Nach­richt aus den Kul­tur­wis­sen­schaf­ten

Kre­a­ti­ve Kurz­vi­de­os im Tik­Tok-For­mat: Uni­ver­si­tät Pa­der­born setzt auf in­no­va­ti­ve Lern­me­tho­den

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TikTok und Co. bestimmen mit kurzen und unterhaltsamen Videos den Alltag vieler junger Menschen. Die Universität Paderborn hat dieses Potenzial erkannt und kooperiert seit dem Sommersemester 2024 mit der „DigitalSchoolStory“ (DSS). Die gemeinnützige Initiative, die von Bundeskanzler Olaf Scholz im Rahmen des „startsocial“-Wettbewerbs für ihr vorbildliches Engagement ausgezeichnet wurde, hat eine Lernmethode entwickelt, bei der Unterrichtsinhalte in kreative Kurzvideos im TikTok-Format übersetzt werden. In zwei Seminaren von Prof. Dr. Sven Lindberg, Professor für klinische Entwicklungspsychologie an der Universität Paderborn, haben Studierende wissenschaftliche Studien in Kleingruppen aufbereitet. Unterstützung und Feedback erhielten sie dabei von erfolgreichen Content-Erstellern wie „Papa Basti“ und „sam_socialvibez“. Die besten Videos wurden nun im AStA-Stadtcampus ausgewählt und prämiert.

Die Universität Paderborn ist die erste Universität, die DSS im Lehramtsstudium im Bereich der Sonderpädagogik eingesetzt hat. Die Studierenden recherchierten reale Forschungsergebnisse, bereiteten die zum Teil sehr komplexen Fachinhalte systematisch auf und setzten die Informationen in maximal 90-sekündige Videos um. „Indem die Studierenden eigene kleine Geschichten erzählen, können sie selbst und andere die Inhalte deutlich besser verstehen. Das ist tatsächlich ein großer Gewinn", freut sich Lindberg.

Die erlernten Kompetenzen helfen den Studierenden dabei nicht nur für ihr Studium, sondern auch im späteren Beruf. „Das Spannende ist, dass die Studierenden an die Alltagswelt der Jugendlichen andocken. Dadurch haben sie als zukünftige Lehrkräfte später ganz andere Berührungspunkte mit ihren Schülerinnen und Schülern“, so Nina Mülhens, Mitgründerin der DSS, die die Studierenden in den Seminaren begleitet hat.

„Es hat uns wirklich etwas gebracht, die Inhalte im Seminar mal ganz anders aufzubereiten. Sich aus Studien eine Quintessenz herauszusuchen, ist im Endeffekt sogar nachhaltiger, als immer nur trocken Texte durchzuarbeiten“, meinen Julian Schmid und Jannik Schuff vom siegreichen Team, das per Live-Voting von ihren Kommiliton*innen mit dem ersten „Best Video“-Award ausgezeichnet wurde.

Foto (Universität Paderborn, Stephan Risse): Prof. Dr. Sven Lindberg (links) und Nina Mülhens freuten sich über die vielen gelungenen Kurz-Videos.
Foto (Universität Paderborn, Stephan Risse): Julian Schmid und Jannik Schuff haben ihre Kommiliton*innen mit ihrem Video am meisten überzeugt und erhielten den ersten „Best Video“-Award.

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