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Fakultät für Kulturwissenschaften

Veranstaltung

Mittwoch, 06.07.2022 - Donnerstag, 18.08.2022 | KleppArt, Kleppergasse 10, Paderborn

Ausstellung: I’m fine ART

Die Ausstellung „I´m fine ART“ von Josefine Reiermann, Abschlussstudierende im Fach Mode-Textil-Design der Universität Paderborn, zeigt gesammelte Arbeiten aus vier Jahren Schaffenszeit. Vom 7. Juli bis zum 18. August ist die Ausstellung in der KleppArt zu sehen. Eröffnet wird „I’m fine ART“ mit einer Vernissage am Mittwoch, 6. Juli, um 19 Uhr. Anschließend sind die Werke jeden Donnerstag und Samstag von 13 bis 15 Uhr zu sehen. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Ausgestellt werden Hybrid-Werke aus Zeichnungen, Textil- und Modedesigns und Konzeptkunst in Form von Kleidung sowie Accessoires, die die Berlinerin während ihres Studiums und daneben entwickelte. In ihren surrealistisch anmutenden Kompositionen macht Reiermann auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam und behandelt Themen wie Sexismus, Heteronormativität und Konsum.

Textildesigns mit neuen Bedeutungszusammenhängen


Josefine Reiermann kombiniert in ihren Textildesigns Zeichnungen von Gegenständen in ungewöhnlichen Kombinationen und schafft so neue Bedeutungszusammenhänge, wobei sie die Frage nach der Legitimation von gesellschaftsverankerten Moral-, Sitte- und Ethikvorstellungen aufwirft und diese provokativ inszeniert. Für ihre Textildesigns wandelt sie eigene Analog-Zeichnungen in Vektorgrafiken um, die sie digital in Rapporten zusammenfasst. Diese nahtlosen auf Stoffe gedruckten Muster verarbeitet sie später zu Kleidungsstücken. Von den gewählten Motiven über die Materialien bis hin zum Schnitt folgen die Werke klaren konzeptionellen Ideen. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht das Hinterfragen, Aufbrechen und Neustrukturieren determinierter Strukturen. Die Kleidung dient als Projektionsfläche für gesellschaftskritische Aussagen und soll gleichzeitig als Irritationsmoment fungieren.

Auch die collagenartigen Zeichnungen kombinieren Symboliken in ungewohnten Zusammenhängen und konstruieren so eine allegorische Verbindung zwischen Ekstase und Zerfall mit einer tieferen Botschaft, die als solche nicht erkannt werden will. Reiermann möchte daher bequeme und bekannte Wahrnehmungsmuster aufbrechen, neue Blickwinkel schaffen und lässt dabei ganz bewusst Raum für eigene Interpretationen und zum Hinterfragen der eigenen Denkweisen. Das Spiel mit Halluzination, Wahnvorstellung und Absurdität konzipiert eine unkonventionelle Sicht auf Wirklichkeit und Realität, die als solche entkräftet und entwertet werden.

Die Universität der Informationsgesellschaft