Nach­richt aus den Kul­tur­wis­sen­schaf­ten

IE­MAN-Vor­trag von Dr. Su­san­ne Klin­gen­stein (Ha­r­vard): Es geht auch im All­gäu: Der jid­di­sche Buch­druck in der frü­hen Neu­zeit

Das "Institut zur interdisziplinären Erforschung des Mittelalters und seines Nachwirkens" (IEMAN) lädt herzlich für Dienstag, den 23. Juni 2026, zu einem Vortrag von Dr. Susanne Klingenstein aus Harvard ein, die über "Es geht auch im Allgäu: Der jiddische Buchdruck in der frühen Neuzeit" sprechen wird.

Im Jahr 1540 schickte der Reformator Paulus Fagius einen Brief an den berühmten hebräischen Grammatiker Elia Levita in Venedig. Fagius lud den gerade arbeitslosen Levita ein, in seiner hebräischen Druckerei Korrektur zu lesen und auch seine eigenen Werke drucken. Doch der angebotene Arbeitsplatz war in einer Reichsstadt im Allgäu, in der Juden nicht über Nacht bleiben durften. Levita kam und druckte unter anderem zwei jiddische Meisterwerke. Der jiddische Buchdruck entstand als Nebengeschäft des hebräischen Buchdrucks und ist eng verwoben mit schwierigen Lebensläufen. Dr. Susanne Klingenstein stellt diese Anfänge vor und lädt ein zum Gespräch.

Die Veranstaltung findet um 18:15 Uhr im Raum O1 224 statt.