerken ein. Es sind Unikate, deren Themenbezüge durch eine intensive Auseinandersetzung mit der jeweiligen Welterbestätte und ihren Facetten hergestellt und mit Sammlungsstrategien, Materialkonzepten und traditionellen wie aktuellen Medien der Kunst (Zeichnung, Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation) verknüpft werden. Aufgrund ihrer Materialität und Haptik sowie ihrer einladenden Präsentation faszinieren die kleinen Archive nicht nur Groß und Klein, sondern sie bieten darüber hinaus die Möglichkeit, über die Objekte in einen interkulturellen Dialog zu treten. Das Projekt „Weltkulturerbestätten im Koffer“ ist 2007 beim Hochschulwettbewerb „Geist begeistert“ vom Bundesministerium für Forschung und Bildung ausgezeichnet worden.

Mu­se­ums­kof­fer zu eu­ro­pä­i­schen Welt­er­be­stät­ten

„Die Stabkirche von Urnes", Norwegen
Andreas Flemig

Dieser Museumskoffer befasst sich mit der ältesten Stabkirche Norwegens, der Stabkirche bei Urnes auf einer Halbinsel im Lusterfjord. Seit über 850 Jahren trotzt die hölzerne Kirche den nordischen Wetterverhältnissen. Sie ist ein beeindruckendes Denkmal aus der Zeit der Christianisierung Nordeuropas und ein wertvolles Zeugnis über die mittelalterliche Gesellschaft Norwegens. Aufgrund des Nordportals der Stabkirche mit seinem reichhaltig geschnitzten Holzrelief wurde die Kirche von Urnes im Jahr 1979 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Die Tiere des Portals, ein Hirsch und mehrere Schlangen, gemeinsam verwunden zwischen den Ästen des Baumes Yggdrasil, symbolisieren das erbitterte Ringen von Gut und Böse, genau an der Schwelle zwischen dem geheiligten Innenraum der Kirche und der finsteren Außenwelt. 

Der Museumskoffer

Als erste Herausforderung werden die SchülerInnen vor das Problem gestellt, aus einzelnen Holzleisten und -stäben ein kleineres Holzgerüst nach dem Bauprinzip einer Stabkirche zu konstruieren, ohne dabei Klebstoff zu verwenden. Durch das Schnitzen, Bohren, Stecken und Spalten können die Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit dem Rohstoff Holz erforscht werden. Die traditionellen Werkzeuge von Zimmerleuten und Tischlern, die ebenfalls dem Koffer beiliegen, veranschaulichen die Handgriffe und die körperlichen Anstrengungen, die in derartigen, holzverarbeitenden Berufsgruppen erforderlich waren. Eine weitere handlungsorientierte Aufgabe des Koffers besteht im Zusammensetzten des Stabkirchen-Modells, wobei für den anspruchsvollen Aufbau mehr als zwei Hände erforderlich sind. Hierbei wird das Konstruktionsprinzip einer Stabkirche, die senkrecht stehenden Holzplanken sowie das Einpassen und Verzahnen von einzeln angefertigten Holzelementen, verdeutlicht. Als letzten Ansatz beinhaltet der Museumskoffer alle gängigen Werkzeuge und Materialien, um direkt in die praktische Technik des Holz- und Linolschnitts überzuleiten. Die Schülerinnen und Schüler bekommen nunmehr die Möglichkeit frei entworfene Fabeltiere, Phantasiegestalten und Ornamente in Holz oder Linoleum zu schnitzen und anschließend auf Papier zu drucken. 

« L’église en bois, d’Urnes », en Norvège.

Ce musée-valise traite de la plus ancienne église en bois de la Norvège, laquelle se trouve sur une presqu’île du fjord de Luster. Depuis plus de 850 ans, cette église en bois tient tête à des conditions météorologiques nordiques. Elle constitue un monument impressionnant à la mémoire de l’époque de la christianisation de l’Europe du nord et elle fournit en même temps un témoignage sur la société norvégienne du Moyen Âge. Ce fut en raison de son portail nord que l’église en bois fut inscrite sur la liste du patrimoine mondial de l’UNESCO en 1979. Les animaux du portail, un cerf et plusieurs serpents, blessés ensemble entre les branches de l’arbre Yggdrasil, symbolisent la lutte remplie d’amertume entre le bien et le mal, au seuil exact entre l’intérieur saint de l’église et le monde ténébreux de l’extérieur. 

 


Le musée-valise

On demandera tout d’abord aux élèves de résoudre un problème, celui de construire par eux-mêmes une petite charpente en se servant de divers bâtons et baguettes de bois tout en suivant le principe de construction d’une église en bois et sans pour autant se servir de colle. En taillant du bois, en perçant, en fichant un objet dans l’autre et en fendant, on peut explorer les possibilités ainsi que les limites du travail avec la matière première, le bois. Les outils traditionnels des charpentiers et des menuisiers, qui se trouvent également dans la valise, font comprendre les gestes et les efforts physiques qui étaient nécessaires à cette profession qui s’occupe de la transformation du bois. Un autre devoir également fondé sur le travail manuel consiste à édifier la maquette de l’église en bois . La construction de l’église exige plus de deux mains. À cette occasion sera expliqué le principe de construction d’une église en bois, formée de planches mises à la verticale, ainsi que le processus d’ajustage et d’engrenage des éléments composites en bois. Pour finir, le musée-valise contient tous les outils et matériaux nécessaires pour passer aux travaux pratiques, à savoir la technique de la gravure sur bois et de la linogravure. Les élèves auront enfin l’occasion de tailler des animaux fabuleux et de les imprimer ensuite sur papier. 

 

Urnes stave church, Norway

The suitcase museum is focused on the oldest stave church in Norway, the stave church in Urnes, located on the Lusterfjord peninsula. This wooden church has defied the harsh northern weather for over 850 years. It is an impressive memorial of the Christianization of northern Europe and a valueable testimony to medieval society in Norway. Due to the church’s north portal, which is decorated with an intricately carved wooden relief, the Urnes church was added in 1979 to the list of UNESCO World Heritage. The portal animals, a stag and various snakes wound in the branches of the tree Yggdrasil, symbolize the bitter battle between good and evil, right at the threshold between the holy interior of the church and the dim outerworld. 

 


The suitcase museum

The first challenge for the students is to use the wooden slats and staves to construct a wooden model similar in construction to a stave church – without any adhesives. By carving, drilling, pushing, and splitting, students explore the potential and limitations of working with the raw material of wood. The traditional tools of carpenters and joiners, which can also be found in the suitcase, demonstrate the grip and physical strain that belong to the trade of wood processing. Another practice-oriented task in the suitcase is putting together a stave church model, a challenging task for which more than two hands are necessary. This task should illuminate the construction principle of a stave church: upright wooden slats and interlocking individually finished wooden pieces. The last approach included in the suitcase museum are all of the common tools and materials necessary to create a wood and linoleum cut. In doing so, students are able to carve their own mythical creatures, fantasy shapes, and ornaments into wood or linoleum and afterwards print them onto paper.

 

Der Ilulissat- Eisfjord in Grönland - Julia Bergmann

Beschreibung des Koffers:

Das Innenleben des alten, braunen Lederkoffers soll an die arktische Landschaft erinnern, besonders an Meer, Eisberge und Eisschollen. Als erstes entdeckt man auf Leinwand gemalt, eine Weltkarte und daneben die vergrößerte Darstellung Grönlands. Dadurch ist gleich eine räumliche Orientierung gegeben. Der Koffer ist in drei gleich große Kisten aufgeteilt. Diese Kisten beinhalten jeweils ein Thema in Bezug auf das Leben in Ilulissat, den Klimawandel und die grönländische Kunst. 

Inhalt:

Die erste Kiste handelt von dem Leben in Grönland bzw. in Ilulissat. Um eine bessere Vorstellung von der Stadt, der arktischen Natur und den dort lebenden Tieren zu bekommen, liegen vielfältige Fotos und auch plastische Spielzeugtiere vor. Die wichtigste Rolle spielt die Eskimo – Handpuppe Nanuk (=Eisbär). Besonders gut lässt sich die Handpuppe in der Grundschule einsetzen, indem man Geschichten und Unterrichtseinheiten aus der Sicht Nanuks erzählt. Anbei liegen Fotos des Inuitjungen und seiner Familie vor. Ebenfalls ist ein kleines Tagebuch vorhanden, in dem Nanuk kleine Geschichten aus seinem Alltagsleben festgehalten hat. Er erzählt über die Schule, seine Freizeit, den Besuch seiner Großeltern oder von der Jagd mit seinem Vater. In der zweiten Kistewird der Klimawandel thematisiert. Um einen Einstieg in das Thema zu bekommen, habe ich den Naturfilmklassiker „Weiße Wildnis“ von 1958 auf DVD aufgenommen. Mit dem Film bekommt man eine recht gute Vorstellung von der gewaltigen Natur, wie die Gletscher kalben und sich das Eis im Sommer zu reißenden Strömen verwandelt. Außerdem wird auch über die zahlreichen Tiere in der Arktis aufgeklärt. Zusätzlich habe ich eine Mappe angefertigt, die vielfältig über den Klimawandel informiert. Die Mappe ist durch viele Bilder und ein Experiment zu „schwimmenden Eisbergen“ veranschaulicht. In der dritten Kiste wird die grönländische Kunst behandelt. Die KünstlerInnen in Grönland beziehen ihre Inspiration aus der Natur, der Tierwelt und der Geisterwelt der Ahnen. Das Wort „Kunst“ heißt in der grönländischen Sprache übersetzt: „merkwürdig aussehende Dinge erschaffen“. Mit dieser Kenntnis kann mit dem Praktischen Teil begonnen werden. Typisch grönländische Handwerke sollen dabei entstehen, z.B. die „Tupilak“. Das sind kleine Schnitzfiguren, meistens aus Speckstein, mit starken Zauberkräften. Diese kleinen Schnitzfiguren können alternativ aus Seifen entstehen. Masken sind auch typisch für die Kunst in Grönland. Im Unterricht können diese mit Kleister, Zeitungen, Luftballons und Wasserfarben (oder Acryl) hergestellt werden. Grönländischer Schmuck kann selber angefertigt werden. In Grönland verwendet man Knochen, Zähne und Speckstein. In dem Koffer liegen schon fertige Exemplare vor, die als Vorlagen dienen. Es können aber noch weitere Ketten oder Armbänder mit den vorhanden Perlen und Lederbändern gestaltet werden. Da sich das Thema auf Eis und Wasser bezieht, kann man verschiedene Experimente mit Blautönen ausprobieren (die Anleitung liegt mit bei). Das Thema meines Museumskoffers kann mit dem Eskimo - Quiz beendet werden. In dem Quiz werden Fragen zu den verschiedenen Themen im Koffer gestellt. Das Ziel meines Museumskoffers ist es, dass die SchülerInnen ein neues, andersartiges Land, mit seinen Menschen und deren Kultur, mit der einzigartigen Natur und der Vielfalt der dort lebenden Tiere, kennenlernen. Ein weiteres sehr wichtiges Ziel ist, dass die Kinder über den aktuellen Klimawandel informiert werden, sodass sich die Kinder bewusst mit der Umwelt und mit der Verantwortung, die sie gegenüber der Natur haben, auseinandersetzen. 

« Le fjord glacé d’Ilulissat au Groenland »

Musée-valise dédié au site du patrimoine mondial de l’UNESCO, le Groenland, au Danemark 
C’est en 2004 que le Fjord glacé d’Ilulissat fut inscrit sur la liste des sites du patrimoine mondial de l’UNESCO, non seulement en raison de sa taille immense, mais également pour son importance notable en matière de recherche sur les glaciers. Description de la valise : La vie intérieure de la vieille valise en cuir brun devrait rappeler des paysages arctiques, notamment la mer, les icebergs et les glaciers flottants. On découvre en premier lieu une carte du monde en toile peinte près de laquelle se trouve la représentation agrandie du Groenland. Ainsi, l’orientation spatiale est simplifiée dès le début. La valise est divisée en trois caisses de la même taille. Chacune d’elle présente un sujet : la vie à Ilulissat, le changement climatique et l’art groenlandais. 

Le contenu :
La première caisse traite de la vie au Groenland, et particulièrement à Ilulissat. Afin d’avoir une meilleure idée de la ville, de la nature arctique et des animaux de la région, diverses photos et des animaux-jouets sont a votre disposition. Nanuk, marionnette esquimaude (un ours blanc), joue le rôle principal. On peut s’en servir de façon particulièrement pertinente à l’école primaire, afin de raconter des histoires et d’enseigner du point de vue de Nanuk. Y sont jointes des photos du jeune Inuit et de sa famille. De plus, un petit journal, dans lequel Nanuk écrit des histoires sur son quotidien, raconte son école, son temps libre, la visite de ses grand- parents ou encore une chasse avec son père. 
La deuxième caisse aborde le changement climatique. Le documentaire environnemental Le Désert de l’Arctique, un classique de 1958 réédité en DVD, permet d’avoir une idée de la puissance de la nature, de la fonte des glaciers et de la manière dont la glace devient un courant impétueux. En outre on fera connaissance avec diverses espèces d’animaux de la région arctique. Je me suis aussi chargée de la tâche d’informer les autres quant au changement climatique via un portfolio, qui pose des questions. Celui-ci se sert d’illustrations et d’images et en contient également, qui montrent des icebergs flottants. 

Dans ce portfolio une réponse sera apportée aux questions suivantes :

  1. Que signifient les termes « Changement climatique » et « réchauffement de la planète » ?
  2. Quelles sont les raisons du changement climatique ?
  3. Quelles conséquences le réchauffement de la Terre a-t-il pour nous et pour notre environnement ?
  4. Quelles conséquences a-t-il pour l’Arctique, en particulier pour la nature, les êtres humains et les animaux ?
  5. Quelles solutions existent-elles jusqu’à présent ?
  6. Que puis-je faire contre le changement climatique ?
  7. Le thème du changement climatique sera conclu par les propos d’Angela Merkel : « Nous avons tous l’opportunité de venir à bout de ce sujet. » 

La troisième caisse traite de l’art groenlandais. Les artistes au Groenland trouvent de l’inspiration dans la nature, le monde animal et l’univers des esprits ancestraux. Le mot « art », traduit en groenlandais, signifie : « créer des choses ayant l’air étrange ». Savoir ceci permet de commencer un travail pratique. Des artisanats groenlandais typiques sont susceptibles d’être suscités. Parmi ceux-ci figurent par exemple les « Tupilak ». Il s’agit de petits statuettes sculptées et la plupart du temps il s’agit de stéatite, qui est réputée posséder une forte puissance magique. Mais on peut aussi bien se servir de morceaux de savon. Les masques, également typiques de l’art groenlandais, sont eux-mêmes susceptibles d’être construits en matériaux simples de la manière suivante : colle d’amidon, journaux, ballons gonflables et peinture à l’eau. En outre, on peut créer des bijoux groenlandais et ainsi se servir d’os, de dents et de stéatite. Outre les colliers et les bracelets, perles et fils sont à votre disposition pour créer soi-même des bijoux. On pourra également poursuivre la création de marionnettes. Comme le sujet est lié à l’eau et à la glace, on pourra par exemple faire des essais dans différents bleus. Les approches pratiques de la valise permettent une perception plus fine de la part des élèves, et elles les amèneront à utiliser les couleurs d’une manière différente, et ne manquant pas d’imagination. Ils seront encouragés à créer des choses tout à fait nouvelles. Le sujet de mon musée-valise pourra se conclure agréablement par le « Quiz-esquimau ». Les différents sujets de la valise seront abordés. Le questionnaire montrera si les élèves ont bien tout compris ou si au contraire des lacunes subsistent. 

Le but de mon musée-valise est que les enfants connaissent un pays nouveau et différent, ce qui inclut ses hommes et leur culture, ainsi que la nature exceptionnelle et la diversité des animaux qui y vivent. Un autre but de grande importance est d’informer les enfants du changement climatique, sujet très actuel, en sorte qu’ils s’occuperont non seulement consciemment de leur environnement, mais feront aussi preuve d’une grande responsabilité envers la nature. 

The Ilulissat – Icefjord in Greenland

The Ilulissat – Icefjord became UNESCO World Natural Heritage in 2004 due to its enormous proportions and its significance for glacier research. 

Description of the suitcase:

The interior of the old, brown suitcase is supposed to be associated with the arctic landscape. On the top is a world map, with an enlarged view of Greenland. The suitcase is divided into three parts. 

Content: The first box deals with life in Greenland/Ilulissat. There are pictures of the town and the icefjord Ilulissat, as well as pictures of animals living in the Arctic to get an impression of local daily life. In addition, there is a glove puppet called Nanuk that presents pictures of his family. His diary contains stories about the way he lives, his school, the time he spends with his grandparents, and about the hunts he goes on with his father. Presenting these stories in class could be a good way to make this theme interesting for children. 

The second box addresses the issue of climate change. As an introduction, there is a film called 'White Wilderness,' released in 1958. It provides an accurate depiction of the area’s ecosystem. In addition, I prepared a folder about the climate change containing a large collection of pictures and an experiment of 'swimming icebergs.' 

This contents of this box should answer the following questions:

 

  • What do the terms 'climate change' and 'global warming' mean?
  • What are the reasons for the climate change?
  • What consequences does global warming have, for us and our environment?
  • What consequences does it have concerning the Arctic, especially the natural environment, the people, and animals?
  • What solutions have already been found?
  • What can I do against climate change?

At the end of this topic, I quote the German Chancellor Angela Merkel, who once said, ”We all have the chance to overcome this issue.” 

The third box deals with art in Greenland. Many artists there draw their inspiration from nature, animals, and their ancestors. The word 'art' is translated as 'creating odd things' in Greenland. This is a great way to begin an activity. Typical handcrafts are 'Tupilak,' masks, and jewels. Another one that can be prepared in class is a glove puppet. the activities included in this part of the suitcase encourages and stimulates fine motor skills, handling of colors, and imagination. In addition, it encourages them to create new things. As an end to the activities, the children may take an Eskimo–Quiz to check whether they have understood the teaching unit. 

My goal when designing this suitcase was to give children an understanding of a new country that has a completely different culture, a unique biome, and a variety of animals that can't be found in our country. Another important goal was to inform children about climate change to show them they have a responsibility to protect the environment.

Auschwitz-Birkenau Sarah Kass

Auschwitz-Birkenau: Symbol für den Holocaust und Ort des Verbrechens und des Mordes an über 1,1 Millionen Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus. Zwischen 1940 und 1945 wurden über 1,3 Millionen Menschen nach Auschwitz deportiert, von denen über 1,1 Millionen dort ermordet und zu Tode gefoltert worden sind. Mehr als 232.000 von ihnen waren Kinder (und junge Menschen unter 18 Jahren). 700 Kinder wurden nachweislich dort geboren und im Juli 1944 umgebracht. All die Kinder, die nach Auschwitz deportiert wurden, verstauten ihr Leben* in einem solchen Koffer und die meisten von ihnen kehrten nicht zurück. 
Allen in Auschwitz ermordeten Kindern sei dieser Koffer zum Gedenken gewidmet. *Anmerkung: Der Inhalt des hier ausgestellten Koffers ist nicht realistisch und entspricht nicht den tatsächlichen Gegenständen, die ein Kind damals vor seiner Deportation einpackte. Das erlaubte Gepäck durfte ein bestimmtes Gewicht nicht überschreiten, so dass fast ausschließlich Gegenstände von praktischem Nutzen (Decken, Kleidung, Geschirr, Hygieneutensilien) mitgenommen wurden. Dennoch wurden für den Inhalt dieses Koffers bewusst persönliche Habseligkeiten ausgewählt, um vor allem auch Kindern und Jugendlichen einen leichteren Zugang zu der Thematik zu ermöglichen. Es handelt sich hierbei fast ausschließlich um Originale aus den 1930er Jahren. 

Musée-valise dédié au site du patrimoine mondial de l’UNESCO

Auschwitz-Birkenau

Camp de concentration et d’extermination national-socialiste allemand (1940-1945)
Soixante-cinq ans après – une douleur (in)supportable ?

Auschwitz-Birkenau: Symbole de l’Holocauste et lieu du crime et de l’assassinat de plus de 1,1 million d’êtres humains à l’époque du national-socialisme. Entre 1940 et 1945, plus de 1,3 million de personnes furent déportées à Auschwitz ; plus de 1,1 million d’entre elles y furent assassinées et torturées à mort. Plus de 232 000 étaient encore des enfants (et des jeunes de moins de 18 ans). Environ 700 enfants y naquirent et furent assassinés en juillet 1944. Tous les enfants qui furent déportés à Auschwitz avaient toute leur vie* dans une telle valise et la plupart d’entre eux ne revinrent jamais. 
Cette valise est dédiée à la mémoire de tous les enfants morts. 
*Remarque : le contenu de cette valise exposé n’est pas réaliste et ne correspond pas aux objets effectivement mis dans une valise d’enfant avant leur déportation. Les bagages permis ne devaient pas excéder un certain poids. Ainsi ne furent emportés que des objets utiles (couvertures, vêtements, vaisselle, ustensiles d’hygiène). 
Cependant, pour cette valise, j’ai décidé de choisir également des affaires personnelles, afin de permettre aux enfants et aux jeunes un accès plus facile à un sujet aussi lourd. 
Quant aux objets personnels, il s’agit presque exclusivement d’originaux des années trente. 
Les trois étoiles de David sont des répliques que j’ai reçues de la part du lieu de mémoire de Theresienstadt (Terezín), afin de compléter ma valise. Elles sont conçues d’après le modèle original. 
Les documents et photos joints proviennent de personnes privées ou de la base de données de Yad Vashem. La musique fut composée par Mordechaj Gebirtig (assassiné le 4 juin 1942 au ghetto de Varsovie) et elle est chantée et interprétée par Bente Kahan (1992, théâtre Dybbuk-Oslo-Warsaw, Bente Kahan : Farewell Cracow) ou encore Moshe Leiser, Ami Flammer et Gérard Barreaux (1994, Opus Production Paris: Chansons yiddish - Yankele). 

Auschwitz-Birkenau

German Nazi Concentration and Extermination Camp (1940–1945) 
65 Years Later – Can one bear the pain?
Auschwitz-Birkenau: Symbol of the Holocaust and atrocities where 1.1 million people were massacred while Germany was under Nazi control.
More than 1.3 million people were deported to Auschwitz between 1940 and 1945. Among the 1.1 million victims who were murdered and/or tortured to death, more than 232,000 were children and minors. 700 children are confirmed to have been born there and were killed in July of 1944. 
All the children who were deported to Auschwitz packed their lives in suitcases such as this one* and most of them never returned. This suitcase is dedicated to the memory of all those children murdered in Auschwitz. 


* Note: The content of the suitcase is not factual and does not represent the actual objects a child at the time packed before it was deported. Baggage was subject to weight limitations; as a result, the vast majority of objects which were packed were of practical use (blankets, clothes, dishes, toiletries). Nevertheless, personal belongings were consciously chosen for the content of this suitcase in order to make the topic more easily accessible, particularly for young and schoolage children. The objects in the suitcase are almost exclusively originals from the 1930s. The three Stars of David are replicas. They were donated to the project by the Theresienstadt memorial and were specifically produced based on the originals. Documents and pictures were taken from private collections and the Yad Vashem data bank, respectively. The music, “Farewell Cracow,” (1992, Theatre Dybbuk-Oslo-Warsaw) and “Chansons jiddish - Yankele“ (1994, Opus Production Paris) was composed and performed by Mordechaj Gebirtig (who was shot in the Warsaw ghetto on June 4, 1942) and Bente Kahan, and by Mose Leiser, Ami Flammer, and Gérard Barreaux, respectively.

Altstadt von Torún - Anna Peplinski 

Der Museumskoffer widmet sich der polnischen Stadt Torún. Das Ziel des Koffers ist es exemplarisch das Leben von Stadtbewohnern im 15. Jahrhundert aufzuzeigen. Es werden verschiedene Schwerpunkte thematisiert, die eine Grundlage dafür schaffen sollen sich mit der vergangenen Epoche auseinander zusetzten. Diese unterschiedlichen Aspekte sind im Koffer durch Fächer gegliedert. Einen Schwerpunkt bilden grundlegende Informationen zur Stadtgeschichte, sowie zu Nikolaus Kopernikus. Dieser ist in der Stadt geboren worden und ist später durch seine astronomischen Forschungen bekannt geworden. Ein modellhaftes Sonnensystem veranschaulicht seine Theorie vom Umlauf der Planeten um die Sonne. Darüber hinaus umfasst das Alltagsleben der Menschen einen wichtigen Aspekt des Koffers. Verschiedene Gebrauchsgegenstände wie beispielsweise ein Krug, ein Hufeisen, Kleidung und ein Musikinstrument verdeutlichen die Lebensbedingungen von Stadtbewohnern zu dieser Zeit. Ein weiterer Schwerpunkt stellt die Schule zu jener Epoche dar. Zu diesem Aspekt ist unter anderem eine Schreibfeder und eine Informationskarte mit Bildern einer gotischen Schrift vorhanden. Schließlich bildet die Kunst bzw. Architektur einen Schwerpunkt. Anhand des Rathauses und der Jakobskirche sollen Merkmale der Epoche der Gotik verdeutlicht werden. Insgesamt soll der Koffer eine spannende Entdeckungsreise in die Vergangenheit ermöglichen, dadurch dass ein Einblick in die Lebensweise und den Alltag der Menschen des Zeitalters eröffnet wird. Insofern kann ein Zugang zu Ungewohntem erschlossen werden und ein Vergleich mit der eigenen Lebenswelt kann stattfinden. Zudem kann sich eine Erweiterung der eigenen Perspektive vollziehen. Ebenfalls soll der Koffer verschiedene sinnliche Erfahrungen ermöglichen und eine Annäherung zum Thema kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Die Materialien im Koffer sind dafür gedacht sie auszuprobieren, wie etwa das Rezept nach zu kochen, mit der Flöte zu musizieren oder mit den Schreibinstrumenten die beigelegte Schrift einzuüben. Die Gegenstände können aber auch Anregungen für ästhetische Projekte im Schulunterricht liefern. 

Museum suitcase for the historic city of Torún

The suitcase museum features the Polish city of Torún, a city from the Middle Ages with many examples of well-preserved Gothic architecture. The goal of the suitcase is to exemplify the daily life of its inhabitants in the 15th century. A number of central themes have been chosen to aid in analyzing this historical era. The various aspects have been organized in different folders within the suitcase. One of the central themes is the city’s history, as well as Nicolaus Copernicus, who was born in Torún and later became well known for his astronomic research. A model solar system included in the suitcase illustrates his theory of planetary movement around the sun. In addition, the inhabitants’ daily life also plays an important role in the suitcase. Various everyday objects, such as a beer mug, a horseshoe, clothing, and a musical instrument, exemplify the living conditions of the city inhabitants around that time. Another central theme is the school of this time period. This is depicted using, among other things, a quill pen and a quick guide to Gothic calligraphy. The final theme is art and architecture. Here, the suitcase should depict artistic elements characteristic of the Gothic age based on the examples of the city hall and the Church of St. James. All in all, the suitcase is meant as an educational vehicle that will guide students through exciting journey into the past by simulating a brief look into the lifestyle and daily life of the people in the Middle Ages. In this way, it will be possible fort hem to open doors to the unfamiliar and compare it with their own lives. Furthermore, it will be possible for them to expand their own horizons. The suitcase museum is also designed to offer a experience for all of the sense and a differentiated approach to the central themes for various groups. The materials in the suitcase are meant to be put into use, for example to follow a specific recipe, to play the flute, or to practice the calligraphy printed on the calligraphy guide using the writing utensils. The objects could, however, also be used to initiate aesthetic research projects in the classroom.