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Fakultät für Kulturwissenschaften

| Pressemitteilung

Gemeinsam auf die nächsten 50 Jahre: Neujahrsempfang an der Universität Paderborn

Rund 400 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie Angehörige und Freund*innen der Universität Paderborn sind am Sonntag, 15. Januar, der Einladung zum Neujahrsempfang gefolgt. Die Feierlichkeiten boten Anlass, auf fünfzig Jahre erfolgreiche Entwicklungsgeschichte der Universität zurückzublicken: „Das ist ein halbes Jahrhundert, in dem sich unsere Universität eindrucksvoll entwickelt hat: zu einem national wie international erfolgreichen Forschungsstandort, zu einem attraktiven Studienort mit über siebzig Studiengängen und zu einem leistungsstarken Innovationsmotor, der in die Stadt, die Region und darüber hinaus wirkt“, betonte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf. Gleichzeitig bot der Neujahrsempfang auch Gelegenheit, nach vorne zu schauen: „Mit ihren fünfzig Jahren gehört die Universität Paderborn keineswegs zu den sprichwörtlichen ‚alten Eisen‘. Sie entwickelt sich weiterhin dynamisch und ist beständig in Bewegung. Ich bin daher voller Zuversicht, dass unsere Universität auch die nächsten fünfzig Jahre erfolgreich meistern wird.“

Mit dem Universitätsjubiläum, neuen Projekten und Kooperationen sowie der Rückkehr zur Präsenzlehre hatte die Universität 2022 viele Gründe zur Freude und konnte zahlreiche Erfolge verbuchen. Gleichzeitig sei das vergangene Jahr durch den Ukraine-Krieg und die weltweit spürbaren Folgen nicht ganz so unbeschwert verlaufen wie gewünscht. Mehrere Hilfs- und Spendenaktionen hätten laut Riegraf die Solidarität der Mitarbeitenden und Studierenden dabei deutlich gezeigt. „Insbesondere in solch krisenhaften Zeiten, wie wir sie aktuell erfahren, sind Gemeinschaftserlebnisse von zentraler Bedeutung, um optimistisch in die Zukunft blicken zu können“, so die Universitätspräsidentin. „Dazu gehören gemeinsame Hilfsmaßnahmen, die gemeinsame Suche nach Lösungen, aber auch – und da schließt sich der Kreis zu unserem Jubiläumsjahr – die Erinnerung an das gemeinsam Erreichte und die Planung weiterer gemeinsamer Vorhaben. In diesem Sinne waren die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Universität Paderborn von einem Geist des Gemeinsinns und Optimismus getragen.“

Innovative Forschung und erfolgreiche Projekte
 

In ihrer Rede betonte Riegraf insbesondere die Bandbreite zukunftsweisender Forschungstätigkeiten an der Universität Paderborn, die von den Themen künstliche Intelligenz und Quantencomputing über Nachhaltigkeit und Bildungsinnovationen bis hin zur Zukunft der Mobilität reichen. U. a. fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit diesem Monat den neuen, nunmehr sechsten Paderborner Sonderforschungsbereich TRR 358 „Ganzzahlige Strukturen in Geometrie und Darstellungstheorie“, der von den Universitäten Paderborn und Bielefeld koordiniert wird. Außerdem wurde das „Jenny Aloni Center for Early-Career Researchers“ an der Universität eingerichtet, um die Nachwuchsförderung voranzutreiben. Darüber hinaus ist die Universität Paderborn seit 2022 Gründungsmitglied des Netzwerks „EIN Quantum NRW“, das die exzellente Forschung und Entwicklung im Bereich Quantencomputing an mehr als einem Dutzend Standorten verbindet.

Bauprojekte auf den Weg gebracht
 

„Exzellente Forschung benötigt exzellente Rahmenbedingungen. In Paderborn haben wir beides. In den vergangenen Jahren konnte in einigen Bereichen eine herausragende Forschungsinfrastruktur aufgebaut werden, deren Ausbau nun zusehends Gestalt annimmt“, verdeutlichte Riegraf. Im Bereich Infrastruktur kann die Universität mehrere große Meilensteine in ganz unterschiedlichen Bereichen feiern: So fiel im vergangenen Jahr u. a. der Startschuss für den Bau des Instituts für Photonische Quantensysteme (PhoQS Lab). „Damit haben wir ein Bauprojekt auf den Weg gebracht, das ganz auf die Bedürfnisse interdisziplinären Forschens zugeschnitten ist und die Forschungsstärke der Paderborner Quantenphotonik unterstützt,“ erläuterte Riegraf. Feierlich eingeweiht wurde zudem das neue Hochleistungsrechenzentrum auf dem Campus, das den Superrechner „Noctua 2“ beherbergt und damit Spitzenforscher*innen Zugang zu modernsten Rechenkapazitäten bietet.

„Digitalisierung: Fluch oder Segen für die Bildung?“
 

Festrednerin in diesem Jahr war Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität Hagen. Die Wirtschaftswissenschaftlerin sprach in ihrem Vortrag über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Bildung. Pellert betonte, dass die digitale Bildung eine landes- und bundesweite Strategie benötige. Ein reflektierter Umgang mit dem Thema im Bildungssektor sei wichtig, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht zu gefährden und Menschen unter Beachtung ihrer Lebenssituation und Kompetenzen an die neuen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt sowie im Alltag heranzuführen und ihnen ihre Sorgen zu nehmen. „Digitalisierung verändert, wie, wo und mit wem wir lernen. Wir müssen an der Realität der Lernenden andocken und uns ihre Lebenswelten ansehen. Für einen sozialverträglichen Umgang mit Transformation ist daher ein neues Lernen erforderlich, bei dem einzelne Zielgruppen berücksichtigt werden“, erklärte Pellert.

Auszeichnungen und Preise
 

Außerdem wurde der feierliche Anlass dafür genutzt, Paderborner Wissenschaftler*innen und Studierende für ihre herausragenden Leistungen auszuzeichnen. Den Forschungspreis – den höchstdotierten Preis, den die Universität Paderborn vergibt – hat PD Dr. Adrian Keller von der Fakultät für Naturwissenschaften für die Erforschung von neuen Ansätzen gegen antibiotikaresistente Keime erhalten. Darüber hinaus wurden Dissertationspreise, Preise der Universitätsgesellschaft Paderborn sowie ein Preis des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) für internationale Studierende verliehen.

Moderiert wurde der Neujahrsempfang von Ulrich Lettermann vom Fach Musik der Universität Paderborn. Am Sopransaxophon präsentierte er außerdem gemeinsam mit Pianist Eckard Wiemann das Stück „Libertango“ des Komponisten Astor Piazzolla. Marianne und Eckard Wiemann erfreuten die Gäste am Flügel zusätzlich mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Fanny Hensel.  

Die vollständige Rede von Prof. Dr. Birgitt Riegraf finden Sie hier.

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